Das Design von PCs wurde in den letzten Jahren drastisch verbessert. Nur das Zubehör ist oft alt und unpraktisch. ZDNet zeigt interessante neue Tastaturen, Mäuse und Boxensysteme.
PC-Hersteller haben in den letzten Monaten viel fürs Auge getan. Nicht nur die Bildschirme werden immer besser, schärfer und größer, auch der Anblick eines handelsüblichen PC-Systems verursacht keine Krämpfe auf der Netzhaut mehr. Doch nach dem ersten Durchatmen sollte man auch an die anderen Sinne denken.
Sound nimmt eine immer größere Rolle im täglichen PC-Gebrauch ein. Dies betrifft nicht nur Audio-Untermalung bei Videos oder das Abspielen von Songs, sondern auch die Arbeit: Erkennbare Warntöne vereinfachen das Multitasking mit zahlreichen offenen Anwendungen. Wer eingehende Mails von hoher Wichtigkeit hört, während er an einer Präsentation arbeitet, kann schnell reagieren und seine Prioritäten setzen. Aber mit Voice over IP und Sprachübertragung per Instant Messenger oder Skype laufen auch Gespräche immer öfter über den Rechner. Wer seinen Gesprächspartner gut verstehen möchte, benötigt taugliche Boxen genauso wie ein Multimedia-Nutzer, der Opern oder Filmmusik wie im Kino oder Musiktheater erleben möchte - wenngleich brauchbare Stereo-Boxen weit günstiger sind als Surround-Sound-Systeme.
Auch eine gute Tastatur und eine schnell reagierende Maus haben nichts mit Luxus zu tun. Jede Minute vor dem Rechner werden diese unscheinbaren Zubehörteile benötigt. Für die Schonung des Handgelenks ist vor allem eine optische Maus Pflicht. Drahtlose Verbindungen dagegen mag nicht jeder, unter anderem wegen kurzer Lebensdauer der dann erforderlichen Batterie - und wenn doch, gilt es zwischen proprietären Technologien und dem Bluetooth-Standard zu unterscheiden. Eben diese Fragen und einige weitere gilt es bei der Auswahl einer Tastatur zu beachten - wie praktisch, dass die wichtigsten Hersteller beide Geräte als Set anbieten.Stereo war gestern: Wer den auf einer Super Audio-CD oder einer DVD gespeicherten Klang wie im Kino oder Konzertsaal hören möchte, braucht ein passendes Surround-Soundsystem. Ist dagegen nur eine Stereo-Wiedergabe erfolderlich, sollte wenigstens ein separater Bass dabei sein, um Tiefen in Gespräch und Musikwiedergabe hörbar zu machen. Die Elektromärkte, Fachhändler und Internetversender bieten reihenweise Lautsprecher-Versionen, von 2.1 über 5.1 bis 7.1, in groß und klein, als Paket oder separate Komponenten. Die folgenden Punkte können als Orientierung beim Einkauf dienen.
- Schon vor dem Kauf sollte man sich überlegen, wo man die Lautsprecher aufstellt. Die vorderen drei Boxen (Mitte, links, rechts) eines Surround-Systems sollten auf Ohrhöhe positioniert werden. Noch wichtiger ist, diese drei gleich hoch aufzustellen. Die hinteren Lautsprecher klingen besser, wenn sie einen Meter höher als die Front-Boxen aufgestellt sind - ausgenommen allerdings Hifi-Klang von Super Audio-CD oder DVD, der alle Boxen auf einer Höhe voraussetzt.
- Wer sich scheut, sechs Boxen in seinem Zimmer zu verteilen, aber dennoch Stereo ungenügend findet, sollte einen Blick auf Surround-Lösungen mit nur ein oder zwei Lautsprechern werfen. Geräte wie das Soundmatters Mainstage oder Niro Reference beziehungsweise Niro 400 schaffen einen guten Kompromiss zwischen Klang und kompakten Abmessungen.
- Drahtlose Boxen gibt es zwar, aber man sollte sie trotz aller Reize vermeiden: Ein Stromkabel ist ja doch immer noch nötig. Batteriebetriebene Systeme machen im täglichen Gebrauch keinen Sinn.
- Bei der Auswahl eines Surround-Systems sollte man die Größe des Zimmers bedenken. Für ein 12-Quadratmeter-Schlafzimmer genügt ein Komplettssystem für 300 Euro mit Mini-Boxen, aber wenn im Wohnzimmer auch einmal zehn Personen gleichzeitig in den Genuss von Surround-Sound kommen sollten, muss man mehr investieren.
- Vergessen Sie nicht, dass zu einem 5.1-System auch ein passender Verstärker oder Receiver benötigt wird, außer Sie schließen die Boxen an den PC an. Einsteiger-Geräte bis 300 Euro kommen mit 50 bis 100 Watt pro Kanal. In diesem Preisbereich werden die technischen Daten gern etwas aufgeblasen, sodass man nicht nur nach den Spezifikationen gehen sollte. Der Aufpreis für ein 6.1- oder 7.1-System ist nur bei großen Zimmern lohnend - es kommen nur ein oder zwei Hintergrund-Kanäle zum bereits räumlichen 5.1-Erlebnis hinzu.
- Highend-Receiver weisen große Unterschiede auf. Und obwohl die THX-Zertifizierung auch eine Marketing-Maßnahme ist, sagt sie doch mehr aus als die reinen technischen Daten. Man sollte auf eine Umschaltmöglichkeit zwischen A/B-Boxen achten, wenn man die 500 oder mehr Euro für ein solches System ausgeben möchte. Noch besser ist die Unterstützung mehrerer Räume. Eine automatische Raumabstimmung erspart lange Experimente, aber besonderen Wert sollten Sie auf ein gutes Bass-Management legen, wenn Ihrem SACD-/DVD-Player dieses Feature abgeht.


Zusätzlich sollte man bei der Maus- und Tastaturauswahl die folgenden Punkte bedenken:
- Drahtlose Geräte benötigen eine eigene Stromversorgung, und die Laufzeit kann von Modell zu Modell stark schwanken. Speziell bei Mäusen sind ein eingebauter Akku und eine Docking-Station praktisch: In letzterer lädt sich das Zeigegerät von selbst wieder auf.
- Bluetooth ist nicht gleich Bluetooth: Die übelsten Inkompatibilitäten der Anfangstage sind zum Glück vorüber, aber immer noch kann man eine Interoperabilität von Bluetooth-Geräten unterschiedlicher Hersteller nicht garantieren. Am besten vor dem Kauf in Newsgroups oder Foren erkundigen, oder nach dem Kauf gleich ausprobieren und notfalls umtauschen.
- USB oder PS/2 bieten sich als Anschlüsse an, wenn man beim Kabel bleiben will. Idealerweise sollte eine USB-Tastatur gleich einen zusätzlichen Anschluss für eine USB-Maus haben, um ein Kabel zwischen Rechner und Schreibtischfläche zu sparen. Die Vorteile des älteren PS/2-Standards: Pre-Boot-Anwendungen laufen meist nur mit PS/2-Tastaturen, weil sie keine USB-Treiber laden können. Und die meisten Nutzer haben noch PS/2-Mäuse in der Schublade.
- Funktionstasten für Mail-Programm, Browser oder Messenger-Anwendungen beschleunigen die tägliche Arbeit, wenn man sich daran gewöhnt hat - und sind deshalb Standard bei Tastaturen der gehobenen Preisklasse. Puristen, die solche Tasten als störend empfinden, werden sich bei der Suche nach einer Tastatur schwerer tun. Die Einrichtung und Nutzung der Funktionstasten erfordert allerdings Hersteller-Treiber oder -Applikationen. Unter Linux oder am Mac funktionieren sie in aller Regel nicht.
Die folgenden beiden Tests empfehlenswerter Tastatur-Maus-Sets zeigen unter anderem auch, was aktuelle Eingabegeräte können und auf welche Punkte es sich zu achten lohnt.
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