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Google: Ideenschmiede oder zerstörerischer Moloch?

Rafe Needleman, Peter Marwan
|
8. Juni 2009

Fazit

Auch Google gewinnt nicht jede Schlacht. Beispielsweise verschwanden im Januar die teilweise zugekauften Angebote Dodgeball, Jaiku, Video, Catalogs, Notebook und Mashup Editor sang- und klanglos aus dem Google-Universum. Wer diese kleinen Niederlagen aber als ernste Krisen aufzubauchen versucht, liegt vollkommen daneben.

Es ist vielmerh so, dass Google die Ressourcen und das Potenzial hat, Dinge einfach einmal auszuprobieren. Sollten sie nicht funktionieren, verschwinden sie eben wieder vom Markt. Der Verlust hält sich für Google immer in Grenzen.

Schließlich fährt der Konzern keine teuren Werbekampagnen, plant keine umfangreichen Produkteinführungen und Vorstellung oder gibt im Vorfeld viel Geld für die Vorbereitung der Vertriebswege aus, so wie das die traditionellen Soft- und Hardwareanbieter tun. Diese Kosten abzuschreiben tut weh. Google kennt diesen Schmerz nicht. Daher fällt es dem Konzern auch viel leichter, ein Scheitern einzusehen und Angebote, die nicht angenommen werden, als Fingerübung für seine Entwickler abzuhaken.

Aber nochmal: Auch Google gewinnt nicht jede Schlacht. Beispielsweise hat es beim Social Networking die Gateway-Position (noch) nicht besetzt. Auch ist es aus heutiger Sicht schwer vorstellbar, dass Google den rasant wachsenden Mikroblogging-Dienst Twitter vom Thron stößt - außer durch eine Übernahme. Aber auch die ist - zumindest mittelfristig - unwahrscheinlich.

Außerdem hat Microsoft nach einer langen Reihe eher mittelmäßiger Neuvorstellungen mit seiner Suchmaschine "Bing", jetzt endlich einmal wieder einen Treffer gelandet. Bing ist die erste neue Suchmaschine seit langem, die vernünftige Ergebnisse liefert. Und wenn "im Internet suchen" nicht mehr automatisch mit "googeln" gleichgesetzt wird, dann muss sich auch der Marktführer etwas Neues einfallen lassen. Wir freuen uns schon darauf.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von Der Datensammler
am 8. Juni 2009, 12:21 Uhr
Google, ein Instrument der US-amerikanischen Geheimdienste?
Was mich an Google irritiert ist, das klaglos die Datensammlung, seitens der amerikanischen Regierung, hingenommen wird. Von den Satellitenbildern bis Google Streetview, Bücherscannen (oder Bücher verbrennen?, klingt ähnlich, oder?) alles ist erlaubt und wird nur in geringem Umfang verboten.

Warum es im geheimen tun, wenn es doch unter den Augen der Öffentlichkeit viel einfacher geht. Ein paar Personen schmieren, die sagen "Wissen ist Allgemeingut und gehört allen!" und schon sind die Kritiker erstickt.

Die Geimdienste im Vor-DV-Zeitalter (Griechen, Römer, Mittelalter, drittes Reich, die beiden Machtblöcke) hatten nicht das Problem des Datensammelns, sondern des datenauswertens. Selbst zig-Stasi-Spitzel konnten mehr Infos beschaffen, wie die Auswertungsabteilungen verifizieren konnten. Jeder durchschnittliche Geheimagent auf der Welt kann heute mit Kenntnissen in Datenbankprogrammierung, umfangreichere Auswertungen über Personen/-gruppen erstellen ohne dass es jemand merkt oder ein Richter dies erlaubt.

Der Datensammler
 
von Googletrap
am 15. Juni 2009, 22:29 Uhr
Wir sind alle in der Googlefalle
die fakten sprechen meines erachtens eine deutliche sprache: google will alles, was sich im web abspielt, kontrollieren und vermarkten, auch die nutzer. google hat zwei gesichter, das nette, das uns mit gratis-services versorgt und dann das gefährliche eines großen bruders. die lektüre der webseite www.googlefalle.com/... bringt licht ins dunkel
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