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Leben wir schon in der Nach-Windows-Ära?

Jason Hiner, Peter Marwan
|
4. Mai 2009

Browser werden immer mächtiger

Parallel dazu passiert jetzt allmählich das, was Gates und Netscape bereits vor über zehn Jahren vorausgesehen haben: Der Browser verdrängt das Betriebssystem als Universalplattform. Wichtig: Es geht dabei nicht um Cloud-Computing oder Software-as-a-Service (SaaS). Obwohl die Bereitstellung von Applikationen und Diensten über das Internet natürlich Teil der Erfolgsgeschichte des Browsers ist, haben beide Trends doch im Geschäftsleben noch lange nicht die kritische Masse erreicht.

Außerdem geht die Entwicklung weit darüber hinaus. Viele Firmen nutzen den Browser bereits als Frontend, um persönliche Anwendungen oder Back-End-Systeme zu nutzen. Die Palette reicht von Datenbanken über CRM- und ERP-Lösungen bis zur Gehaltsabrechnung und dem Firmenportal. Warum auch nicht? Die meisten Anwender sind vertraut und versiert im Umgang mit einem Browser, mit der dort erwarteten Navigation und mit dem Ausfüllen von Formularen im Web.

Die firmeneigenen Anwendungen profitieren davon. Die Mitarbeiter verstehen sie deutlich schneller und benötigen deutlich weniger Unterstützung bei der Benutzung, als dies bei herkömmlichen, windowsbasierenden Business-Anwendungen der Fall ist, die jeweils ihre eigenen Menüs, Oberflächen und oft eine nur ihnen eigene Benutzungslogik mitbringen.

Dazu kommt, dass immer mehr Anwender ihre privaten E-Mails und ihre privaten Dateien in webbasierenden Systemen wie Yahoo Mail oder Google Text & Tabellen vorhalten und verwalten. Das führt dazu, dass der durchschnittliche Anwender den größten Teil der Zeit, die er vor dem Computer verbringt, mit einem Browser arbeitet. Daher wurden auch Tabs ein Standard-Feature aller gängigen Browser: Die meisten Benutzer verwenden heute mehrere Websites gleichzeitig, so wie sie in einem Betriebssystem mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen lassen.

Wer heute ein neues System installiert oder auch nur ein neues Betriebssystem aufspielt, braucht eigentlich nur zwei Dinge zu tun: Firefox als Browser und Xmarks für die Synchronisierung seiner Bookmarks zu installieren.

Mit den so importierten Lesezeichen hat er Zugriff auf alle von ihm genutzten, webbasierenden Anwendungen. Danach kann er rund 80 Prozent seiner Arbeit erledigen - ohne auch nur eine weitere Anwendung zu installieren. Und das gilt sowohl für Nutzer von Mac OS X und Linux als auch Windows XP und Windows 7: Das Betriebssystem ist für diesen Anwender völlig nebensächlich.

Der historische Vergleich für den deutschsprachigen Raum zeigt, dass es Firefox gelungen ist, das Erbe von Netscape anzutreten. Andere Browser konnten die Lücke nicht besetzen (Bild: Fittkau & Maaß).
Der historische Vergleich für den deutschsprachigen Raum zeigt, dass es Firefox gelungen ist, das Erbe von Netscape anzutreten. Andere Browser konnten die Lücke nicht besetzen (Bild: Fittkau & Maaß).

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von CiyoCGN
am 4. Mai 2009, 19:10 Uhr
Betriebssysteme
Der Artikel ist zwar ganz, jedoch finde ich dass er nicht die Wahrheit wiederspiegelt.

1. Es kann durchaus sein, dass der Browser an sich immer mehr an Bedeutung gewinnt, jedoch kann es ein Betriebssystem in keinster Weise ersetzen.Hardware, Computerspiele ect. Falls die Technik es doch möglich macht, dass das Betriebssystem überflüssig wird, sprechen wir mit Sicherheit von einer Zeitspanne von mindestens paar Jahrzehnten.

2. Wenn Microsoft seine Windows-Betriebssysteme nicht absetzen kann, heißt das noch lange nicht, dass das Betriebssystem an sich unbedeutend wird. Es liegt daran, dass der Computer M;arkt einfach kein Boomende rMarkt mehr ist wie in den 90 ern oder am Anfag der 2000er Jahre. Der Markt ist gesättigt. Jeder benutzt seinen Computer minsdestens 3-5 Jahre. Dass Microsoft immer weniger Betriebssysteme absetzt hängt auch damit zusammen, dass Ihre Betriebssysteme meines erachtens immens und ungerechtfertigt teuer sind, dass es im Internet Raubkopien gibt die jeder sich runterladen kann und es mit dem Mac und Linux ernstzunehmende Konkurrenten gibt. Natürlich weil auch Vista keinen Mehrwert bietet im Gegensatz zu Windows XP. Bedenken Sie mal wieviele Menschen alleine in 2008 von Windows auf das Mac System gewechselt sind. Genau dioese Zahlen finde ich , belegenb das Gegenteil dieses Artikels. Nämlich, dass das Betriebssystem imme rmehr an Wichtigkeit gewinnen wird. Egal ob Privatanwender oder Unternehmer: jeder wil lein sicheres System haben! Ein schnelles SYstem haben! Und natürlich ein Stabiles System haben! Diese drei Punkte deckt Windows schon lange nicht mehr oder hat es auch nie....

Mit freundlichem Gruß

Cihan N.
 
von Gmaj7
am 5. Mai 2009, 17:16 Uhr
AW: Betriebssysteme
Ja, sehe ich auch so. Ich bin zu Mac gewechselt, weil meine Audiosachen dort einfach stabiler laufen. Das liegt einfach am besseren Zusammenspiel von Betriebssystem und Hardware. Der Browser ist relativ egal. Safari tut es auch.
Gruß
Bernhard K.
 
von Love
am 4. Mai 2009, 21:03 Uhr
Betreibssystem
Bald wird es kein Betriebssystem mehr geben. Der Browser wird dann das Betriebssystem. Und das Internet wird Google sein. ;)
 
von Thomas F.
am 9. Juni 2009, 11:37 Uhr
Alle persönlichen Daten bei Google? Nein Danke!
Ich bin ein "Early Adopter" und probiere alles aus, was auf den Markt kommt. In "Text & Tabellen" konnte ich keinerlei Vorteil gegenüber MS Office erkennen. Ich habe es EINMAL benutzt, als ich mir eine Tabelle mit einer anderen Person geteilt habe.
Niemals würde ich wichtige private Daten auf serverbasierten Speicher verlagern, maximal als Backup. Ich will einen PC haben, der auch ohne Netzwerk hochfährt und mit dem ich auch ohne Internet arbeiten kann.

Den Traum vom TinyClient hatte Bill Gates schon vor vielen Jahren. Er dachte, innerhalb kürzester Zeit würde ein Mini-Windows nur noch dafür sorgen, dass der PC sich ins Internet einloggt und alles andere würde dann online passieren. Das war vor knapp 10 Jahren. :-) Die von ihm angedachte Verwaltung sämtlicher Accountdaten auf MS-Servern ging ja auch gründlich baden.

Google als Betriebssystem? Wohl kaum. Wenn das passiert, haben die Leute endgültig ihren Anspruch auf Datenschutz aufgegeben.

Ich sehe aber etwas ganz anderes voraus:
In ein paar Jahren wird man sich mit seinem Handy an jedem öffentlichen Terminal anmelden und dann die Daten bearbeiten können, die sich auf dem Handyspeicher befinden. Heute sind wir bei 16GB im Handy, in ein paar Jahren bei 100GB. Das reicht dann für 90% der Benutzer, die brauchen keinen PC mehr als Datenspeicher - nur noch als Terminal.
 
von Mounir
am 4. September 2009, 02:56 Uhr
betriebsysteme // hardware
Mac Os passt zu Mac.
Solaris passt zu Sun microsystem.
windows passt zu x86 Architectur .
Linux hat nicht eigene Hardware Gechcihte.
die 3 oben genannten Systeme sind Gesund , weil die Entwicklung im hardware und Software Bereich parallel laufen .
was Linux betrifft ; fast kein Hardwarehaus macht sich die mühe eine passende Hardware für linux zu entwickeln. linux wurde von Software freaks gebaut während andere Systeme von Hardware Genies geschmiedet wurden.
Linux braucht , um seine Zukunft zu retten , eine Hardware Revolution , die zur Zeit nur durch staatliche Subventionnen möglich wäre .
wer würde heute eine Linux Mainboard entwerfen die ohne Bios läuft oder eine Linux graphik Karte die 3 D acceleration ohne eigene Speicher anbietet ?
kein linux user kann sich heute eine Linux hardware für 30000 euros leisten, wir müssen abwarten und hoffen , dass windows auf linux umsteigt .



hoffenwa
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