Nach der Standardinstallation ist Windows XP Hacker- und Virenangriffen schutzlos ausgeliefert. ZDNet zeigt, wie Sie Windows sicher machen und wie Sie dank zusätzlicher Programme effizienter mit dem Microsoft-Betriebssystem arbeiten.
Nicht nur dass Windows XP zahlreiche Tools fehlen, auch die Standardeinstellungen sind für die meisten Anwender alles andere als optimal. Das größte Manko an einer frischen XP-Installation ist allerdings dessen fehlender Schutz vor Angriffen aus dem Internet.
Auch in puncto Performance ist XP nicht problemfrei. Vor allem Anwender, die häufiger Tauschbörsen besuchen, werden nach einiger Zeit feststellen, dass der Zugriff auf Dateien immer langsamer wird. Grund hierfür sind die vielen Dateioperationen der Tauschbörsen-Programme, die bereits nach kurzer Zeit für Unordnung auf der Festplatte sorgen. Daher ist ein automatisches Defragmentierungsprogramm, welches den Datenbestand auf der Festplatte für den schnellen Zugriff optimiert, wünschenswert.
Viele Anwender werden zudem festgestellt haben, dass das Cache-Management von Windows XP nicht besonders gut ist. Wer beispielsweise seinen Rechner tagelang im Einsatz hat, merkt sehr schnell, dass das ganze System schwerfällig geworden ist. Programme wie Clever Cache von OO-Software können die Systemleistung deutlich verbessern. Im folgenden werden Tipps und Tricks zur professionellen Installation von Windows XP gegeben, wie auch Programme empfohlen, die für den täglichen Einsatz von großem Nutzen sind. Die Installation des Betriebssystems sollte auf einer eigenen Partition erfolgen. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn man später mit Programmen wie Drive Image die Systempartition sichern will, sodass man bei einem eventuell fehlerhaften Treiber, der sich nicht mehr deinstallieren lässt, im Handumdrehen sein System wieder reaktivieren kann.
Die Größe der Systempartition sollte zwischen vier und sechs Gigabyte liegen. Weniger ist nachteilig, weil viele Programme, auch wenn diese auf einer anderen Partition installiert werden, ihre Spuren auf der Systempartition hinterlassen. So wird beispielsweise der Order Dokumente und Einstellungen mit der Zeit immer größer. Die Systempartition sollte allerdings auch nicht größer als 6 GByte sein, da sonst zu viel Platz für die Image-Datei verloren geht.
Java fehlt
Wer etwa seine Bankgeschäfte online abwickelt, ist in vielen Fällen auf die Java Virtual Machine angewiesen, da viele Konto-Software in Java geschrieben ist. Microsoft bietet die Software nach Lizenzstreitigkeiten mit Sun nicht mehr an.
Unter Java.com[1] findet sich die von Sun angebotene Java Virtual Machine für Windows.
Ebenso wie man Java vermisst, wird man auch den Acrobat Reader vergeblich suchen. Die aktuelle Version 6.0 ist allerdings sehr langsam beim Programmstart. Wesentlich schneller ist die Vorgänger-Variante 5.1, die ebenfalls noch angeboten wird.
Viele Websites präsentieren sich mit Shockwave- oder Flash-Animationen. Wer dieses Angebot in höchster Qualität genießen will, benötigt hierzu die entsprechende Player von Macromedia[4]. Leider bietet Macromedia die Player nicht als Standalone-Download an. Wer also die Player auf mehreren Rechnern installieren will, muss sie für jede Installation einzeln herunterladen. Nach längerem Suchen im Internet hat ZDNet folgende Quelle für den Standalone-Download gefunden:
Hierzu gehören als erstes etwa der MSN-Explorer oder der Microsoft Messenger, der so manches Sicherheitsloch enthält. Leider lassen sich diese Programme und auch andere Anwendungen standardmäßig nicht deinstallieren. Öffnet man beispielsweise in der Systemsteuerung den dafür vorgesehenen Programmpunkt Software – Windows-Komponenten - hinzufügen / entfernen, wird man auf der Suche nach diesen Programmen zunächst nicht fündig. Erst wenn die Datei sysoc.inf im Verzeichnis Windows\inf von den Einträgen "hide" befreit ist, lassen sich viele Programme deinstallieren. In Frage für eine Deinstallation kommen beispielsweise der Windows Messenger und der MSN Explorer. Wer ein alternatives E-Mail-Programm verwendet, kann auch gleich Outlook Express entsorgen. Auch der Windows Mediaplayer kann deinstalliert werden, wenn man etwa den Realplayer oder Winamp installiert hat.Die meisten Anwender verwenden zum Surfen im Internet den Internet Explorer von Microsoft. Gegenüber anderen Browsern bietet der Internet Explorer viele Vorteile. Wesentlich höhere Performance als die Konkurrenz und eine bessere Kompatibilität zeichnen den Microsoft-Browser aus.
Allerdings hat der Internet Explorer auch einige gravierende Nachteile. Beispielsweise verfügt der Browser nicht über einen Popup-Filter, was das Surfen im Internet zur Plage werden lässt, da die Popup-Werbung zunimmt. Erst die nächste Version des MS-Browser soll dieses Feature unterstützen.
Ebenso wenig beherrscht der Internet Explorer das so genannte Tabbed-Browsing, das die Nutzer von Mozilla längst kennen. Darunter verbirgt sich die Fähigkeit des Browser, eine neue Site nicht in einem neuen Browser-Fenster zu öffnen, sondern innerhalb des Browser anzuzeigen. Die Navigation der verschiedenen Seiten erfolgt dann über Tabs.
![]() |
| Mit dem Crazy Browser wird der Internet Explorer zu einem leistungsfähigen Tool. |
Wer auf die Geschwindigkeit und Kompatibilität des Internet Explorers nicht verzichten will und trotzdem in den Genuss eines Popup-Killers und des Tabbed-Browsing kommen will, braucht nicht auf die nächste Version des Internet Explorers zu warten. Mit dem Addon Crazy Browser[6] wird der Internet Explorer um eben dieses Funktionen erweitert. Das Leistungsspektrum des mit 700 KByte recht kleinen Tools ist allerdings noch viel größer. ZDNet hat die Funktionen des Crazy Browser im Artikel Internet Explorer 10.0[6] näher erläutert.
Outlook-Ersatz
Das Email-Programm Outlook Express ist unter Windows vorinstalliert und wird daher häufig genutzt. Leider bietet der MS-Client keinerlei Schutz vor unerwünschten Werbe-Mails (Spam). Daher installieren viele Anwender alternative E-Mail-Clients.
ZDNet hat eine ganze Reihe alternativer Email-Clients in dem Download-Special Praktische Alternativen zu MS Outlook[8] zusammengefasst. Besonders empfehlenswert sind die Freeware-Programme Incredimail XE – die neueste Version bietet einen Spamfilter - und Pegasus Mail 4.12a.
Ersatz für Media Player
Viele Anwender ersetzen auch den Media Player von Windows. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen spielen Sicherheitsaspekte eine Rolle, zum anderen spielt der Media Player längst nicht alle Dateien ab. Beispielsweise sind viele Realmedia-Dateien mit dem Microsoft-Programm nicht abspielbar. Ebenso verwenden die meisten Anwender zum Abspielen von MP3-Dateien lieber den Winamp-Player. Auch bei Quicktime-Movies streikt der Media-Player in vielen Fällen.
Download-Links:
Das automatische Herunterfahren von Windows, verursacht durch den Blaster-Wurm, dürfte viele Anwender für Anti-Viren-Software und Firewalls sensibilisiert haben. In Windows XP ist eine Firewall enthalten, die allerdings deaktiviert ist. Erst mit dem Servce Pack 2 will Microsoft den Anti-Hackerschutz standardmäßig installieren. Anti-Viren-Software gehört hingegen nicht zum Lieferumfang für Windows.
Kurz nach dem Blaster-Angriff erklärt Microsoft den Windows-Nutzern, wie man die Firewall in Windows XP aktiviert.
Für den Schutz eines XP-PCs empfielt Microsoft zudem die automatische Update-Funktion in Windows zu nutzen. Zusätzlich sollte noch eine Antiviren-Software installiert werden. Neben kostenpflichtigen Angeboten vieler Anbieter, gibt es mit Antivir Personal Edition[15] auch einen kostenlosen Virenschutz.
So genannte Spyware, die nicht von Virenschutz-Programmen erfasst werden, spürt Lavasofts Adaware 6.0[16] auf. Die Standard-Version ist für den privaten Gebrauch kostenlos. Nach dem ersten System-Scan hat sich schon mancher Anwender gewundert, wie viel Spyware-Einträge in der Windows-Systemdatenbank enthalten waren.
Die deutsche Software-Schmiede OO Software bietet mit Defrag V6 ein Programm, welches die Festplatte automatisch defragmentiert. Die neue Version 6 ist zudem deutlich schneller als die Vorgängerversion. Eine Trial-Version ist kostenlos erhältlich und funktioniert 30 Tage. Die Vollversion kostet 49 Euro.
Ebenfalls von OO Software stammt das Tuning-Tool Clever Cache V4, das das Speichermanagement von Windows XP verbessert. Vor allem Nutzer von Tauschbörsen, die den Rechner rund um die Uhr im Einsatz haben, stellen fest, dass Windows nach einigen Stunden nur noch schlecht reagiert. Clever Cache V4 wirkt dem mit einer Begrenzung des Datei-Caches entgegen. Somit steht Applikationen mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung. Mit Clever Cache V4 bleibt Windows XP selbst nach einer tagelangen Edonkey-Session noch reaktionsschnell.
Mit ein paar Änderungen der Ordneransicht lässt es sich wesentlich produktiver arbeiten als in der von Microsoft empfohlenen Konfiguration. Profis stellen folgende Optionen für die Ansicht von Ordner ein.
Danach im Menü Extras - Ordneroptionen - Ansicht folgende Einstellungen wählen:
- Ansichtoptionen für jeden Ordner speichern: deaktivieren
- Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden: deaktivieren
- Geschützte Systemdateien ausblenden: deaktivieren
- Inhalte von Systemordnern anzeigen: aktivieren
- Alle Dateien und Ordner anzeigen: aktivieren
- Vollständigen Pfad in Adressleiste anzeigen: aktivieren
- Vollständigen Pfad in Titelleiste anzeigen: aktivieren

Dadurch lässt sich das Microsoft-Betriebssystem deutlich besser bedienen. Zusätzliche Tools erweitern den Funktionsumfang und erhöhen die Produktivität. Für Sicherheit sorgt die Aktivierung der Internet-Verbindungs-Firewall, die Installation eines Antiviren-Programms sowie Lavasofts Adaware.
Nützliche Addons:
Ersatz für Mediaplayer und Outlook:
Sicherheit:
Profi-Tools:
URLs in diesem Artikel:
[1] = http:/
[2] = http:/
[3] = http:/
[4] = http:/
[5] = http:/
[6] = http:/
[7] = http:/
[8] = http:/
[9] = http:/
[10] = http:/
[11] = http:/
[12] = http:/
[13] = http:/
[14] = http:/
[15] = http:/
[16] = http:/
[17] = http:/
