Roxio Winoncd 6 DVD Edition

Listenpreis: 0 Euro
Fazit:

Wegen der vielen Funktionen mit welchen Multimedia-Inhalte auf CD/DVD gebannt werden können, ist es für Anfänger schwierig sich in Winoncd zurecht zu finden. Ein einfacher Wizard oder Assistent könnte dieses Problem beseitigen.

Pro
  • sehr gute Gestaltungsmöglichkeiten
  • integrierter Wave-Editor
  • zahlreiche Grafiktools
  • editierbare Steuerungsoptionen
  • viele vordefinierte Formate
  • steuerbarer Audio-Videoencoder/-(de)multiplexer
Contra
  • mangelhafte Treiber-Aktualisierung
  • kein Wizard/Assitent
  • Oberfläche wirkt unaufgeräumt
GUT
7,7
von 10 Punkten
Benutzerfreundlichkeit:
6 Punkte
Leistung:
8 Punkte
Preis-Leistung:
9 Punkte

Testbericht Roxio Winoncd 6 DVD Edition

Winoncd 6 DVD Edition unterscheidet sich von der Power Edition hauptsächlich durch die zusätzlichen DVD-Authoring-Funktionen sowie den um 40 Euro höheren Preis. Der Leistungsumfang und die Editiermöglichkeiten stellen derzeit alles in den Schatten was man in der Preisklasse für Geld bekommt. Lediglich die überfüllt wirkende Oberfläche und etwas komplexere Bedienung lassen zu wünschen übrig.

Als reine CD/DVD-Brennsoftware bereits zu den besten Programmen gehörend, kann derzeit kein anderes nicht professionelles DVD-Authoring-Tool Winoncd 6 in Punkto Funktionalität das Wasser reichen. Neben DVD-Video-Discs, (Super)-Video-CDs und miniDVDs (DVD-Inhalt auf einer CD) lassen sich mit Winoncd auch andere Formate erstellen, die sonst viele einzelne Schritte und das entsprechende Know-how voraussetzen: Overspan-(S)VCDs (automatische Verteilung eines Films mit Überlänge auf mehrere CDs) , Fotoalben auf CD und DVD, MP3-Alben, ebenfalls auf CD und DVD, sowie Video-CDs, die statt Video reine Musik-Stücke im MPEG-Audio-Format enthalten und von Roxio als Musik-Alben bezeichnet werden. Es zeigt sich, dass Roxio ganz bewusst auf Multimedia setzt und sein Produkt entsprechend auf Audio- und Video-Inhalte getrimmt hat.

Die Arbeitsfläche ist in drei Bereiche unterteilt, wobei es sich beim Unteren um den eigentlichen Editor handelt. Die obere Hälfte ähnelt dem Windows Explorer – links ist die Verzeichnisstruktur des Systems und rechts wird der Inhalt des ausgewählten Ordners angezeigt. Dabei kommt die Ähnlichkeit zum Explorer nicht von ungefähr, denn Winoncd 6 integriert diesen in Arbeitsfläche und kann so alle Features nutzen – sogar die Browserfunktion wurde integriert. Damit ist das Surfen, um etwa Updates für Winoncd oder Inhalte herunterzuladen, direkt aus dem Programm möglich. Die Daten werden ausschließlich per Drag & Drop aus dem „Explorer“-Bereich in den Editierbereich gezogen. Für Videodateien stellt Winoncd nur eine Schnitt-Funktion bereit. Kapitelmarken können ebenfalls eingefügt werden, doch dupliziert Winoncd den gesamten Stream anstatt an der entsprechenden Stelle zu schneiden oder eine Sprungmarke zu setzen. Die automatisch kopierten Stücke müssen manuell entfernt werden, da sonst unnötig Platz verloren geht – die Markierungen bleiben dabei erhalten. Audio-Files können mit dem integrierten Wave-Editor geschnitten und nachbearbeitet werden. Auch Aufnahmen über die Soundkarte sowie verschiedene Audio-Effekte sind direkt aus dem Programm möglich. Auch für Bilddateien, etwa beim Erstellen eines Fotoalbums, bietet Winoncd einfachste Grafik-Werkzeuge zur Änderung von Helligkeit, des Kontrasts und der Intensität, der Farbfilter, der Schärfe und zum Drehen, Spiegeln oder ausschneiden von Bereichen.

Menüvorlagen gibt es nur für Fotoalben sowie für Audio-Disks, ansonsten können Menüs aus frei wählbaren Bild- oder Videodateien erstellt werden. Die Editierfunktion für die Navigation dürfte jeden Anfänger überfordern, Fortgeschrittene und Profis werden begeistert sein. Im Gegensatz zu Videopack, einem der Vorgängerprodukte von Winoncd 6, ist es nun möglich Video-Disks ohne Menü zu erstellen.

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