Immer mehr Anwender wollen einen leisen und leistungsfähigen PC. Mit den passiv gekühlten Grafikkarten von Sapphire aus der Ultimate-Edition ist dies kein Problem.
7. August 2003
Als einziger Hersteller stattet Sapphire Radeon-Grafikkarten mit einer passiven Kühlung aus. Neben den Standard-Modellen mit Lüfter sind die Radeon-Karten von Sapphire aus der Ultimate Edition mit Heatpipes der Firma Zalman augerüstet.
Vorteil dieser Lösung: Die Grafikkarten erzeugen keinen Lärm und sind somit für besonders leise und leistungsfähige PCs geeignet. Nachteil: Die Radeon 9800 Pro-Varianten belegen aufgrund der großen Heatpipe den ersten PCI-Slot. Und: Die 9800-Pro-Karten werden sehr heiss, sodass eine ausreichende Gehäuselüftung anzuraten ist. Dies muss allerdings kein Nachteil sein. Es gibt genügend Anbieter von leisen Gehäuselüfter, die weniger Geräusche produzieren als ein Standard-Grafikkartenlüfter.
Passiv gekühlte Radeon-Karten
| Hersteller | Sapphire | Sapphire | Sapphire |
| Modell | Atlantis Radeon 9600 Pro-128 Ultimate Edition | Atlantis Radeon 9800 Pro-128 Ultimate Edition | Atlantis Radeon 9800 Pro-256 Ultimate Edition |
| GPU-Takt | 400 MHz | 380 MHz | 380 MHz |
| Speichertakt | 300 MHz | 340 MHz | 350 MHz |
| Pixel-Pipelines | 4 | 8 | 8 |
| Speicher- interface |
128 Bit | 256 Bit | 256 Bit |
| Speicher- bandbreite |
9,6 GByte/s | 21,8 GByte/s | 22,4 GByte/s |
| Speicher- größe |
128 MByte DDR | 128 MByte DDR | 128 MByte DDR II |
| Preis | 219 Euro | 479 Euro | 579 Euro |
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Für den Test der passiv gekühlten Grafikkarten von Sapphire verwendet ZDNet den akuellen WHQL-Treiber Catalyst 3.6.
Die Leistungsermittlung der drei Grafikkarten erfolgt mit folgenden Benchmarks:
Benchmark-Übersicht
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Moderne Grafikchips erlauben die Aktivierung hochwertiger Filterverfahren wie Anti-Aliasing und anisotropisches Filtering[7]. Dadurch lässt sich eine deutliche bessere Qualität der gerenderten Bilder erzielen.

Mit anisotropischem Filtering erscheint der Teppich deutlich schärfer (rechts) (Bild: ATI)

Anisotropisches Filtering in Verbindung mit Anti-Aliasing sorgen für eine deutliche bessere Darstellungsqualität (Bild: ZDNet)
Die Darstellungsqualität bei Rennspielen wie F1 Racing Championship von Ubisoft[8] steigt deutlich durch das anisotropische Filtering. Die Tribünen im Hintergrund werden wesentlich besser dargestellt. Dank Anti-Aliasing erscheint die Fahrbahnbegrenzung deutlich schärfer. Darüber hinaus minimiert anisotropisches Filtering zudem das Textur-Flimmern, was sich besonders bei weit entfernten Objekten positiv bemerkbar macht.
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Die Benchmarks offenbaren die unterschiedliche Architektur der verschiedenen Grafikchips, die auf den Karten der Ultimate Edition von Sapphire zum Einsatz kommen. Während die Radeon 9800 Pro-Karte beim 3D Mark 03 in der Standardauflösung von 1024 x 768 ein 70 Prozent besseres Ergebnis als die Radeon 9600 Pro erzielt, beträgt der Vorsprung bei gleicher Auflösung und aktiviertem achtfach anisotropischem Filtering (AF) und vierfach Anti-Aliasing (AA) schon 76 Prozent. Bei einer Auflösung von 1600 x 1200 steigt der Vorsprung der Radeon 9800 Pro gegenüber der Radeon 9600 Pro auf 138 Prozent.
Benchmarks mit 1024 x 768, kein AA, kein AF

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Benchmarks mit 1024 x 768, 4x AA, 8x AF

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Benchmarks mit 1600 x 1200, 4x AA, 8x AF

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Unterschiedliche Leistungen der Grafikkarten zeigen sich auch im Test mit Unreal Tournament. Die Radeon 9600 Pro kann in der Auflösung von 1024 x 768 noch gut mit den Modellen mit 9800er-Chip mithalten. Werden Kantenglättung (AA) und anisotropisches Filtering aktiviert, sinkt die Performance beim Radeon 9600 Pro drastisch ab. Wird die Auflösung erhöht, schmilzt die Leistung der Radeon 9600 Pro nochmals um die Hälfte, wärend sich die Modelle mit Radeon 9800 Pro davon relativ unbeeindruckt zeigen und annähernd die Leistung erzielen, die die Karten schon mit der niedrigeren Auflösung demonstriert haben.
Benchmarks mit 1024 x 768, kein AA, kein AF


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Benchmarks mit 1024 x 768, 4x AA, 8x AF


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Benchmarks mit 1600 x 1200, 4x AA, 8x AF


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Beim Comanche 4-Test zeigen sich bei der Standardauflösung zunächst kein Unterschied in der Performance. Erst bei aktivierter Kantenglättung (AA) und anistropischer Filterung (AF), zeigen sich die Vorteile der Karten mit Radeon 9800 Pro. Bei den Tests mit Gun Metal ergibt sich das gleiche Bild. Benchmarks mit 1600 x 1200 konnten nicht durchgeführt, da Comanche 4 für die Radeon 9600 Pro die maximale Auflösung auf 1280 x 1024 begrenzt.
Benchmarks mit 1024 x 768, kein AA, kein AF

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Benchmarks mit 1024 x 768, 4x AA, 8x AF



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Für Quake reicht die Performane der Atlantis Radeon 9600 Pro Ultimate Edition selbst bei hoher Auflösung und aktivierter Kantenglättung locker aus. Zwar sind die Modelle mit Radeon 9800 Pro schneller. Bei einer Leistung von über 60 Bildern pro Sekunde der Radeon 9600 Pro ist dies allerdings irrelevant.
Benchmarks mit 1024 x 768, kein AA, kein AF


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Benchmarks mit 1024 x 768, 4x AA, 8x AF


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Bei den Tests mit dem kürzlich erschienen Spiel Splintercell zeigen sich Leistungsunterschiede schon in der Standard-Auflösung. Mit der Radeon 9600 Pro ist das Spiel gerade noch spielbar. Wird Anti-Aliasing (AA) und anisotropisches Filtering aktiviert, lässt sich Splintercell nur noch mit den Radeon 9800 Pro-Karten halbwegs flüssig spielen. Benchmarks mit 1600 x 1200 und aktiviertem Filter konnten nicht durchgeführt werden. Die Radeon 9600 Pro unterstützt diese Betriebsart bei diesem Spiel nicht.
Benchmarks mit 1024 x 768, kein AA, kein AF



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Benchmarks mit 1024 x 768, 4x AA, 8x AF



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Die Atlantis Radeon 9600 Pro 128 Ultimate Edition ist mit einer kleineren Heatpipe ausgestattet. Dadurch wird der erste PCI-Slot von der Grafikkarte nicht blockiert.

Die Atlantis Radeon 9800 Pro 128 Ultimate Edition verfügt über 128 MByte Speicher. Aufgrund der großen Zalman-Heatpipe wird der erste PCI-Slot durch die AGP-Karte belegt.

Die Atlantis Radeon 9800 Pro 256 Ultimate Edition ist mit 256 MByte Speicher das Spitzenmodell von Sapphire. Aufgrund der großen Zalman-Heatpipe wird der erste PCI-Slot durch die AGP-Karte belegt.

Die Zalman-Heatpipe ZM80 kommt auf den 9800er-Modellen zum Einsatz. Aufgrund ihrer Größe wird der erste PCI-Slot auf dem Motherboard blockiert.
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Wer eine leistungsfähige Grafikkarte benötigt, die absolut keinen Lärm erzeugt, ist mit den Modellen von Sapphire bestens bedient.
Trotz der derzeit hohen Temperaturen haben die passiv gekühlten Karten den einwöchigen Dauertest unter Vollbelastung bei Verwendung verschiedener Gehäuse problemlos absolviert.
Die Atlantis Radeon 9600 Pro Ultimate Edition ist ab 219 Euro erhältlich. Das Einstiegsmodell bietet in der Auflösung von 1024 x 768 genügend Leistung. Erst wenn zusätzliche Features wie Antialiasing und anisotropisches Filtering aktiviert wird, reicht die Performance für aktuelle 3D-Spiele oft nicht mehr aus.
Für diesen Einsatzzweck sind die Modelle mit Radeon 9800 Pro besser geeignet. Diese bieten selbst in der höchsten Spieleauflösung noch genügend Power. Die Atlantis Radeon 9800 Pro-128 bietet Sapphire für 479 Euro an. Gut 100 Euro Zuschlag verlangt der Hersteller für das Spitzenmodell mit 256 MByte. Angesichts der Leistung ist der Mehrpreis allerdings nicht gerechtfertigt. Selbst in hohen Auflösungen und aktivierter Kantenglättung und anisotroper Filterung ist die 256-MByte-Variante nur geringfügig schneller als das Modell mit 128 MByte Speicher.
Empfehlenswert sind daher lediglich die Modelle:
- Atlantis Radeon 9600 Pro Ultimate Edition
- Atlantis Radeon 9800 Pro-128 Ultimate Edition
- Atlantis Radeon 9800 Pro-128 Ultimate Edition
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Wer schon eine Radeon-Grafikkarte besitzt, kann diese mit der Zalman-Heatpipe nachrüsten. Alternate bietet die ZM80C-HP für 29 Euro an. Die Garantie der Grafikkarte erlischt allerdings durch diesen Umbau. (Foto: ZDNet)
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Giganten-Duell: 256-MByte- Grafikkarten von ATI und Nvidia[10]
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