Moderne PCs sind sehr leistungsfähig. Doch die Performance hat ihren Preis in Form eines erhöhten Strombedarfs. ZDNet zeigt, welche Komponenten zu den größten Verbrauchern im PC zählen.
Strom wird immer teurer. Bis zum Jahr 2010 rechnen Fachleute mit einer Verteuerung von mindestens 10 Prozent. Noch werden nicht alle Einspar-Potentiale ausgeschöpft. Kontinuerlich warnen die Umweltverbände vor dem Standby-Betrieb leistungshungriger Geräte. Nach jüngsten Schätzungen ließe sich allein in Deutschland durch die Nichtverwendung des Standby-Betriebs ein Atomkraftwerk einsparen.
Der Anteil des Computers am Stromverbrauch steigt. Immer leistungsfähigere Komponenten wie Prozessor und Grafikchip benötigen immer mehr Strom. Nicht benötigte Leistung wird in Form von Wärme abgeführt. Allein deswegen plant Intel zusammen mit der Industrie für dieses Jahr die Einführung eines neuen Gehäusestandards, der eine bessere Wärmeableitung bieten soll.
Doch nicht nur Prozessor und Grafikkarte verbrauchen jede Menge Strom. Auch andere Bauteile tragen einen großen Anteil am Gesamtverbrauch eines PCs. Durch die Auswahl energiesparender Komponenten lässt sich viel Strom und damit auch Geld sparen. Im folgenden werden die einzelnen Stromfresser im PC näher beleuchtet.
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| Die neueste Variante von AMDs Athlon 64 (CG-Stepping) verbraucht noch weniger Strom. |
Als besonders stromhungrig erweist sich dabei der von Intel Anfang Februar vorgestellte neue Pentium 4. Der Prescott, so der Codename, benötigt beim Nichtstun schon ungefähr 34 Watt der immer teurer werdenden Energie mehr als sein Vorgänger (Northwood). Bei voller Belastung verbraucht der Chip sogar 50 Watt mehr Leistung. Intel arbeitet derzeit mit Hochdruck an einer neuen Version des gerade vorgestellten Chip, der weniger Strom verbrauchen soll.
Wie das geht, zeigt derzeit AMD mit dem Athlon 64. Der AMD-Chip benötigt deutlich weniger Strom als der Prescott. Je nach Mainboard ist die Leistungsaufnahme des Athlon 64 3400+ im Leerlauf bis zu 44 Watt niedriger. Unter Volllast beträgt der Unterschied sogar bis zu 70 Watt. Mit einer neuen Variante (CG-Stepping) hat AMD die Leistungsaufnahme nochmals um 7 Watt reduziert. Somit beträgt der Abstand zum Prescott im Leerlauf-Betrieb jetzt bis zu 57 Watt. Bei einem PC, der nicht ausgeschaltet wird, was bei Unternehmens-Computern häufiger der Fall ist, da diese ständig aktualisiert werden, oder etwa bei Tauschbörsen-Anwender, lassen sich zwischen 60 und 80 Euro pro Jahr an Stromkosten sparen.
Für den Aufbau eines besonders Energie sparenden PCs ist der Athlon 64 (CG-Stepping) derzeit am besten geeignet. Ähnlich empfehlenswert ist der ältere Pentium 4 (Northwood). Zwar bietet der Chip kein so ausgefeiltes Power-Management wie der Athlon 64. Die integrierten Stromspar-Mechanismen funktionieren aber fast genauso gut. Allerdings hat der AMD-Chip noch einige Reserven. Nicht alle Stromspar-Modi (C1:Halt/C2/3:Stop Grant) sind derzeit in den Mainboards integriert. Diese sollten in Zukunft aber durch ein Bios-Update realisierbar sein. Ein besonders Strom sparender PC ist mit dem neuesten Intel-Prozessor mit Prescott-Kern kaum realisierbar. Erst wenn Intel entsprechende Verbesserungen bei der Herstellung des neuen Pentium 4 realisiert hat, ist der Chip für diesen Zweck womöglich auch geeignet.
Leistungsaufnahme Mainboards
Der Stromverbrauch von Mainboards unterscheidet sich ebenfalls. Bei gleicher Ausstattung benötigt das Asus P4C800 bis zu 17 Watt mehr Leistung als das Intel-Board. Auch bei Athlon-64-Boards zeigen sich Unterschiede bei der Leistungsaufnahme. Das D1607 von Fujitsu Siemens Computers (FSC) ist etwa 7 Watt sparsamer als das Asus-Board.
Siehe auch:
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Die für diesen Test verwendete ATI Radeon 9800 Pro 256 Mbyte sorgt für einen bis zu 56 Watt höheren Stromverbrauch.
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Auch das verwendete Netzteil beeinflusst die Leistungsaufnahme. Je stärker das Netzteil, desto höher ist der Verbrauch. Im Unterschied zu dem 250-Watt-Netzteil von Asetec benötigt das gleiche System mit einem 380-Watt-Netzteil von Antec bis zu 18 Watt mehr Leistung. Auffällig ist auch, dass sich im Standby-Betrieb die Leistungsaufnahme von 2,4 Watt auf 4,6 Watt fast verdoppelt.
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Im Leerlaufbetrieb beträgt der Unterschied zwischen einer Raden 7000 und der Radeon 9800 Pro fast 50 Watt. Unter Vollast steigt die Differenz auf 70 Watt. Das PC-System mit Geforce FX 5800 Ultra (ohne Monitor) zeigt unter Vollast mit 209 Watt den höchsten Verbrauch. Der PC mit Radeon 9800 XT liegt mit 205 Watt knapp dahinter. Relativ genügsam ist ein PC mit Radeon 9600 XT, der mit 149 Watt gut 25 Prozent weniger Strom verbraucht als die Konfiguration mit der Highend-Karte.
Interessant sind auch die Werte für Nvidias Geforce FX 5900. Die mit einer aufwändigen Kühlung ausgestattete Grafikkarte hat eine geringere Leistungsaufnahme als vergleichbare Highend-Produkte von ATI. Die ATI-Chips kommen mit einer kleineren Kühllösung aus, da diese auch bei relativ hohen Temperaturen noch funktionieren. Nvidia-Chips sind diesbezüglich etwas empfindlicher. Trotz einer niedrigeren Leistungsaufnahme als die ATI-GPUs benötigen sie daher eine bessere Kühlung.
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Mit der Beta-Version von Windows XP 64 (Build 1069) ist die Leistungsaufnahme des Athlon 64 37 Watt größer als mit der 32-bit-Version des Windows-Betriebssystems. Dies liegt jedoch nicht daran, dass im 64-Bit-Modus mehr Strom verbraucht wird. Viel mehr ist eine noch nicht auf den Athlon 64 optimierte Betriebssystemkomponente (Harware Abstraction Layer) für den erhöhten Strombedarf im Leerlauf verantwortlich. Zukünftige Versionen des 64-Bit-Betriebssystems sollten das Problem beheben.
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Die Verwendung eines TFT-Bildschirms spart im Vergleich zu einem herkömmlichen Röhrenmonitor deutlich Strom. Im Vergleich zu einem PC-System mit einem 21-Zoll-CRT (Elsa Ecomo 21H97) benötigt das gleiche System mit einem 20-Zoll-TFT (Eizo L885) knapp 70 Watt weniger Strom. Wenn es ums Stromsparen geht, sollte man also als aller erstes den Einsatz eines TFTs in Erwägung ziehen.
Statt eines PCs kann unter Umständen auch ein Notebook ausreichen. Der Vorteil: Ein Notebook ist um etwa 90 Watt sparsamer als ein vergleichbar ausgestattes PC-System mit TFT. Mit CRT verbraucht der PC bei maximaler CPU-Auslastung fast 160 Watt mehr Strom.
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Noch mehr Strom als Prozessoren benötigen herkömmliche Röhrenmonitore (CRT). Der Austausch durch ein TFT sollte an erster Stelle stehen, wenn es ums Energiesparen geht. Wer nicht unbedingt auch höchste Grafikperformance Wert legt, sollte auf die Verwendung einer passiv gekühlten Grafikkarte achten. In der Regel verbrauchen jene Modelle bis zu 60 Watt weniger Strom als ein Highend-Board. Gute 3D-Performance gepaart mit einer relativ niedrigen Leistungsaufnahme bietet die Radeon 9600 XT.
Wer in puncto Stromsparen das Optimum will, sollte sich ein Notebook anschaffen. Im Vergleich zu einem Highend-PC kann man bis zu 240 Euro pro Jahr an Stromkosten sparen. Die unten stehende Tabelle zeigt noch einmal exemplarisch welche Einsparpotentiale vorhanden sind. Wie die Tabelle zeigt, ist der Blick auf die Leistungsaufnahme des PCs oder einzelner Komponenten durchaus lohnenswert. Und ein gutes ökologisches Gewissen schadet sicher auch nicht beim PC-Kauf.
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