Bunter Komponenten-Mix: Dell Dimension 9150

Hersteller: Dell
Listenpreis: 979 Euro
Fazit:

Dell hat mit dem Angebot die Supermarkt-PC-Strategie adaptiert, aber auch deren Nachteile eingefangen, was sich an den wild zusammengewürfelten Komponenten zeigt. Zum Ausgleich gibt es ein benutzerfreundlich aufgesetztes System in einem praktischen Gehäuse.

Pro
  • vielseitige Ausstattung
  • zwei Festplatten im RAID-0-Verbund
  • benutzerfreundliche Installation
  • Integration von Media Center mit Fernbedienung
Contra
  • Leistung könnte besser sein
  • hohe Leistungsaufnahme
  • leise, aber nicht lautlos
  • externe Komponenten sorgen für Chaos auf dem Tisch
GUT
7,6
von 10 Punkten
Ausstattung:
7 Punkte
Design:
8 Punkte
Leistung:
7 Punkte
Preis-Leistung:
8 Punkte
Service und Support:
8 Punkte

Testbericht Dell Dimension 9150 (D12915b)

Mit einem vorkonfigurierten Dimension 9150 tritt Dell gegen Supermarkt-PCs an. Das Angebot für 979 Euro will durch eine vielseitige Ausstattung mit TV-Tuner und Media-Center-Betriebssystem überzeugen.

Der Dell Dimension 9150 steckt in einem BTX-Gehäuse, wie es Dell schon beim früher getesteten Dimension 5000 für einem Multimedia-PC genutzt hat. Anders ist es auch kaum zu schaffen, den Pentium D mit seiner hohen Leistungsaufnahme effizient und damit leise zu kühlen - der Rechner soll schließlich als Allrounder fürs Heim-Büro, aber auch fürs Wohnzimmer taugen.

Ganz aktuell und wohl nur noch ein, zwei Wochen lieferbar ist die Konfiguration D12915b dieses Systems. Dell verkauft ihn für einen Angebotspreis von 979 Euro inklusive Versandkosten. Dafür hat man dann nicht, wie von Dell gewohnt und in der Werbung des Unternehmens kommuniziert, die Wahl zwischen einer Reihe von Komponenten.

Ausstattung

In der Angebots-Konfiguration des Dimension 9150 steckt ein Pentium-D-Prozessor mit 3,0 GHz, also das zweitschnellste Dual-Core-Modell von Intel, auf dem Intel-Chipsatz 845P. 1024 MByte Speicher sind vorinstalliert, dazu zwei Serial-ATA-Festplatten zu 160 GByte in einem RAID-Verbund. Effektiv kann man 298 GByte Plattenvolumen nutzen.

Dell baut eine Grafikkarte ein, die nicht ganz zur Leistung eines RAID-Systems passen will, eine ATI Radeon X600 mit 256 MByte Hypermemory. Hypermemory bedeutet, dass ein Teil des Speichers auf der Karte sitzt, ein anderer Teil vom Hauptspeicher entlehnt wird. Bei Notebooks hat sich diese Technik bewährt, bei Desktop-Systemen ist sie nur ein Kompromiss zwischen integrierter Grafik und einer echten, spieletauglichen Grafikkarte. Immerhin, die Grafikkarte stellt einen VGA-, einen DVI- und einen TV-Ausgang bereit.

Um nicht nur auf dem Fernseher ausgeben zu können, sondern auch Fernsehen zu empfangen und eventuell aufzunehmen, enthält das System auch eine TV-Karte, die Hauppauge Win TV PVR PC II. Allerdings ist nur analoger Antennen- und Kabel-Empfang möglich, kein DVB-T, oder man speist das Video-Signal per S-Video-In oder als Composite-Video ein. Als dritte Karte steckt ein Firewire-Adapter auf dem Board, der die Zahl der IEEE-1394-Ports auf drei erhöht.

Der PC besitzt zwei optische Laufwerke, einen DVD-Brenner für die Plus- und Minus-Formate sowie ein DVD-ROM-Leselaufwerk. Beide sind OEM-Produkte von LG. Dual-Layer-Medien können nicht gebrannt werden. Unter den beiden Laufwerken sitzt an der Front ein Kartenleser für 13 Flashcard-Formate, darunter alle gebräuchlichen inklusive Microdrive.

Der Rest der Ausstattung liegt dem System separat bei und muss selbst installiert werden: Es handelt sich um einen Wireless-LAN-Adapter True Mobile 1450 von Dell sowie eine Infrarot-Fernbedienung samt Empfänger. Für beide sind die Treiber auf dem System vorhanden, und der Käufer muss nur die Kabel in USB-Anschlüsse stecken, um sie zu benutzen. Das ist sehr kundenfreundlich. Noch besser wäre natürlich eine integrierte WLAN-Karte und ein ebensolcher Infrarot-Empfänger gewesen. So hat man zusätzliches Kleinzeug und zusätzliche Karten auf beziehungsweise unter dem Schreibtisch.

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