ZDNet: Open Source-Produkte wie Linux oder auch Datenbanken sind technische IT-Komponenten, keine Lösungen aus der Sicht von Managern. Analysten aber prophezeien, dass Anwender künftig Lösungen einfordern werden und zwar in Form standardisierter Prozesse. Wie ordnen Sie MySQL AB mit seinem Geschäftsmodell in dieses Szenario ein?
Mickos: Wir verkaufen Software und den damit zu erzielenden Nutzen. Heute benötigen auch Anwenderunternehmen unser Produkt, künftig bilden nahezu ausschließlich unabhängige Softwarehersteller (ISVs) unseren Absatzmarkt.
ZDNet: Damit verengt sich das Geschäftsfeld.
Mickos: Nein. Der Markt dehnt sich aus. Denn wir tragen dazu bei, dass die Preise sinken. Damit können sich mehr Softwarehäuser eine Datenbank leisten, das Produktspektrum erweitert sich, die Nachfrage steigt. Die optimale Größe von MySQL AB jedenfalls liegt noch weit über der von heute.
