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Google: Ideenschmiede oder zerstörerischer Moloch?

Rafe Needleman, Peter Marwan
|
8. Juni 2009

Google und Werbung

Von allen Branchen, denen Google das Fürchten gelehrt hat, hatte das keine nötiger als die Zunft der Werbetreibenden. Und die durch Google ausgelöste kreative Zerstörung schreitet unaufhaltsam voran. Werbung bewegt sich weg von überkommenen Modellen, hin zu Anzeigen, die exakt auf die Zielgruppe zugeschnitten sind, deren Wirksamkeit bis ins kleinste Detail gemessen wird und die nach durch den Markt ausbalancierten Preisen abgerechnet wird.

So sollte Anzeigenwerbung eigentlich schon immer aussehen. Das bisherige Modell bevorteilte aber Zwischenhändler, die die tatsächliche oder auch vorgeschobene Informationsknappheit dazu benutzten, die Preise von Anzeigen und damit auch ihre Provisionen hochzutreiben.

Das Werbegeschäft war bislang nicht auf Offenheit und Transparenz aufgebaut. Seine Fundamente waren vielmehr Einfluß, teure Studien und Umfragen sowie persönliche Beziehungen. Das neue Modell gibt Firmen endlich die Möglichkeit, die Menschen zu finden, die sie erreichen wollen und dafür nach einem mehr oder weniger transparenten Preismodell zu bezahlen. Es erhöht den Wert jedes für Werbung ausgegebenen Euros, indem es das damit erreichte weitgehend sichtbar macht.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von Der Datensammler
am 8. Juni 2009, 12:21 Uhr
Google, ein Instrument der US-amerikanischen Geheimdienste?
Was mich an Google irritiert ist, das klaglos die Datensammlung, seitens der amerikanischen Regierung, hingenommen wird. Von den Satellitenbildern bis Google Streetview, Bücherscannen (oder Bücher verbrennen?, klingt ähnlich, oder?) alles ist erlaubt und wird nur in geringem Umfang verboten.

Warum es im geheimen tun, wenn es doch unter den Augen der Öffentlichkeit viel einfacher geht. Ein paar Personen schmieren, die sagen "Wissen ist Allgemeingut und gehört allen!" und schon sind die Kritiker erstickt.

Die Geimdienste im Vor-DV-Zeitalter (Griechen, Römer, Mittelalter, drittes Reich, die beiden Machtblöcke) hatten nicht das Problem des Datensammelns, sondern des datenauswertens. Selbst zig-Stasi-Spitzel konnten mehr Infos beschaffen, wie die Auswertungsabteilungen verifizieren konnten. Jeder durchschnittliche Geheimagent auf der Welt kann heute mit Kenntnissen in Datenbankprogrammierung, umfangreichere Auswertungen über Personen/-gruppen erstellen ohne dass es jemand merkt oder ein Richter dies erlaubt.

Der Datensammler
 
von Googletrap
am 15. Juni 2009, 22:29 Uhr
Wir sind alle in der Googlefalle
die fakten sprechen meines erachtens eine deutliche sprache: google will alles, was sich im web abspielt, kontrollieren und vermarkten, auch die nutzer. google hat zwei gesichter, das nette, das uns mit gratis-services versorgt und dann das gefährliche eines großen bruders. die lektüre der webseite www.googlefalle.com/... bringt licht ins dunkel
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