Bereits beim innerorts vorgeschriebenen Tempo von 50 Km/h legt ein Fahrzeug pro Sekunde 13,88 Meter zurück, bei Tempo 100 sind es schon 27,78 Meter. Die Dauer der Ablenkung wird dabei durch zwei Faktoren beeinflusst. Einerseits wird der Blick tatsächlich von der Straße abgewendet und richtet sich auf die Anzeigen im Armaturenbrett, andererseits nimmt auch die Akkommodation, also das Scharfstellen des Auges, Zeit in Anspruch. Dieser Vorgang führt gerade bei älteren Autofahrern zur schnellen Ermüdung.
Nun ist die Ablenkung des Fahrers in der Automobilbranche natürlich ein hinlänglich bekanntes Phänomen, dem schon mit mancher Entwicklung zu Leibe gerückt werden sollte. So ersparen uns die in immer mehr Automobilen eingesetzten Lenkradtasten den ein oder anderen Blick auf das Armaturenbrett und Navigationsanweisungen werden ganz selbstverständlich per Sprache ausgegeben.
Autohersteller wie Renault oder Mini platzieren wichtige Anzeigen sogar in der Mitte des Armaturenbretts, damit die Akkommodation des Auges durch die veränderten Entfernungen nicht so stark ausfallen muss. Doch all’ diese Maßnahmen erweisen sich in der Praxis als unzureichend. Erst die moderne Autoelektronik verspricht einen Ausweg aus der Misere: Die Head-up-Displays (HUD).

Lesermeinungen zum Artikel
Habe Ihr Mail über HUD gelesen. Bedeutet das, dass Sie solche Systeme in Autos einbauen?
Alles Gute wünscht
Herbert Bader
In der Tat kann ich bestätigen, dass es nicht nur eine äußerst hilfreiche Einrichtung (auch wichtige Grundinfos des Navigationsgerätes werden dabei angezeigt) ist, sondern auch ein wesentlich entspannteres und sichereres Fahren gewährleistet. Die Investition lohnt sich auf jeden Fall.
Nachdem die Autos - auch bei BMW - immer größer und voluminöser werden, würde ich mir gerne einen gut ausgestatteten neuen 3er kaufen - aber BMW sperrt sich beim HUD für dieses Modell: "mehr Sicherheit gibt's nur für die großen Modelle".