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Sind Apple-Produkte reif für den Einsatz im Unternehmen?

Richard Joerges
|
7. Juli 2008
Im Windschatten der Diskussion um das iPhone hat Apple nahezu unbemerkt an seiner Produktpalette und Vertriebsstrategie gefeilt, um fit für den Einsatz in Firmen zu sein. ZDNet nimmt die Fortschritte unter die Lupe.

Heute steht Apple in der allgemeinen Wahrnehmung vor allem für iPod und iPhone. Kein Wunder! Die ehemalige Garagen-Gründung dominiert mit 80 Millionen verkauften iPods die Unterhaltungselektronik. Das iPhone ist drauf und dran, den Smartphone-Markt umzukrempeln, und mit iTunes wildert der Konzern aus Cupertino im Reich der Unterhaltungsmedien-Industrie. Trendsetter und Lifestyler lieben deshalb - und natürlich wegen des zweifellos schönen Designs -, die Marke Apple.

Nahezu vergessen ist aber, dass Apple einst mit dem Apple II - noch vor dem IBM-PC - die Büros beherrschte. Unter anderem dank Visicalc, dem weltweit ersten Tabellenkalkulations-Programm und damit dem Urvater von Lotus 123 und Excel. Als sich IBM 1984 dann anschickte, die Schreibtische mit dem IBM-PC zu erobern, reagierte Apple mit dem unter Federführung von Steve Jobs entwickelten Apple Macintosh. Der Mac war eine Art Billigvariante der revolutionären und auf Konzepten des Rank-Xerox-Think-Tanks basierenden Apple Lisa.

Dank WYSIWYG-Oberfläche und Postscript - damals ein weitgehendes Alleinstellungsmerkmal - war der Mac prädestiniert für Aufgaben in Design und Druckvorstufe. Programme wie Aldus Pagemaker und Quark Express bereiteten den Boden für eine Vielzahl von Speziallösungen für Verlage, Werbeagenturen und Grafikabteilungen. So fand der Mac relativ schnell Verbreitung in Unternehmen. Wenn auch nur in Abteilungen, zu deren Aufgabengebiet Design, Gestaltung und Publishing gehörten.

Als Windows-PCs in puncto Grafik, WYSIWIG und Druckvorstufen-Tauglichkeit nachzogen, schwand Apples Vormachtstellung in dieser Nische. Denn zum einen betrieb Apple eine ruinöse Hochpreispolitik, zum anderen wurden Macs in den immer aufwändiger vernetzen Unternehmen ein Fremdkörper in der IT-Infrastruktur.

So hatten letztendlich Windows-PC gleich in zweierlei Hinsicht Vorteile: Sie waren - teilweise um ein Vielfaches – billiger, und sie ließen sich wesentlich einfacher in die Windows-dominierten Netzwerk- und Serverstrukturen integrieren. Da stach dann auch das Argument von der besseren Bedienbarkeit nicht mehr.

Was Apple mit den ersten Macintosh-Generationen nie nennenswert geschafft hat, war der Sprung aus der Grafik-Nische in ernsthafte Office- und Unternehmensanwendungen. Während Apple mit teilweise spektakulären Managementwechseln um sein wirtschaftliches Überleben kämpfte - Engagement des Pepsico-Managers John Sculley, Rauswurf von Steve Jobs, Übernahme durch Gil Amelio, Wiedereintritt von Steve Jobs -, eroberte Microsoft zunächst mit Windows NT, später mit Windows 2000 die Serverräume und mit der Kombination Exchange und Office die Schreibtische. Die Ironie daran ist, dass Microsoft die Office-Software zunächst für den Mac entwickelt hatte.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von fischer
am 7. Juli 2008, 15:45 Uhr
werbung?
ich will nichts auf die macrechner kommen lassen, sehen gut aus und funktinieren auch gut, aber irgendwie beschleicht einen bei diesen artikeln, immer wieder das werbe-gefühl.
der ganze artikel ist durchsetzt mit werbesprüchen und vielleicht auch sehr optimistischen aussagen und interpretationen.
so überzeugt man sicherlich wenige zum wechsel!
 
von apple_FAN
am 8. Juli 2008, 07:42 Uhr
AW: werbung?
Wie willst Du denn sonst der krake M$ beikommen?
Ich verstehe das alles nicht mehr, es geht hier darum ein absolut schädliches monopol zu brechen.
Lustig daran ist, dass würde vor allem den benutzern der "produkte" von M$ zu gute kommen. Aber genau die sind es welches sich am meisten über apple&co aufregen. Kapier ich echt nicht.
Ist euch vista immer noch nicht genug?
 
von None
am 8. Juli 2008, 08:28 Uhr
AW: AW: werbung?
Jeder ist frei in seiner Entscheidung MS-Produkte zu kaufen. Wenn Du kein Vista willst, kaufst Du keines !

Alternativen gibt es genug. So lange eine Wertschöpfung betrieben wird, ist das alles ok.

An der aktuellen Entwicklung mit MSW7 sieht man, dass auch ein Konzern nicht alles durchsetzen kann !

Außerdem machst Du mit der Förderung von Apple den Bock zum Gärtner ! Die sind noch restriktiver als MS, weshalb letztere (warscheinlich) erfolgreicher waren.

Grundsätzlich folge ich auch der Argumentation, dass Werbung in Form von Promo-Artikeln nicht gerade auszeichnend für einen Verlag sind. Eine kritischere Beleuchtung wäre sicher angebrachter.

 
von apple_FAN
am 8. Juli 2008, 09:33 Uhr
AW: AW: AW: werbung?
"Jeder ist frei in seiner Entscheidung MS-Produkte zu kaufen. Wenn Du kein Vista willst, kaufst Du keines !"

Danke und wieder will der hund den schwanz fangen. 1. Diese entscheidung ist eben nicht für jeden frei.
2. Was ich kaufen will steht nicht zur debatte und geht dich einen ... an!

Nochmal M$ hat mit windows ein monopol errichtet, welches auf vielfältige art und weise schädlich ist.
Dieses monopol zu knacken ist noch nicht mal ansatzweise erreicht und die beiden einzigen verbliebenen wettbewerber brauchen meiner meinung nach jede nur erdenkliche unterstützung.
Gerade !!!! übertrieben positives marketing ist doch der erfolgsgarant in der heutigen zeit. Eine dumme, oberflächliche gesellschaft benötigt nun mal diese art der werbung.
M$ zeigt doch mit seinen "peinlichen" pseudowerbe auftritten zum thema sicherheit, wie erfolgreich man ein produkt, zu dem es mehr als 100.000 schadprogramme gibt, als sicher verkauft. Was soll man sagen, die leute glauben tatsächlich "ihr" pc wäre mit antivirenprog und firewall sicher.
Wie blöde ist das denn, zu zeiten von staatstrojanern?

Was das geschäftsgebaren von apple angeht, melde dich mal wieder wenn sie 25% am gesamten!!!! markt haben. Vielleicht werde ich dann ja auch schreiben, Du brauchst es ja nicht zu kaufen.

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