Günstiger Tablet-PC: Averatec C3500

Listenpreis: 1399 Euro
Fazit:

Mit der etwas älteren Athlon-XP-Plattform schafft es Averatec, einen Convertible-Tablet-PC zum kleinen Preis anzubieten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Notebook-Funktionalität.

Pro
  • günstig für einen Tablet-PC
  • ordentliche Tastatur
  • vier USBs und TV-Out vorhanden
Contra
  • USB einzige Anschlussmöglichkeit für Peripherie
  • heißlaufender Lüfter störend im Tablet-Modus
  • kurze Akku-Laufzeit
GUT
7,0
von 10 Punkten
Ausstattung:
7 Punkte
Design:
7 Punkte
Leistung:
6 Punkte
Preis-Leistung:
9 Punkte
Service und Support:
6 Punkte

Testbericht Averatec C3500

Mit dem C3500 macht Averatec den interessanten Versuch, einen Tablet-PC mit Mobile Athlon XP-Prozessor einzuführen. Sein größter Vorteil ist der attraktive Preis von 1399 Euro.

Der Averatec C3500 ist der derzeit wohl einzige Tablet-PC auf dem deutschen Markt, der einen Mobile Athlon XP-Prozessor einsetzt. Der Chipsatz des 12-Zoll-Gerätes stammt von Sis. Es handelt sich um einen so genannten Convertible, also ein Notebook mit Standard-Tastatur, dessen Bildschirm gedreht und umgelegt werden kann, wenn man mit dem Stift arbeiten möchte.

Design

Das Gerät steckt in einer Plastikhülle mit Magnesiumbeschichtung, die nicht unbedingt einen Eindruck von Luxus vermittelt. Doch sind die meisten Elemente in ihrer Funktion gut nutzbar. Ein Schalter aktiviert oder deaktiviert die drahtlose Netzwerkverbindung, was Strom sparen erleichtert und vor Angriffen über die Luftschnittstelle schützt. Auf dem Display sind Extra-Tasten angebracht und die das Drehen des Bildschirms gestatten, die Menüs der aktuellen Applikation ausklappen. Daneben hat Averatec Platz für einen Scroll-Button gefunden.

Die graue Tastatur sieht angenehm aus und lässt sich, auch dank leicht angerauhter Oberfläche, gut benützen. Die schwenkbare Display-Aufhängung ist nicht ganz fest, sodass das Display bei raschen Bewegungen nach hinten wegklappt, aber der Drehpunkt wirkt sehr stabil. Auch das schlichte Touchpad mit zwei Tasten bereitet keine Probleme.

Der Prozessor des Geräts ist zwar für den mobilen Einsatz optimiert und bietet mit Power Now auch eine Stromspar-Technologie, benötigt aber doch mehr (und damit lautere) Kühlung als ein Notebook-Chip von Intel oder Transmeta. Am leisen Lüftergeräusch stören sich wahrscheinlich nur sehr empfindliche Naturen, die heiße Abluft des Geräts, die hinten links aus dem Gehäuse geblasen wird, ist aber unangenehm bei einem Tablet-PC: Sie macht es unpraktikabel, das Gerät auf den Schoß zu nehmen und mit dem Stift zu bedienen. Legt man den C3500 aber auf den Tisch, ist der Sichtwinkel ungünstig.

Wie bei Tablet-PCs leider üblich bleiben Entspiegelung und Helligkeit der Anzeige hinter gewöhnlichen Notebook-Bildschirmen zurück. Das liegt an den gitterartig über dem Bildschirm ausgebreiteten, fürs Auge nicht erkennbaren Sensoren, die erst die Stifteingabe ermöglichen. Im C3500 wird der Stift rechts vom Display in einer praktischen Halterung aufbewahrt. Der Stift benötigt keine Batterien.

Der zwischen Notebook und Tablet konvertierbare Bildschirm ermöglicht immerhin zwei interessante Modi, die ein Standard-Notbook vermissen lässt: Man kann das Tablet auf dem Arm tragen und im Gehen per Stift nutzen, etwa für Skizzen, kurze Notizen oder spezielle Anwendungen, etwa Formulare. Im Außendienst, etwa als Immobilienmakler, kann das sehr praktisch sein, wenngleich das 2,5 Kilo schwere Gerät etwas schwer im Arm lastet. Ein zweiter interessanter Modus ist, zur Vorführung von Präsentationen das Display leicht zu drehen, sodass die Nebensitzenden (und nicht derjenige, der am Notebook sitzt) den besten Blick auf den Bildschirm hat.

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