Umziehen ohne Kistenschleppen: Tools wie Transfer My PC/Intellimover machen die Migration auf einen neuen PC mitsamt Daten, Einstellungen und Optionen leichter. ZDNet zeigt, wie man die Umzugshelfer-Software optimal einsetzt.
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| Zum Lieferumfang von Intellimover gehören Übertragungskabel für USB und Parallelport. |
Wahrscheinlich ist bereits aufgefallen, dass auf der Liste der potenziellen Transferkandidaten das Wort "Programme" fehlt. Das liegt daran, dass Intellimover keine Anwendungen kopiert, was jedoch nicht unbedingt von Nachteil ist, da viele Programme ihre eigenen speziellen Treiber oder Bibliotheken für eine bestimmte Windowsversion mitbringen. Außerdem können EXE- und DLL-Dateien als Brutstätten für versteckte Viren dienen, die Schaden anrichten können, wenn man sie auf den neuen Rechner überträgt. Und schließlich war der Wunsch nach einer unberührten Computerumgebung ja einer der Gründe für den Neukauf.
Man muss also die benötigten Programm-CDs bereithalten, aber ansonsten reicht es, die folgenden Schritte auszuführen, damit alles an seinen neuen Platz gelangt.
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| Um Dateien über Ethernet zu übertragen, müssen beide PCs mit einer Netzwerkkarte ausgestattet sein und man braucht ein passendes Crossover-Kabel. Falls man ohnehin schon ein Netzwerk nutzt, tut es das natürlich auch. |
Die wichtigste Entscheidung bei der Vorbereitung des Dateitransfers besteht darin, wie man den alten mit dem neuen Computer verbindet. Die drei gängigsten Verbindungsmöglichkeiten sind: Parallel-Anschluss, USB und TCP/IP (Netzwerk). Intellimover wird mit Parallel- und USB-Kabeln geliefert. Falls der alte Rechner nicht über einen USB-Anschluss verfügt oder mit einem älteren Betriebssystem als Windows 98 läuft, scheidet die Übertragung per USB aus. Die Verbindung über Parallelkabel ist zwar eine Möglichkeit, aber äußerst langsam. Die Übertragung von Dateien über eine Netzwerkverbindung ist die schnellste Option, sofern beide PCs über eine installierte Netzwerkkarte verfügen. Wenn nicht, kann man PCI-Netzwerkkarten preiswert erwerben (schon für etwa 10 Euro) und einfach installieren. Falls man noch kein Netzwerk betreibt, braucht man zusätzlich ein so genanntes Crossover-Kabel (circa 10 Dollar). Ansonsten reicht ein Standard-Netzwerkkabel aus. Man sollte die Kabel allerdings erst dann an die Rechner anschließen, wenn der Assistent von Intellimover hierzu auffordert.
Tipp: Wer seine Dateien lieber per USB übertragen möchte, sollte daran denken, dass der alte Computer möglicherweise nur USB 1.0 oder 1.1 unterstützt, welches nicht viel schneller als eine Parallel-Verbindung ist. Hier bestünde die Möglichkeit, den USB-Anschluss durch Installieren einer preiswerten USB 2.0 PCI-Karte aufzurüsten (circa 15 Euro).
Es empfiehlt sich außerdem, eine Defragmentierung durchzuführen. Wenn man damit fertig ist, sollte man alles schließen – alle Anwendungen, Antivirus-Programme und alles, was in der Taskleiste ausgeführt wird. Außerdem sollte man alle Energieoptionen und Screensaver deaktivieren sowie gegebenenfalls die Personal Firewall oder sonstige Software für Internetsicherheit. Dieselben Schritte sollte man zu gegebener Zeit auf dem neuen Rechner ausführen, denn dadurch wird der Transferprozess beschleunigt.
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| Es empfiehlt sich, den alten PC zu entrümpeln und eine Defragmentierung durchzuführen, bevor man mit der Dateiübertragung beginnt. |
Als Erstes sollte man seine alten Programm-CDs hervorkramen (oder die neuen auspacken, falls man aktuelle Versionen gekauft hat), und zwar für alle Programme des alten Rechners, die auch auf dem neuen PC laufen sollen. Dann wird die Software von den CDs auf dem neuen System installiert. Dazu gehört auch der Internet-Browser. Falls man auf seinem alten Computer Netscape verwendet hat, wird Intellimover die individuellen Einstellungen zwar nicht von Netscape auf den Internet Explorer übertragen, wohl aber alles (wie die Einstellungen für E-Mail oder die Startseite) von einer alten Netscape-Version auf eine neue.
Ein Hinweis für Benutzer von Netscape: Intellimover kann keine Netscape 7.x-Dateien übertragen. Die Lösung besteht darin, die E-Mails mit Outlook Express in den Internet Explorer zu importieren, dann Intellimover die Dateien übertragen zu lassen, um sie schließlich auf dem neuen Computer in Netscape zu importieren. Trotz der einfachen Bedienung führt Intellimover komplexe Funktionen durch, wobei man an einigen Stellen genau wissen muss, welche Entscheidung zu treffen ist. Man sollte also unbedingt das Handbuch lesen.
Intellimover macht einem diese Aufgabe allerdings nicht leicht. Mitgeliefert wird nur eine kurze Anleitung, die lediglich die reine Bedienung der Software beschreibt, während das vollständige 48-seitige Handbuch zusammen mit der Software selbst auf dem Computer installiert wird.
Leider will das Programm sofort nach Abschluss der Installation mit der Arbeit beginnen. Um an das Handbuch zu gelangen, muss man erst auf "Abbrechen“ klicken und im Startmenü von Intellimover die entsprechende Option wählen.
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| Die genaue Lektüre des Handbuchs lohnt sich. |
Tipp: Das Handbuch von Intellimover liegt als PDF-Datei vor. Den kostenlosen Adobe Reader erhält man auf der Website von Adobe.
Man muss einige Fragen zur benutzten Verbindung beantworten (Parallel, USB oder TCP/IP) und angeben, ob an jeden Computer ein eigener Monitor angeschlossen ist oder ein Monitor von beiden Rechnern gemeinsam genutzt wird. Sobald dies erledigt ist, beginnt Intellimover mit der Analyse der Systeminhalte.
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| Wenn man Intellimover auf dem alten PC startet, wird man zur Beantwortung einiger Fragen aufgefordert, etwa ob jeder Rechner seinen eigenen Monitor hat. |
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| Intellimover durchsucht den Computer nach Datendateien sowie nach System- und Programm-Einstellungen des Betriebssystems für benutzte Anwendungen. Der Vorgang läuft vollständig automatisch ab. |
Tipp: Falls beide Computer sich einen Monitor teilen, sollte man daran denken, diesen auszuschalten, bevor man das Anschlusskabel vom alten Computer entfernt, und ihn erst wieder anzuschalten, wenn er an den neuen PC angeschlossen ist.
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| Intellimover geht davon aus, dass man alle individuellen Einstellungen vom alten Computer übertragen möchte. Falls man bestimmte Optionen nicht benötigt, kann man deren Markierung aufheben. |
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| Die Übertragung großer komprimierter Dateien kann etwas dauern, ebenso die Übertragung von Dateien zwischen FAT32- und NTFS-formatierten Laufwerken. |
Falls Intellimover die Übertragung von Dateien und Software-Einstellungen des alten Rechners empfiehlt, die man auf dem neuen Computer nicht mehr nutzen möchte, sollte man diese Optionen unbedingt deaktivieren, um Zeit bei der Übertragung zu sparen.
Die Zeit für die Übertragung hängt von der Anzahl der Dateien und der Art der Verbindung ab, wobei die von Intellimover geschätzte Dauer ziemlich genau zutrifft. Im Test wurden 26 GByte Daten, vor allem JPEGs und MP3s, in etwas weniger als drei Stunden übertragen. Nach Beendigung der Übertragung kann man einen Blick in die Logdatei werfen oder das Programm einfach schließen und loslegen. Vom Bildschirmhintergrund bis zu den Standardverzeichnissen der gängigsten Programme müsste nun alles genau so aussehen und funktionieren wie auf dem alten Computer, nur schneller.
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| Obwohl nach der benutzten Verbindungsart gefragt wird, sollte man die Verbindung erst herstellen, wenn man dazu aufgefordert wird (außer bei einem LAN). |
Tipp: Falls man denselben Monitor für beide Rechner benutzt, muss man diesen nicht noch einmal an den alten Computer anschließen, um Intellimover zu schließen. Dies erfolgt auf dem Ursprungsrechner automatisch, sobald die Übertragung abgeschlossen ist.
Keine dieser Möglichkeiten erlaubt die Übernahme von Einstellungen. Die Verwendung des entsprechenden Assistenten in Windows XP hilft zwar, doch hat dieser seine Grenzen und ist etwas kompliziert zu benutzen.
Zu den eleganteren Lösungen zählt Alohabob PC Relocator Ultra Control von Eisenworld[2] (69,95 Dollar). In mancher Hinsicht erfordert PC Relocator etwas mehr manuelles Eingreifen als Intellimover, dafür ist die Software an anderer Stelle flexibler. Nach Angaben des Herstellers sind in der jüngsten Version diverse neue Funktionen hinzugekommen, darunter eine verbesserte Benutzeroberfläche, ein genauerer Auswahlprozess, höhere Übertragungsraten sowie erweiterte Verbindungsmöglichkeiten. Das Produkt enthält auch Funktionen für Disaster Recovery und wird mit einem USB-Kabel geliefert.
Infos zum Dateitransfer
Zum Transfer von Dateien und Einstellungen gibt es eine Reihe theoretischer wie praktischer Erwägungen. Mehr darüber findet man in Migration Learning Center [3]von Detto Technologies. Wer lieber den entsprechenden Assistenten in Windows XP verwenden möchte, findet dazu einen englischsprachigen Überblick[4] in Tech Republic. (Tech Republic gehört wie ZDNet zu CNET Networks.) Auch auf der Website von Microsoft findet sich eine Anleitung [5]hierzu.
Wer trotzdem lieber per Disk-Medium umziehen möchte, sollte sich einmal die One Touch[6]-Reihe tragbarer Festplatten [7]von Maxtor anschauen. Der Vorgang gestaltet sich wesentlich einfacher, wenn man mit mehreren Gigabyte an Festplattenplatz arbeiten kann, und wenn man fertig ist, besitzt man gleichzeitig ein hervorragendes Backup-Laufwerk.
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