Googles Mann hinter den Kulissen: CTO Craig Silverstein
Wann wird eine von künstlicher Intelligenz gestützte Suche Realität?
CNET: Wann wird Ihrer Meinung nach diese von künstlicher Intelligenz gestützte Suche Realität werden?
Silverstein: Ich denke, dass das Verständnis der Sprache so etwas wie die letzte Grenze im Bereich der künstlichen Intelligenz ist. Ist sie erst einmal überwunden, wird ein Gespräch mit einem Computer genauso ablaufen, als unterhielte man sich mit einem Bibliothekar, da beide gleichermaßen über die Welt und den einzelnen Anwender informiert sein werden.
Der große Unterschied - und hier kommen die Suchmechanismen ins Spiel - besteht darin, dass der Bibliothekar Emotionen und andere nichtsachlichen Informationen versteht, mit denen selbst ein vollständig intelligenter Computer Probleme haben kann.
Was den zeitlichen Rahmen anbelangt, setze ich üblicherweise 200 bis 300 Jahre an. Ich denke aber, dass es wohl eher 300 Jahre sein dürften. Und wenn es letztendlich nur 200 Jahre dauert, bin ich sowieso nicht mehr hier und es kann mir niemand widersprechen.
CNET: Schlau gedacht.
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CNET: Manche Informatiker glauben, dass das PageRank-Verfahren aus dem Rennen sei, nachdem es von manchen Händlern im Internetmarkt ausgenutzt wurde, um die Popularität ihrer Sites künstlich zu erhöhen. Stimmt das? Ist es verändert worden oder spielt es nun eine weniger wichtige Rolle?
Silverstein: Die Ansicht, dass PageRank ausgedient habe, ist eine äußerst statische Betrachtungsweise. Es wird immer Teil unseres Ranking-Verfahrens sein. Indem wir aber im Lauf der Zeit neue Konzepte für das Ranking entwickeln, bestehende Konzepte verbessern und neue Wege für deren Zusammenspiel finden, wird sich die Rolle jeder unserer Methoden selbstverständlich ändern.
CNET: Gibt es irgendwelche anderen von Ihnen eingesetzten Algorithmen, die eine größere Rolle spielen?
Silverstein: Es gibt natürlich noch andere Methoden, die wir verwenden. Allerdings sind sie nur schwer zu beschreiben. Allgemein gesagt fallen unsere Methoden in zwei oder drei Kategorien. So versuchen wir beispielsweise natürliche Intelligenz zu verstehen und zu nutzen. Wir achten auf Signale, die eingegeben werden und auf Intelligenz hinweisen, wie z. B. die Entscheidung, von einer Seite auf die nächste zu verweisen oder einen Text mit einer Anmerkung zu seinem Inhalt zu versehen.
Inhalt
- Teil 1: Googles Mann hinter den Kulissen: CTO Craig Silverstein
- Teil 2: Wann wird eine von künstlicher Intelligenz gestützte Suche Realität?
- Teil 3: Google spielt eine wichtige Rolle im Leben der Menschen
- Teil 4: Suchverläufe, Registrierungsdaten, Gmail und Datenschutz
- Teil 5: Die Herausforderungen liegen nicht im technischen Bereich
- Teil 6: Googles Unternehmenskultur
