Noch ist der GeforceFX 5800 Ultra kaum im Handel, da präsentiert Nvidia bereits das Nachfolgemodell. Mit dem GeforceFX 5900 Ultra will Nvidia endlich ATIs Radeon 9800 Pro überflügeln.
12. Mai 2003
ATI und Nvidia liefern sich derzeit ein hartes Duell im Grafik-Business. Beide Firmen kämpfen um die Vormachtstellung. In sämtlichen Segmenten stehen sich die beiden Kontrahenten mit entsprechenden Produkten gegenüber. Derzeit scheint ATI die Nase vorn zu haben. Der vor kurzem vorgestellte Radeon 9800 Pro ist leistungsfähiger als Nvidias NV30-Chip GeforceFX5800 Ultra. Jetzt kontert der einstige Performance-Leader mit der 5900 Ultra.
Highend-Chips im Überblick
| Hersteller | ATI | Nvidia | Nvidia |
| Modell | Radeon 9800 Pro | GeforceFX 5900 Ultra | GeforceFX 5800 Ultra |
| GPU-Takt | 380 MHz | 450 MHz | 500 MHz |
| Speichertakt | 340 MHz | 425 MHz | 500 MHz |
| Pixel-Pipelines | 8 | 8 | 8 |
| Speicher- interface |
256 Bit | 256 Bit | 128 Bit |
| Speicher- bandbreite |
21,8 GByte/s | 27,2 GByte/s | 16 GByte/s |
| Speicher- größe |
128 MByte | 256 MByte | 128 MByte |
| Preis | 450 Euro | 499 Euro | 499 Euro |
Im Vergleich zum bisherigen Top-Modell bietet der GeforceFX 5900 Ultra ein 256 Bit-Speicherinterface. Damit zieht Nvidia nun mit ATI gleich, die bereits im letzten Sommer mit der Radeon 9700 diese Technolgie vorgestellt haben.

Der Geforce FX5900 Ultra ist mit einem 256 Bit Speicherinterface ausgestattet. Entsprechende Grafikkarten sollen zudem nicht mehr so laut sein wie die NV30-Modelle (GeforceFX 5800 Ultra)
Im Vergleich zum Vorgängermodell 5800 Ultra[1] bietet die GeforceFX 5900 Ultra nun ein 256 Bit Speicherinterface, das auch schon bei der ATI Radeon 9800 Pro zum Einsatz kommt. Den neuen Chip taktet Nvidia mit 450 MHz Kern und 425 MHz Speichertakt. Damit liegen die Taktraten etwas unterhalb des aktuellen Highendchip 5800 Ultra. Ebenfalls kommt ein verändertes Kühldesign zum Einsatz, das im Vergleich zum Vorgängerchip nicht mehr ein turbinenartiges und nervendes Geräusch produziert. Zwar ist die Referenzkarte mit GeforceFX 5900 Ultra unter Vollast nach wie vor lauter als eine ATI-Grafikkarte. Doch an den ohrenbetäubenden Lärm der GeforceFX 5800 Ultra kommt die neue Karte glücklicherweise nicht heran.
Für den Test der GeforceFX 5900 Ultra verwendet ZDNet die akuellen WHQL-Treiber 43.52. Zudem wird ein weiterer Test mit den von Nvidia bereitgestellten Performance-Treiber 44.03 durchgeführt.
Die Leistungsermittlung der Grafikprozessoren erfolgt mit folgenden Benchmarks: Benchmark-Übersicht
| Test | Benchmark |
| Aquamark (DirectX)[2] | Aquamark 2.3 |
| Quake (OpenGL)[3] | Quaver |
| Unreal Tournament 2003 (DirectX 8)[4] | Botmatch, Flyby |
| 3D Mark 2001SE (DirectX 8)[5] | integriert |
| 3D Mark 2003 (DirectX 8/9)[6] | integriert |
| Comanche 4 (DirectX 8)[7] | integriert |
| Testplattform | Pentium 4/3,06 | |
| Mainboard | Asus P4T533C | |
| Chipsatz | Intel 850E | |
| Speicher | 512 MByte | |
| Speichertyp | PC1066 | |
| Testauflösung | 1024 x 768 x 32 @ 85 Hz / 1280 x 1024 x 32 @ 85 Hz | |
| Betriebssystem | Windows XP Professional | |
| Nvidia-Treiber | Detonator 43.51 WHQL, 44.03 | |
| ATI-Treiber | Catalyst 3.2 | |
Moderne Grafikchips erlauben die Aktivierung hochwertiger Filterverfahren wie Anti-Aliasing und anisotropisches Filtering. Dadurch lässt sich eine deutliche bessere Qualität der gerenderten Bilder erzielen.

Mit anisotropischem Filtering erscheint der Teppich deutlich schärfer (rechts) (Foto: ATI)

Anisotropisches Filtering in Verbindung mit Anti-Aliasing sorgen für eine deutliche bessere Darstellungsqualität (Foto: ZDNet)
Die Darstellungsqualität bei Rennspielen wie F1 Racing Championship von Ubisoft[8] steigt deutlich durch das anisotropische Filtering. Die Tribünen im Hintergrund werden wesentlich besser dargestellt. Dank Anti-Aliasing erscheint die Fahrbahnbegrenzung deutlich schärfer. Darüber hinaus minimiert anisotropisches Filtering zudem das Textur-Flimmern, was sich besonders bei weit entfernten Objekten positiv bemerkbar macht.
Benchmarks mit High-Quality-Settings Da die erwähnten Verfahren zu einer deutlich besseren Textur-Qualität führen, testet ZDNet die beiden Highend-Grafikkarten mit aktiviertem anisotropischem Filtering sowie Anti-Aliasing. Da die GeforceFX beim Anti-Alaising maximal 4x und beim anisotropischem Filtering 8x unterstützt, wurden auch die Radeon-Karten mit dieser Einstellung getestet, obwohl die ATI-Chips höhere Einstellungen erlauben.
Filter-Einstellungen
| Grafikchip | Anisotropisches Filtering (AF) | Anti-Aliasing (AA) |
| GeforceFX 5900 Ultra | 8x | 4x |
| Radeon 9800 Pro | 8x | 4x |
Bei den 3D-Mark-Werten kann sich der neue GeforceFX 5900 Ultra vor allem bei der 2003er-Version des 3D Mark vom bisherigen Performanceleader Radeon 9800 Pro absetzen. Kommt der neue Detonator-Treiber 44.03 zum Einsatz wächst der Vorsprung des neuen Nvidia-Chips. Für diesen ersten Test war leider nicht genügend Zeit für eine detaillierte Qualitätskontrolle des neuen Treibers. Womöglich kommen die höheren Werte mit dem Treiber 44.03 aufgrund einer niedrigeren Qualität der gerenderten Bilder zustande. Ein weiterer Test wird dies überprüfen.


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Benchmarks mit 1280 x 1024


Auch bei den Spiele-Benchmarks kann Nvidia mit dem GeforceFX 5900 Ultra die Erwartungen nun endlich erfüllen. Nvidias neuer Highendchip kann mit ATIs Radeon 9800 Pro locker mithalten. Mit dem neuen Treiber 44.03 kann der GeforceFX 5900 Ultra den ATI-Chip teilweise sogar überflügeln.




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Benchmarks mit 1280 x 1024




Bei den Einzeltests des 3D Mark 2003 sieht der neue Nvidia-Chip ebenfalls sehr gut aus. In Verbindung mit den neuen Treibern 44.03 kann der GeforceFX 5900 Ultra den Radeon 9800 Pro beim Pixel-Shadertest übertrumpfen. Beim Vertex-Shader-Benchmark hat ATI allerdings die Nase vorn. Mit den 44.03er-Treibern erreicht der Nvidia-Chip bei diesem Test jedoch fast die Performance vom Radeon 9800 Pro.


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Benchmarks mit 1280 x 1024


Nur wenige Monate nach Vorstellung des GeforceFX 5800 Ultra liefert Nvidia nun einen verbesserten Chip, der es in punkto Performance mit ATIs Radeon 9800 Pro aufnehmen kann. Bei vielen Benchmarks ist der GeforceFX 5900 Ultra sogar schneller als der bisherige Performance-Leader von ATI.
Die jetzige Vorstellung des 5900 Ultra zeigt indes auch, wie schlecht der GeforceFX 5800 Ultra ist. Zu laut, zu teuer, zu langsam lautete das Kurz-Fazit vieler Tester in Bezug auf Nvidias NV30-Chip. Als ATI letztes Jahr den Radeon 9700 mit einem 256 Bit-Speicherinterface vorstellte, war man bei Nvidia von dieser Technologie nicht überzeugt. Nach dem Fiasko mit dem GeforceFX 5800 Ultra und seinem 128 Bit-Speicherinterface hat der kalifornische Chiphersteller dazugelernt. Der jetzt vorgestellte GeforceFX 5900 Ultra hat wie ATIs Radeon 9700/9800-Technik - siehe da - ebenfalls ein 256 Bit-Speicherinterface. Damit hat Nvidia nun zum bisherigen Performance-Leader ATI aufgeschlossen. Bei hohen Auflösung und anisotropischem Filtering bei gleichzeitig aktiver Kantenglättung (Anti-Aliasing) sorgt der Chip nicht nur für eine gute Bildqualität, sondern ist auch in punkto Leistung dem Konkurrenten etwas überlegen.

Trotz eines optimierten Kühldesigns benötigt die GeforceFX 5900 Ultra wie die Vorgänger-Karte zwei PCI-Slots.
ATIs Radeon 9800 Pro kann allerdings weiterhin mit einer leicht besseren Bildqualität auftrumpfen. Die Kantenglättung (Anti-Aliasing) gelingt dem ATI-Chip besser (6faches Anti-Aliasing). Nvidia bietet zwar bei dem neuen Chip ein 8faches Anti-Aliasing, dies ist allerdings in der Praxis kaum brauchbar, da die Spieleperformance dramatisch absinkt und die dargestellten Szenen unscharf sind[9].
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Weitere Artikel
ATI übertrumpft Nvidia erneut mit der Radeon 9800 Pro[1]
Nicht überzeugend: GeforceFX mit vielen Schwächen[10]
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