Software für kleine Unternehmen: Microsoft Small Business Server 2003

Hersteller: Microsoft
Listenpreis: Standard-Edition 600 Dollar (fünf Lizenzen), Premium-Edition 1500 Dollar (fünf Lizenzen)
Fazit:

Für kleine Unternehmen, die eine sofort einsetzbare Lösung brauchen und bei Microsoft-Technologie bleiben wollen, führt kein Weg an SBS 2003 vorbei.

Pro
  • großer Funktionsumfang
  • enge Integration in Exchange und SharePoint-Portal-Services
  • Assistenten und Aufgabenlisten erleichtern Setup und laufende Wartung
  • attraktiver Preis
Contra
  • immer noch nicht für technische Laien benutzbar
  • kein serverseitiger Anti-Virus-Schutz oder Spam-Filter
  • eingeschränkte Firewall in der Standard Edition
GUT
7,8
von 10 Punkten
Ausstattung:
9 Punkte
Performance:
7 Punkte
Service und Support:
7 Punkte
Setup & Bedienung:
8 Punkte

Testbericht Windows Small Business Server 2003

Microsoft Small Business Server (SBS) 2003 ist der Versuch des Unternehmens, seine Server-Software für kleine Unternehmen ohne große IT-Abteilung sowohl attraktiv als auch zugänglich zu machen. ZDNet nimmt das Produkt unter die Lupe.

Die Zielsetzung von Small Business Server 2003 ist einfach: Kleinen Firmen mit maximal 75 Mitarbeitern soll dieselbe Technologie zur Verfügung gestellt werden wie großen Unternehmen, ohne dass dazu eine eigene IT-Abteilung nötig wäre. Im Verlauf der Tests erwies sich SBS 2003 jedoch als für technische Laien nicht ganz so einfach zu bedienen, doch die Schwierigkeiten sind keineswegs unüberwindbar. Jeder, der über grundlegende Kenntnisse in Bezug auf Server verfügt, kann die Software innerhalb weniger Stunden zum Laufen bringen.

Setup und Benutzerfreundlichkeit

SBS kann separat oder vorinstalliert auf Servern von Anbietern wie Dell und HP erworben werden. Ein großes Poster führt durch den Setup-Prozess, der recht problemlos verläuft, wenn man weiß, wie die Internet-Verbindung und das Netzwerk konfiguriert sind. Man sollte das Poster dennoch in jedem Fall sorgfältig lesen. Am schnellsten erleidet man bei einer SBS-Installation Schiffbruch, wenn man das Netzwerk vorher nicht ordnungsgemäß konfiguriert hat.

Der eigentliche Setup-Prozess erfolgt Schritt für Schritt. Der Assistent kümmert sich um alles, von der Einrichtung des Internetzugangs über das Hinzufügen von Benutzern und Computern für den Fernzugriff, das Einbinden eines Netzwerk-Druckers bis hin zum Festlegen regelmäßiger Server-Backups. Dieselben Assistenten werden verwendet, wenn man Benutzer hinzufügen oder Änderungen vornehmen muss, was entweder über die Aufgabenliste oder über die standardmäßige Server Management Console geschieht, die auch Zugriff auf die erweiterten Verwaltungsfunktionen bietet.

Die meisten der gängigen Wartungsaufgaben können von einem einigermaßen versierten Benutzer erledigt werden. Um dem Netzwerk zum Beispiel einen neuen PC oder ein Notebook hinzuzufügen, füllt man einfach einen webbasierten Assistenten aus, der einen durch die einzelnen Schritte leitet. Wenn externe Hilfe benötigt wird, ist auch das kein Problem: Funktionen für den Fernzugriff auf Server (und Desktops) werden standardmäßig installiert.

Doch sobald es um etwas fortgeschrittenere Verwaltungsaufgaben geht, lassen die Assistenten den Benutzer im Stich. Wenn man etwa für mehrere Domänen E-Mails empfangen oder Webserver hosten möchte, ist man auf sich allein gestellt. Und falls einmal etwas wirklich schief geht, braucht man schon jemanden, der sich mit Servern auskennt, um das Problem zu lösen. Allerdings sind dies keine alltäglichen Vorgänge und dasselbe trifft auch auf jede andere Server-Software zu.

In Bezug auf die Benutzerfreundlichkeit kann nur das sehr einfach installier- und bedienbare Mac OS X Server von Apple mit SBS mithalten. Linux kann dagegen selbst ausgefuchsten Technikern Kopfschmerzen bereiten, weshalb es für kleine Unternehmen nicht zu empfehlen ist, solange sie nicht über umfangreiche Erfahrungen mit dem Open-Source-Betriebssystem verfügen.

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