WLAN in der Tasche: 3Com Officeconnect Wireless 54Mbps 11G Travel Router

Listenpreis: 69 Euro
Fazit:

Das flexible und vielseitige kleine Gerät ist sowohl auf Reisen wie zuhause oder im Büro einsetzbar.

Pro
  • klein und mobil
  • niedriger Preis
  • nach Wahl als Router, AP oder Bridge einsetzbar
Contra
  • beschränkte Reichweite durch interne Antenne
  • separates Netzteil erforderlich
SEHR GUT
8,5
von 10 Punkten
Ausstattung:
8 Punkte
Design:
9 Punkte
Leistung:
8 Punkte
Setup & Bedienung:
9 Punkte

Testbericht OfficeConnect Wireless 11g Cable/DSL Router

Der Travel-Router von 3Com kann als Router, Bridge oder Access Point eingesetzt werden. Er ist nicht teuer und sowohl auf Reisen als auch im Büro oder zuhause nützlich.

Ein kleines Gerät mit einem langen Namen: Der Officeconnect Wireless 54Mbps 11G Travel Router von 3Com hört sich wie eine überflüssige Marketing-Erfindung an, hat aber durchaus prakischen Nutzen. Zum Beispiel kann man damit unterwegs ein privates drahtloses Netzwerk aufbauen und bei Meetings außerhalb des Büros, Konferenzen oder Präsentationen eine Internet-Verbindung teilen. Auch kann man ihn einsetzen, um WLAN-Geräte in ein Ethernet-Netzwerk einzubinden oder zuhause und im kleinen Büro ein kleines WLAN-Netz aufzubauen.

Obwohl er nur etwa so groß ist wie eine Schachtel Spielkarten, kostet er unter 70 Euro und unterstützt das 54 MBit/s schnelle Wireless-LAN nach 802.11g. Die Installation ist bemerkenswert einfach. Der einzige RJ-45-Port verbindet ihn mit einem Kabel-LAN oder einem festen Ethernet-Gerät, und ein Schalter an der Seite legt den Betriebsmodus fest.

Drei Modi stehen zur Verfügung: Im Standard-Modus als Router dient das 3Com-Gerät als Wireless-Gateway, das drahtlose Clients miteinander und mit dem Internet verbindet. Zur Vergabe von IP-Adressen wird der eingebaute DHCP-Server bemüht. Die richtige Verbindung findet der Travel-Router durch NAT (Network Address Translation), und eine integrierte Stateful Packet Inspection-Firewall schützt die Clients vor Angriffen.

Im zweiten Modus dient das Gerät als Access Point: Wieder werden drahtlose Geräte miteinander und mit dem Internet verbunden, aber DHCP und NAT bleiben ausgeschaltet. Jeder Client kann nun seinen eigenen Internet-Zugang nutzen und muss sich auch im LAN separat registrieren.

Der dritte und letzte Modus als Bridge dient dazu, einen einzelnen PC oder ein anderes Gerät mit Ethernet-Schnittstelle in ein drahtloses Netzwerk zu integrieren - also ähnlich einer WLAN-PC-Card.

Ein schlichtes, Browser-basiertes Interface dient der Konfiguration der je nach Modus unterschiedlichen Einstellungen. Die üblichen Einstellungen wie SSID, Kanäle und Verschlüsselungsstufe sind natürlich vorgesehen. Sowohl WEP (maximal 128 Bit) und WPA werden unterstützt, nicht aber WPA-2. Vorteilhaft ist die Möglichkeit, UPnP und VPN zu nutzen. Im Router-Modus kann man eine einzelne DMZ-Adresse einstellen oder spezifische Port-Forwarding-Regeln für öffentlich zugängliche Server konfigurieren.

Die Reichweite könnte beim Travel-Router eher zum Problem werden als bei einem größeren Gerät, da es keine externe Antenne gibt (und auch keine Möglichkeit, eine solche anzuschließen). Im Test erwiesen sich 40 Meter allerdings als noch recht unproblematisch. Etwas störend ist auch, dass man das Netzteil auch auf Reisen mitnehmen muss - mit Power over Ethernet hätte das vermieden werden können. Immerhin gehören eine wattierte Reisetasche und ein kurzes UTP-Kabel (10BaseT) zum Lieferumfang.

Bei einem Preis von unter 70 Euro ist der 3Com Wireless Travel Router ein wirklich gutes Gerät für unterwegs oder als Ersatz für ein größeres WLAN-Gateway.

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