Kopernikus hat in den Gestirnen nach der Wahrheit gesucht, während sein Namensvetter aus dem 21. Jahrhundert, Copernic Desktop Search (als kostenloser Download verfügbar) Fakten in der digitalen Welt aufspürt.
Die Utility von Copernic Technologies durchstöbert lokale Laufwerke nach Dateien und E-Mails. Sie hat allerdings einige Mängel: Zum Beispiel durchsucht sie anders als das Konkurrenzprodukt Hotbot Desktop nicht das gesamte Web. Aber sie ist schnell und die Navigation einfach. Außerdem kostet das Tool keinen Cent.
Wie seine Mitbewerber installiert sich Copernic Desktop Search in weniger als fünf Minuten und beansprucht nur 7,1 MByte Speicherplatz. Ein Assistent führt die Benutzer durch alle grundlegenden Schritte wie die Auswahl der zu indexierenden Datei- und E-Mail-Ordner. Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, erstellt Copernic einen durchsuchbaren Index aller Daten - dieser Prozess geht flott vonstatten, er dauert bei einem 10-GByte-Laufwerk ungefähr 15 Minuten. Der Index wird jedes Mal aktualisiert, wenn Dateien hinzugefügt oder entfernt werden.
Die Oberfläche von Copernic ist eine der besten unter den bisher getesteten Suchmaschinen. Eine Suchspalte auf der linken Seite ermöglicht einfache Stichwortabfragen oder differenzierte Suchanfragen anhand von Dateigröße, Speicherdatum, Typ oder Ordner. Eine Reihe oben am Bildschirm angeordneter, leicht lesbarer Symbole erlaubt die Einschränkung von Suchanfragen anhand von Kategorien - gespeicherte HTML-Seiten, E-Mails, Bilder, Videos und so weiter. Wie X1 zeichnet sich Copernic durch seine unglaubliche Schnelligkeit aus und zeigt die Suchergebnisse an, sobald man mit der Eingabe der Suchbegriffe fertig ist. Ein weiterer Pluspunkt ist die Copernic Deskbar, ein Suchfenster, das die Windows Taskbar integriert und für schnelle Suchanfragen sehr praktisch ist.
Leider gibt es noch weitere Schwachstellen: Copernic fehlt ein Viewer für die gängigen Bildformate, und der Powerpoint-Viewer zeigt keine Grafiken an. Auch ein integrierter Media-Player für Audio- und Videodateien wäre schön gewesen.
Auf der Website von Copernic findet man die Antworten auf häufig gestellte Fragen. Innerhalb des Programms gibt es außerdem eine Registerkarte, die detailliertere Informationen zum Support von Copernic Desktop Search bietet.

Lesermeinungen zum Artikel
Zudem der Hinweis, dass ich zu Hause die Home-Version benutze. Hier habe ich 150.000 Dateien indiziert. In der Firma bei der Corporate-Version wurde die 2GB-Grenze bereits schon nach 18.000 Dateien erreicht. Diese geringe Indexierungsrate ist für Firmen total unzureichend. Dies liegt anscheinend an den Netzwerklaufwerken, da hier die Verweise scheinbar anders gespeichert werden und sich hier das Indexverzeichnis schnell aufbläht, was dann schnell zur unerwünschten Beschränkung kommt und wodurch dann auch keine aktuellen Dateien mehr gefunden werden können. Also auch aus diesem Grund, für Firmen total inakzeptabel!
wir hatten in unserer Firma ein ähnliches Problem, haben einfach kein tool gefunden das zuverlässig auch großes Datenmengen durchsucht! Habt ihr inzwischen was gefunden? Würde mich mal so interessieren mit was andere Firmen so arbeiten, wir verwenden Lookeen und das ist bis jetzt auch das einzige tool das mit großen Datenmengen klar kommt! Also falls ihr noch nichts habt, kann ich Lookeen echt empfehlen!
Liebe Grüße