Mehr DVD-Player als Notebook: Averatec Series 6200

Listenpreis: 1149 Euro
Fazit:

Das Averatec 6200 hat klare Höhen und Tiefen. Wer unterwegs nur DVDs und CDs abspielen will und beim Arbeiten keine Top-Leistung benötigt, könnte bei dem preiswerten Gerät genau richtig liegen.

Pro
  • DVD-Player-Betrieb ohne Booten
  • Fernbedienung
  • eher leicht
Contra
  • extrem kurze Akku-Laufzeit
  • nicht mehr aktuelle Leistung
GUT
7,3
von 10 Punkten
Akkulaufzeit:
5 Punkte
Ausstattung:
8 Punkte
Benutzerfreundlichkeit:
8 Punkte
Design:
7 Punkte
Leistung:
7 Punkte
Preis-Leistung:
9 Punkte
Service und Support:
7 Punkte

Testbericht 6200

Das Averatec 6200 ist ein solides Widescreen-Notebook mit einem witzigen (und praktischen) Extra: Es kann ohne Booten des Betriebssystems Filme von DVD oder Video-CD abspielen.

Ein Blick auf die technischen Daten des Averatec 6200 lässt kaum vermuten, dass es sich um ein ganz neues Notebook handelt: Ein Athlon XP-M 2400+ gibt den Takt an. Auch die integrierte Grafik Sis M741, die bis zu 64 MByte des Hauptspeichers belegt, erscheint nicht ganz zeitgemäß.

Besser wirkt die Ausstattung mit vier Highspeed-USBs, einem CD-RW/DVD-ROM-Laufwerk (alternativ ist auch eine Kombination mit Dual-DVD-Brenner erhältlich), Widescreen-Display und DVD-Fernbedienung. Und wer das Averatec-Notebook als DVD-Player in Aktion gezeigt bekommt, wird es keineswegs antiquiert finden: Ohne Booten des Betriebssystems und ohne Nutzung des Prozessors spielt das Notebook Filme und Musik ab - laut Hersteller bis zu viereinhalb Stunden lang.

Ausstattung

Der Akku des Averatec 6200 wird an der Rückseite eingeschoben, unterhalb des 15,4-Zoll-Bildschirms. So findet man an der Rückseite keine Anschlüsse. Stattdessen sind rechter Hand ein VGA-Port für externen Monitor, zwei USBs, Video-Out und ein PC-Card-Steckplatz vom Typ II zu finden. Gegenüber, auf der linken Seite, gibt es zwei weitere USBs, übrigens Version 2.0: eine gute Ausbeute, die den Verzicht auf Firewire halbwegs kompensieren kann. Links finden sich auch die Buchsen für Netzwerk- und Modem-Stecker. Wer es lieber kabellos mag, kann das integrierte WLAN nach IEEE 802.11g nutzen (maximal 54 MBit/s).

An der Vorderseite hat Averatec die CD/DVD-Bedientasten untergebracht, dazu Buchsen für Mikrofon und Kopfhörer, sodass einer Nutzung als Jukebox bei geschlossenem Gehäuse nichts im Weg steht. Daneben findet sich auch eine Infrarot-Schnittstelle speziell für die mitgelieferte Fernbedienung im PC-Card-Format, die als Platzhalter im entsprechenden Slot aufbewahrt werden kann.

Während die Tastatur noch gut benutzbar ist (und überdies sinnvoll angeordnet, mit der Entf-Taste am oberen rechten Eck), kann das Touchpad frustrieren. Die Steuerung des Mauszeigers ist ruckartig und ungenau, das Bedienfald auch schlicht zu klein, was man von den beiden Tasten ebenfalls sagen kann. Die müssen schon fast mit Gewalt gedrückt werden, damit sie ansprechen. Eine externe USB-Maus ist hier fast Pflicht.

Rechtshänder profitieren im Winter zudem von der eingebauten Fingerheizung für Maus-Nutzer - rechts bläst ein Ventilator einen konstanten heißen Strahl aus dem Gehäuse. Das Geräusch ist dabei deutlich, aber wenigstens gleichbleibend - und dadurch weit weniger störend. Auch an der Unterseite finden sich ein Ventilator und mehrere Belüftungsöffnungen - auf einer weichen Unterlage sollte man das Notebook keinesfalls aufstellen.

Grund für den Aufwand ist der Athlon XP-M-Prozessor, der zwar im Vergleich zu seinem Desktop-Bruder etwas Strom spart, aber nicht so viel wie etwa ein Pentium-M- oder Transmeta-Prozessor. Er wird durch 512 MByte DDR333-Hauptspeicher ergänzt.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Noch keine Bewertung vorhanden.

Videos

Rechenzentren: PUE-Wert von 1,2 dank eigenem Brunnen

Stromkosten sind für Betreiber von Rechenzentren eine immer größere Last. Besonders die zur Kühlung aufgewendete Energie fällt ins Gewicht. Die Münchener Firma IGN hat einen eleganten Ausweg gefunden. ZDNet stellt ...