20- und 21-Zoll-TFT-Displays sind bereits ab 1000 Euro erhältlich. ZDNet hat acht Geräte aus der Highend-Klasse auf Office-, Spiele- und Video-Tauglichkeit überprüft.
Wer jemals das Vergnügen hatte, mit einem TFT-Bildschrim zu arbeiten, dürfte kaum wieder zurück an einen herkömmlichen Röhrenmonitor wollen.
Zu eindeutig sind die Vorteile, die das LCD-Display bietet: Ein nahezu flimmerfreies und gestochen scharfes Bild. Zudem ist der Anwender bei TFT-Bildschirmen einer deutlich niedrigeren Strahlung als bei Röhrenmonitoren ausgesetzt. Der Strombedarf ist ebenfalls niedriger. Auch in punkto Platzbedarf bieten die flachen Displays enorme Vorteile.
Allerdings gibt es trotz der überwiegenden Vorteile der TFTs auch Nachteile, die im Ernstfall vom Kauf eines TFTs sogar abhalten. Als aller erstes ist hier die im Verhältnis zum Röhrenmonitor deutlich reduzierte Reaktionszeit zu nennen. Auch wenn gängige 19 Zöller über eine deutliche verbesserte Verzögerung verfügen. An einen Röhrenmonitor kommen die TFTs diesbezüglich nicht heran. Die Folge der langsamen Reaktionszeit ist in Form von Schlieren bei schnell bewegten Objekten zu sehen. Dies tritt vor allem bei schnellen 3D-Spielen sowie bei actionreichen Filmen auf. Im herkömmlichen Büro-Einsatz spielt dieser Nachteil eine nur untergeordnete Rolle. Während die von ZDNet getesteten acht Geräte aus der 20- und 21-Zoll-Klasse sich bei Kontrast, Bildschärfe und Blickwinkel sich nicht viel nehmen, gibt es bei der Spiele-Performance und bei der Farbtreue große Unterschiede.
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Feste Auflösung
Anders als Röhrenmonitore bieten TFTs lediglich eine Auflösung. Bei den 20- und 21-Zöllern beträgt diese 1600 x 1200 Bildpunkte.
Normale Grafikkarten haben zwar kein Problem diese Auflösung darzustellen. Allerdings liefert der VGA-Ausgang bei den meisten Boards ein schlechtes Signal, dass die Vorteile der TFTs zunichte macht: Statt einer gestochen scharfen Darstellung verschwimmt das Bild regelrecht. Zusätzlich stört häufig ein quer über den Bildschirm von unten nach oben verlaufender Störstreifen. Bei TFTs mit niedrigerer Auflösung tritt dieser Effekt wenig bis gar nicht auf, da die Grafikkarten bis zu einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten in der Regel ein gutes VGA-Signal liefern. Einzige Ausnahme: Matrox-Grafikkarten bieten auch noch bei einer Auflösung von 1600 x 1200 eine sehr gute Signalqualität. Generell gilt jedoch: TFT-Monitore mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten oder höher sollten über die DVI-Schnittstelle angesteuert werden. Damit spart man sich auch die Einstellung der Bildlage und anderer Bildparameter, da diese über das DVI-Signal eingestellt werden. Mit dem Anschluss an den VGA-Port der Grafikkarte wird der Anwender keine Freude an einem so hochwertigen Display haben. Für die Ansteuerung von zwei TFT-Displays mit einer Grafikkarte sollten zwei DVI-Anschlüsse auf dem Board zur Verfügung stehen.
Spiele-Performance
Bezüglich der Spieleperformance ist zu beachten, dass aufgrund der fest vorgegebenen Auflösung von 1600 x 1200 Bildpunkten die Grafikkarte in dieser Auflösung noch genügend Leistung bietet. Vor allem wenn zur Steigerung der Qualität Kantenglättung (Antialiasing) und anisotrope Filterverfahren aktiviert werden, stoßen selbst moderne Grafikkarten an ihre Grenzen. Wird im Spiel eine andere Auflösung eingestellt, wird das Bild zwar auf die entsprechende Auflösung skaliert. Eine optimale Bildqualität ist dann aber nicht mehr gegeben. Die vertikale Synchronisation zur Bildwiederholrate des Monitors sollte in jedem Fall aktiviert werden (vsync=on). Andernfalls kann es zu Bildverzerrungen kommen.
TFT-Monitore mit S-IPS-Panel haben derzeit im Vergleich zu TFTs mit PVA-Panel in punkto Spieletauglichkeit deutliche Vorteile. Die hier im Test vertretenen S-IPS-Monitore von Eizo, Compaq/HP und NEC sind daher für Spiele besser geeignet, als die Monitore mit PVA-Panel. Einzige Ausnahme: Der Flatron 2010P von LG Electronics zeigt trotz eines S-IPS im Einsatz mit 3D-Spielen deutliche Schlieren.
Pixel-Flimmern bei ATI-Grafikkarten
In Kombination mit bestimmten TFT-Displays liefern ATI-Karten im Overlay-Modus (Wiedergabe von TV und bei Spielen) das in Fachkreisen als Pixelfeuerwerk[1] beschriebene Phänomen lässt sich an bunt aufleuchtenden Pixeln erkennen. ATI hat sich im ZDNet-Labor über die Problematik informiert und hofft durch ein Treiber-Update, das Problem beheben zu können. Im Test trat das Pixelflimmern mit unterschiedlichen ATI-Garafikkarten mit den Monitoren NEC 2080UX und HP/Compaq TFT2025 auf. Ein Wechsel des Mainboards ergab ebenfalls keine Besserung. Es scheint also nicht an den Herstellern von ATI-Grafikkarten zu liegen, sondern am Grafikchip respektive am Treiber.
Anders als Nvidia-Karten versorgt ATI den DVI-Ausgang nicht über einen externen TMDS-Transmitter (Nvidia: Silicon Image Sil164CT64) an, sondern hat eine entsprechende Logik im Grafikchip implementiert. Möglicherweise ist darin die Ursache des Pixelflimmerns begründet. Glücklicherweise lässt sich das Problem aber schon mit den aktuellen Treibern beheben: Im ATI-Control-Panel muss unter Smartgart die Option Fast Write deaktiviert werden und schon verschwindet das Aufleuchten von bunten Pixeln im Overlay-Modus. Bei der 2D-Darstellung tritt das Problem ohnehin nicht auf.

20/21-Zoll-TFT-Displays bieten eine fest vorgegeben Auflösung von 1600 x 1200 Bildpunkten. Der Benchmark-Chart zeigt die Performance von aktuellen Grafikboards. Bei hohen Auflösungen und aktivierter Kantenglättung sinkt die Performance dramatisch ab.
Während sich in punkto Kontrast, trotz unterschiedlicher Angaben der Hersteller, Helligkeit und Bildschärfe die Highend-Geräte kaum voneinander unterscheiden, sieht es bei der Darstellung von Bildern und der Wiedergabe von Videos oder Spielen völlig anders aus. Wie bei der Spieleperformance hinsichtlich der Schlierenbildung bieten die im Test vertretenen TFT-Monitore mit S-IPS-Panel im Vergleich zu den Modellen mit PVA-Technik wiederum Vorteile bei der Wiedergabe von Bildern und Videos.
Sämtliche Monitore wurden in der Werkseinstellung bei der vorgegebenen Standard-Auflösung von 1600 x 1200 getestet. Auf den Test der Highend-Geräte am Analog-Anschluss der Grafikkarte hat ZDNet aufgrund der verminderten Signalqualität des VGA-Signals verzichtet (siehe vorherigen Abschnitt). Man kann davon ausgehen, dass ein TFT-Monitor der 20/21-Zoll-Klasse von den Anwendern am digitalen DVI-Anschluss der Grafikkarte betrieben wird.
Zwar bieten die meisten Monitore noch zahlreiche Einstellmöglichkeiten, mit den sich die Darstellung für das jeweilige Bild optimieren lässt. Andererseits muss man diese je nach Motiv wieder anpassen, so dass dies in der Praxis - etwa bei einer Dia-Show - kaum von den Anwendern genutzt werden dürfte.
Die beste Darstellung bei diesem Test lieferten der Eizo L985EX, dicht gefolgt vom NEC 2080UX und dem HP/Compaq TFT2025. Damit liegen wiederum die Monitore mit S-IPS-Panel bis auf den LG Flatron 2010P, der ein zu helles Bild liefert, deutlich vor jenen mit PVA-Display. Von den PVA-Monitoren liefert der Viewsonic VP211b noch die besten Resultate. Der Iiyama AU5131DT zeigt einen deutlichen Rotstich, während der Samsung 213T etwas blaustichig wirkt. Dies mag an der voreingestellten Farbtemperatur von 9500K liegen. Diese lässt sich am Monitor nicht verändern. Lediglich per Software (Natural Colour) ist eine Anpassung möglich, die jedoch keine voreingestellten Temperaturen bietet, sondern lediglich über RGB-Regler verfügt. Der Fujitsu Siemens 5110FA kann bei der Bildqualität nicht ganz das Niveau der anderen Testteilnehmer erreichen. Wie alle TFT-Monitore in diesem Test bietet der 5110FA zwar ein gestochen scharfes Bild. In punkto Farbtreue handelt sich das Display allerdings ein leichtes Minus ein.
Zur Beurteilung der Farbdarstellung hat ZDNet zahlreiche Fotos herangezogen. Die größten Unterschiede bezüglich der Darstellung zeigten sich bei winterlichen Motiven:

Bei diesem Bild zeigen die Displays große Unterschiede hinsichtlich Kontrast, Helligkeit und Farbtreue. Download Originalgröße 1,1 MByte[2]

Der braune Fels sowie die der Schnee im Vordergrund wird von vielen TFTs zu blass und zu kontrastarm dargestellt. Download Originalgröße 1,3 MByte[3]

Bei sommerlichen Motiven zeigen sich hingegen weniger gravierende Unterschiede bei der Darstellung. Download Originalgröße 1,6 MByte[4]

Die Darstellung der bräunlichen Schneeschicht (Saharastaub) wurde von den verschiedenen Monitoren unterschiedlich dargestellt. Download Originalgröße 1,2 MByte[5]

Der Eizo L985EX liefert bei allen Tests Spitzenwerte und setzt vor allem bei der Bildqualität Maßstäbe.
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Der FSC 5110FA ist bereits für gut 1000 Euro zu haben. Für den Office-Einsatz ist das Gerät gut geeignet. Bei der Bildqualität fällt der TFT allerdings hinter das restliche Teilnehmerfeld zurück. Höhenverstellbar ist der 5110FA ebenfalls nicht.
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Dank S-IPS-Panel belegt der Compaq bei der Spieletauglichkeit einen der vordersten Plätze. Die Bildqualität ist für den mit gut 1100 Euro relativ günstigen TFT2025 ebenfalls sehr gut. Das Gerät ist inzwischen auch mit HP-Label erhältlich.
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Der Iiyama AU5131DT liefert ein leicht rotstichiges Bild. Ansonsten überzeugt der TFT in der Aussattung mit zwei DVI-und vier USB-Anschlüssen.
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Der LG Flatron 2010P ist einer der schönsten Monitore im Test. Der 2010P bietet eine gute Bildqualität, bleibt bei der Spieletauglichkeit aber deutlich hinter anderen TFTs mit S-IPS-Panel zurück.
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Der NEC 2080UX ist der beste 20-Zöller im Test. Mit einer sehr guten Bildqualität, zahlreichen Einstellmöglichkeiten, zwei DVI-Anschlüssen und guter Spieletauglichkeit hat der 2080UX die Empfehlung der Redaktion verdient. Zudem kann der NEC auch in punkto Design mit seinem nur 1,5 cm schmalen Rand mehr als überzeugen.
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Das Design des 21-Zöllers von Samsung ist überzeugend. Bei digitaler Ansteuerung erlaubt der 213T allerdings nur die Justierung der Helligkeit. Zu wenig für einen Spitzenplatz. Die Bildqualität ist gut, die Spieletauglichkeit ist allerdings nur befriedigend.
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Der 21-Zöller von Viewsonic hinterlässt aufgrund des schmalen Rands von nur 2 cm einen guten Eindruck hinsichtlich des Designs. Wegen des hohen Kontrastes zwischen hell erleuchteter Bildfläche und dem schwarzen Rand finden viele Anwender den Monitor weniger ergonomisch als einen Monitor mit hellem Rand.
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Von den drei 21-Zöllern im Test hat ZDNet der Eizo L985EX am besten gefallen. In punkto Bildqualität liefert der Monitor die besten Werte. Zudem ist der 21-Zöller auch noch spieletauglich. Die Wiedergabe von DVD/Video ist ebenfalls erstklassig. Optimal sind die Einstellmöglichkeiten des Highend-Displays: Vordefinierte Modi, die sehr leicht über die Bedientasten erreichbar sind, verfeinern die Qualität je nachdem, ob nun ein Video abgespielt werden soll oder eine Bildbearbeitungs-Software geladen wird. Als i-Tüpfelchen des schon sehr guten Eindrucks entpuppt sich dabei die abschaltbare Leucht-LED. Nun mag man allgemein diesem Feature keine große Bedeutung beimessen. Sitzt man allerdings vor einem TFT mit aktivierter Betriebs-LED und schaut sich ein Video an, wird man dies nach längerer Zeit als störend empfinden. Zumal dann, wie beim Fernseh-Genuss üblich, wenn der Raum nicht unbedingt taghell erleuchtet ist. Die Empfehlung der Redaktion geht an den Eizo, weil er nicht nur in sämtlichen Bereichen eine Spitzenleistung bietet, sondern auch, weil das Gerät im Detail üerzeugt. Wenn Geld keine Rolle spielt, - die sehr gute Qualität lässt sich Eizo immerhin mit 1700 Euro bezahlen - dann ist der Eizo L985EX allererste Wahl. In punkto Garantie bietet Eizo auch mehr als der Mitbewerb: Fünf Jahre statt drei Jahre, wie sonst üblich.
Bei den 20-Zöllern fällt die Empfehlung auf den NEC 2080UX. Ähnlich wie der Eizo bietet der NEC eine sehr gute Bildqualität. Zahlreiche Einstellmöglichkeiten erlauben eine genaue Anpassung an die persönlichen Bedürfnisse. Zudem lassen sich die meisten Einstellungen auch bequem per Software steuern. Mit zwei DVI-Eingängen zeigt sich der 2080UX besonders anschlussfreudig. Zudem kann der NEC mit seinem schmalsten Rand von allen Testkandidaten von nur 1,5 cm auch in punkto Design Akzente setzen. Spiele bewältigt das circa 1350 teure NEC-Display dank S-IPS-Panel mit Bravour.
Ist das Budget knapper bemessen und spielt der Porträtmodus keine Rolle, dann ist der HP/Compaq TFT2025 empfehlenswert. Der Compaq-TFT ist bezüglch der Einstellmöglichkeiten auf das wichtigste begrenzt, kann dafür aber bei der Bildqualität und bei der Spieletauglichkeit glänzen. Dank S-IPS-Panel steht der TFT2025 bei der Spiele-Performance dem NEC in nichts nach. Auch in Sachen Bildqualität erreicht der Monitor in etwa das hohe Niveau des 2080UX. Aufgrund des relativ breiten Rands kann der HP/Compaq TFT2025 in punkto Design zwar nicht mit den Testsiegern mithalten. Dafür ist der 20-Zöller schon ab etwa 1100 Euro erhältlich.
Wer weitere Informationen über TFTs sucht und sich gerne mit anderen Anwendern austauschen möchte, dem sei das Forum von Prad.de ans Herz gelegt. Hier finden sich zahlreiche Tipps & Tricks, wenn es mal mit dem TFT (ATI-Pixelflimmern) nicht läuft.
Zum TFT-Forum bei Prad.de[22]
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