Intels neue Centrino-Version Sonoma ist auf der CeBIT in vielen Varianten zu sehen. Dabei gehen die Notebook-Hersteller in unterscheidliche Richtungen, was zu einem Vergleich geradezu einlädt.
Seit der Einführung Anfang 2003 hat Intel seine Notebook-Plattform Centrino jedes Jahr rechtzeitig vor der größten Computermesse überarbeitet. So werden auch 2005 wieder zahlreiche neue Geräte zu sehen sein.
Die wichtigsten Neuerungen von Sonoma sind sicher der schnellere Frontsidebus mit 533 Mhz und die Unterstützung von PCI-Express-Grafik. Zu den Technologien, die jetzt nicht mehr nur auf Desktop-PCs, sondern auch auf Notebooks zur Verfügung stehen, gehören weiterhin Serial-ATA und der zwar nicht schnellere, aber weniger Leistung aufnehmende DDR2-Speicher.
Die Sonoma-Plattform bietet als Teil der Chipsätze 915GM und 915GMS eine neue integrierte Grafik-Lösung GMA 900, die zum Beispiel DirectX 9.0 unterstützt und mit 3D-Darstellung wesentlich besser zurande kommt als ihr Vorgänger Extreme Graphics II. Der TV-Ausgang ist jetzt onboard integriert.
Der höhere Frontsidebus mit 533 MHz macht neue Chips erforderlich. Gleichzeitig wurde die maximale CPU-Taktrate geringfügig gesteigert: Es gibt jetzt Pentium-M-Prozessoren mit bis zu 2,13 GHz und Low-voltage-Prozessoren mit bis zu 1,5 GHz sowie Ultra-low-voltage-Prozessoren mit bis zu 1,2 GHz. Mit älteren Modellen und älterem Speicher ist nach wie vor ein Betrieb mit 400 MHz beziehungsweise 333 MHz möglich - hier lohnt es sich für Käufer, genau auf die Spezifikation zu achten.
Eine Besonderheit ist der Small Form Factor-Chipsatz 915GMS, der geringere Mainboard- und damit Notebook-Abmessungen ermöglicht - freilich auf Kosten etwa der Grafik-Power mit der GMA 900. Außerdem schlägt Intel noch die Triple-Band-WLAN-Karte für 802.11a/b/g und seine neue WLAN-Software der Sonoma-Plattform zu, auch wenn die erstgenannte schon 2004 in den Markt eingeführt wurde.Acer baut mit den neuen Sonoma-Komponenten vor allem Notebooks, die den Desktop ersetzen können - und dennoch halbwegs tragbar sind. So bleiben die Modelle Travelmate 4100 und Travelmate 4600 unter 3 Kilo. Das Einsteiger-Businessmodell 4100 gibt es dabei mit 15-Zoll-XGA-Display (1024 mal 768) oder mit 15,4-Zoll-Widescreen (1280 mal 800 Pixel). Das 4600 kann man dagegen auch mit einem hochauflösenden Display (1400 mal 1050 Pixel) bekommen.
Etwas schwerer wiegt das Luxus-Modell für Business-Kunden, das Travelmate 8100. Im Gegensatz zu den Modellen der 4000er-Serien wird hier DDR2-Arbeitsspeicher verwendet, der die 533 MHz Frontsidebus von Sonoma voll nutzt. Als Display gibt es ein 15,4-Zoll-Widescreen-TFT mit 1650 mal 1050 Bildpunkten. Für die Nutzung im Büro integriert Acer endlich einmal einen DVI-Ausgang, der vielen anderen Business-Modellen fehlt.
Kann man schon bei den 400er-Travelmates in puncto Grafikkarte zwischen integrierter Intel-Karte und Lösungen bis zu ATIs X600 mit 64 MByte Video-RAM wählen, so gibt es das 8100 sogar mit X700 und 128 MByte Grafikspeicher.
Auch in der eher auf Heimanwender zugeschnittenen Aspire-Serie bringt Acer ein Sonoma-Gerät: das Aspire 1690, wie das Travelmate 8100 in einem von Acer "Folio" gtauften neuen Design gehalten. Hier kommt aber wieder DDR333-Speicher zum Einsatz. Die Grafik ist eine ATI Radeon Mobility X600 mit 64 oder 128 MByte Speicher.
Die übrige Konfiguration ist bei allen Acer-Modellen relativ frei wählbar. Die Festplatten reichen bis 100 GByte, für die drahtlose Konnektivität sind Wireless-G oder -A/G-Karten verbaut. Außerdem verfügen alle Geräte über Flash-Card-Reader und alle Travelmates auch über einen Anschluss für Acers Docking-Station.Asus hat eine neue Notebook-Serie V6800V mit den Sonoma-Komponenten von Intel vorgestellt, die nach eigenem Verständnis die kleinste und leichteste 15-Zoll-Notebooks der Welt enthält. Die Bauhöhe beträgt zwischen 2,54 und 3 Zentimeter, das Gewicht gibt Asus mit 2,4 Kilo an. Allen dreien sind Triple-Band-WLAN, eine ATI Mobility Radeon 9700-Grafik mit 64 MByte und ein Dual-Layer-DVD-Brenner gemeinsam.
Das High-end-Modell für 2499 Euro enthält einen Pentium M 770 mit 2,13 GHz, 1 GByte Haupt- und 80 GByte Festplattenspeicher. Das günstigste Modell des V6800V kostet immer noch 1899 Euro und kommt mit Pentium M 740 (1,7 GHz), 512 MByte RAM und 60 GByte Plattenspeicher.
Die Geräte sind seit Anfang Februar verfügbar. Asus leistet in Deutschland zwei Jahre Garantie mit Abholservice. Im Fall von Pixelfehlern des Displays kann einmalig innerhalb der ersten 30 Tage umgetauscht werden. Leider nicht auf der CeBIT vertreten: Dells neue Notebooks mit Sonoma-Plattform verfügen neben einem WLAN-Modul auch über einen Gigabit-Ethernet-Controller. Sämtliche Geräte der D-Serie kommen mit 512 MByte DDR2-Systemspeicher.
Das Latitude D410 wiegt 1,7 Kilogramm und verfügt über eine 1,6-GHz-CPU. Das Gerät kommt mit einem 12,1-Zoll-XGA-Display und einer Intel Graphics Media Accelerator 900-Grafikkarte mit bis zu 128 MByte Speicher. Zudem sind eine 40-GByte-Festplatte und ein DVD/CD-RW-Laufwerk enthalten. Das Gerät ist ab 1399 Euro zu haben.
Das Latitude D610 bringt mit seinem 14-Zoll-Display 2,1 Kilogramm auf die Waage und kommt ebenfalls mit 1,6-GHz-Pentium-Chip. Zudem ist das Gerät mit einer Intel Graphics Media Accelerator 900-Grafikkarte mit bis zu 128 MByte Speicher, einer 30-GByte-Festplatte sowie einem DVD/CD-RW-Laufwerk ausgestattet. Dell verlangt dafür mindestens 1099 Euro.
Das Latitude D810 ist 2,9 Kilo schwer und kommt mit einer 1,73-GHz-CPU. Für die Grafikdarstellung sorgen eine ATI Mobility Radeon X600-Grafikkarte mit 128 MByte Speicher sowie ein 15,4-Zoll-Wide-XGA-Display mit einer Auflösung von 1280 mal 800 Pixel. Das Gerät verfügt zudem über eine 40-GByte-Festplatte sowie ein DVD/CD-RW-Laufwerk und kostet ab 1499 Euro.
Für Anwender mit höheren Leistungsanforderungen hat Dell neue mobile Workstations vorgestellt. Der Dell Precision M20 wiegt 2,2 Kilo und bietet OpenGL-Hardwarebeschleunigung. Das Gerät kommt mit einem 1,6-GHz-Pentium-M-Prozessor, einer ATI Mobility FireGL V3100-Grafikkarte mit 64 MByte Speicher und einem 14,1-Zoll-SXGA+-Display. Hinzu kommen 512 MByte DDR2-RAM, eine 40-GByte-Festplatte, ein 8fach DVD-ROM-Laufwerk und vier USB 2.0-Anschlüsse. Erhältlich ist das Notebook ab 1507 Euro.
Der Precision M70 bringt knapp drei Kilo auf die Waage und kommt mit einem 1,86-GHz-Prozessor. Für die Grafik sorgt eine Nvidia Quadro FX Go1400-Grafikkarte mit 256 MByte Speicher in Verbindung mit einem 15,4-Zoll-Wide-Aspect-TFT-Display. Das System ist mit 1024 MByte DDR2-RAM, einer 60 GByte-Festplatte und einem DVD/CD-RW-Laufwerk ausgestattet. Es kostet je nach Konfiguration 2087 Euro.
Fujitsu-Siemens hat mit dem Lifebook E8020 seinen ersten mobilen Rechner mit Intels Chipsatz-Familie 915 vorgestellt. Die Hardware ist in erster Linie für professionelle Anwender gedacht. Ausgestattet ist das Notebook mit einem 15,1 Zoll-Display. Je nach Konfiguration des Kunden kommt es mit den neuen Centrino-CPUs 740 oder 760 mit 1,73 und zwei GHz sowie 256 bis 1024 MByte DDR-RAM (533 MHz). Maximal kann der Arbeitsspeicher auf zwei GByte aufgerüstet werden. Bei der Grafik kommt eine ATI Mobility Radeon X600 zum Einsatz. Mit dabei ist außerdem ein Dual Layer-DVD-Brenner, der sowohl Plus- als auch Minus-Medien beschreibt.
An Schnittstellen sind unter anderem vier mal USB, einmal Firewire sowie ein Cardreader vorhanden. Die Festplatte ist zwischen 40 und 80 GByte groß. Ausgeliefert wird das Notebook stets mit Windows XP Professional.
Eine mittlere Konfiguration mit 512 MByte RAM und einer 60 GByte großen Festplatte soll rund 2300 Euro kosten. Ab Mai 2005 wird das Lifebook E8020 dann auch mit dem Intel 915GM Chipset mit integrierter Grafik (Intel Graphics Media Accelerator 900) und wahlweise einem 15.1 Zoll TFT-XGA oder 15.1 Zoll TFT-SXGA+ Display erhältlich sein. Ab diesem Zeitpunkt werden auch weitere Notebook Serien mit der neuen Intel Chipset-Familie bestellbar sein. HP nutzt die neue Version der Centrino-Plattform, Sonoma, um verlorenen Boden gut zu machen. Für den deutschen Markt wurden sieben Geräte vorgestellt. Spannend ist daran das einheitliche Design, das Image-Kompatibilität quer durch die Produktpalette garantieren soll, aber auch den Austausch von Add-ons ermöglicht. So ist der neue Hochleistungsakku, der laut HP bis zu 11 Stunden Laufzeit mit dem Subnotebook nc4200 ermöglicht, an allen Geräten einsetzbar. Auch die optischen laufwerke können zwischen allen Geräten gewechselt werden.
Hewlett-Packard hat seit über einem Jahr Marktanteile im Notebook-Bereich verloren. Jetzt wolle man zur Nummer 1 bei den Business-Notebooks aufsteigen. HP-Manager Ingo Gassmann beurteilte die Einführung von sieben Modellen in vier Baureihen als "der größte HP-Notebooklaunch bisher, so weit ich mich erinnern kann".
Die Inspiration für die neue Baureihe ist vielfach von Konkurrenzprodukten bekannt. So werden die Festplatten im Rahmen verschraubt und mit einer Stoßsicherung aus Plastik versehen, wie man dies von den IBM-Thinkpads kennt. Ebenfalls wie bei IBM parken die HP-Notebooks den Festplattenkopf, wenn ein Sensor eine Bewegung meldet. Dadurch werden Ausfälle beim Transport des Notebooks verhindert. Zusätzlich der Sicherheit dient eine versteckte Partition, die für Backups verwendet wird. Die Software dafür hat HP von Altiris. Die Lösung hat HP bereits zusammen mit Motorola getestet.
Mit dem in machen Modellen integrierten Smartcard-Reader macht HP ein weiteres Sicherheitsfeature verfügbar, das von Acer, Fujitsu-Siemens oder wiederum IBM bekannt ist.
Der 11-Stunden-Akku von HP wird an der Unterseite der Notebooks, aber extern befestigt. Damit dient er gleichzeitig als eine Art Ständer, auf dem das Notebook leicht schräg ruht. Er ist nicht nur mit allen Modellreihen kompatibel, sondern auch auf die beiden Docking-Stationen abgestimmt, sodass die Notebooks mitsamt externem Akku darauf geparkt werden können. Der Akku wird rund 400 Gramm wiegen.
Manche Modelle verfügen über einen Ambient Light-Sensor, der die Bildschirmhelligkeit an die Lichtverhältnisse anpasst. So kann die Akkulaufzeit nach HP-Angaben um bis zu 20 Prozent verlängert werden. Eine Kalibrierung des Sensors ist aber nicht möglich - empfindet man die Helligkeit als unangenehm, kann man ihn lediglich deaktivieren und manuelle Einstellungen vornehmen.
Fast alle der sieben neuen Notebooks besitzen drei Shortlink-Tasten. Eine davon führt zu HPs neuer Infocenter-Software, der zweite schaltet die drahtlosen Netzwerke (WLAN und/oder Bluetooth) an und aus, der dritte aktiviert einen Präsentationsmodus, in dem bestimmte Bildformate und Einstellungen gelten können, der aber auch ein optimiertes Powermanagement umfasst.
Die Gehäuse aller neuen Notebooks sind in einheitlichem, elegantem, schwarzgrünem Design gehalten. Sie werden durch einen Magnesium-Rahmen stabilisiert. Rekorde hinsichtlich Abmessungen oder Gewicht brechen sie nicht, da HP das Augenmerk auf die Kompatibilität der Peripherie, Dockingstationen und Laufwerke richtete und deshalb gelegentlich einige Millimeter größer baut.
Das kleinste Modell nc4200 mit 12-Zoll-Bildschirm wird ab April für 1899 Euro (Preisempfehlung) im Laden stehen. Die Modelle ncx6110 und nc6120 haben Bildschirme mit 14,1 oder 15 Zoll und kosten ab 899 beziehungsweise 1479 Euro. Sie sind bereits Ende Februar lieferbar. Anfang März folgt das High-end-14,1-Zoll-Modell nc6220 ab 1899 Euro. Die Widescreen-Modelle der Reihe 8200 (darunter eine mobile Workstation) folgen schließlich Mitte März. Die Preise beginnen hier bei 1099 Euro.
IBM hat ein neues Centrino-Notebook mit 533 MHz Frontsidebus und PCI-Express-Bus vorgestellt. Es setzt den heute von Intel vorgestellten Chipsatz 915GM mit integrierter Grafik GMA900 und die neuen CPUs ein. Alternativ ist das Gerät auch mit den Grafikchipsätzen Mobility Radeon X300 oder Mobilty Fire GL V3200 lieferbar.
Das Notebook wiegt laut Hersteller 2,05 Kilo bei einer Bauhöhe von 2,7 Zentimetern. Wie der von ZDNet getestete[1] Vorgänger T42 kann das Gerät mit Fingerabdruck-Sensor bestellt werden. Auch eine Reihe weiterer IBM-Sicherheitslösungen wie das IBM Embedded Security Subsystem sind an Bord. IBM stellt folgerichtig auch die Unterstützung des Execute Disable-Bit durch die neuen Intel-Prozessoren heraus. Dieses Feature hilft gegen die Verbreitung von Viren und Würmern.
IBM kündigt das Gerät für den 25. Februar 2005 an. Der Preis soll rund 2300 Euro betragen, allerdings ohne Fingerabdruckscanner.
Mit seinem ersten Sonoma-Produkt siedelt sich Toshiba im unteren Preissegemt an. Das Gerät A80-21 mit den neuen Centrino-Komponenten von Intel ist seit Ende Januar zu einem Preis von 1399 Euro lieferbar.
Das Modell A80-21 verfügt über einen Pentium M 730 mit 1,6 GHz Taktrate und Unterstützung für 533 MHz Frontsidebus, einen Intel 915GM-Chipsatz mit der integrierten Grafik GMA900, die unter anderem DirectX 9 unterstützt und vier Pixel-Pipes bietet. Der Arbeitsspeicher beträgt 512 MByte. Toshiba betont außerdem den SRS-Trusurround-Sound XT und den DVD-Brenner, der außer den Plus- und Minus-Formaten auch DVD-RAM beschreiben kann.
Wireless-LAN wird nach 802.11b/g unterstützt, es handelt sich also nicht um die neueste Triple-Band-Karte von Intel. Das Display misst 15 Zoll in der Diagonale. Toshiba gibt das Systemgewicht mit 2,7 Kilo an. Die zweijährige internationale Garantie wird über Servicehändler abgewickelt.
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