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Fennec soll Firefox zum Erfolg auf mobilen Geräten verhelfen

Dana Blankenhorn, Paula Rooney, Peter Marwan
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20. Juni 2008
Kaum ist Firefox 3 mit viel Getöse gestartet, bereitet Mozilla schon den nächsten Coup vor: "Fennec" soll die Welt der mobilen Browser durcheinanderwirbeln.

Unter dem Codenamen Fennec entwickelt Mozilla derzeit fleißig an einem mobilen Browser, der Teil der Firefox-4-Plattform sein soll. Er wird zwar nicht vor 2009 verfügbar sein, Ungeduldige können sich jedoch schon die letzten Augusttage 2008 im Kalender rot anstreichen: Dann soll nämlich eine erste Alpha-Version bereitstehen. Eine brauchbare Beta-Version wird für Ende des Jahres erwartet.

Fennec ist für das Firefox-Team ein wichtiger Meilenstein, nimmt doch die Nutzung mobiler Geräte für den Internetzugang unaufhaltsam zu. Mit dem Release von Fennec wird es aber auch erste Antworten auf die spannende Frage geben, ob die etablierten Browser ihre Position verteidigen können oder ob auch in diesem Bereich eine Abwanderung zu den Newcomern stattfindet, insbesondere Googles Android und Apples iPhone.

Microsoft kann zwar auf 75 Prozent Marktanteil bei Browsern auf Desktop-Rechnern verweisen, hat sich aber mit Windows Mobile und den mobilen Versionen des Internet Explorer jahrelang mit begrenztem Erfolg abgemüht. In dem Maße, wie Firefox Boden gut macht, wird der Druck auf Microsoft größer. Firefox 3 hat allein in den ersten zwei Tagen seiner Verfügbarkeit vier Prozent Marktanteil erreicht. Firefox 2 und Firefox 3 zusammengenommen kommen inzwischen auf über 20 Prozent.

Geldbörse und Synchronisation inklusive

Bisher hat Mozilla noch keine mobile Version angeboten. In den vergangenen zehn Monaten wurden aber die grundlegenden Entwicklungsarbeiten weitgehend abgeschlossen. Einen ersten Blick auf Fennec gaben die Entwickler bereits im April: Mozilla verspricht eine komplett neue Benutzeroberfläche, erstaunlich schnellen Start und Synchronisationsmöglichkeiten über mehrere Geräte hinweg. Räumliche Navigation, Fischaugen-Zoom-Funktion, Unterstützung für E-Geldbörsen, ein Soft-Keyboard und Rechtschreibprüfung sollen ebenfalls zum Funktionsumfang gehören.

Und Mozilla hat noch einige Trümpfe im Ärmel. Auf einem Treffen in Boston erklärten die Firefox-Entwickler kürzlich, dass beim nächsten Forefox-Release großes Gewicht auf mobile Funktionen gelegt werde. Derzeit spreche Mozilla mit OEMs tragbarer Geräte und mit Carriern darüber, wie sich die mobile Internetnutzung voranbringen lasse. Sogar mit dem Blackberry-Entwickler RIM sei über eine Portierung von Fennec auf dessen Plattform gesprochen worden.

Alle diese Schritte deuten für Mozilla in die richtige Richtung: Ebbt die Aufregung um Firefox 3 allmählich ab, braucht der Microsoft-Herausforderer neue Themen, um den Schwung nicht zu verlieren. Mobilität scheint dafür derzeit das richtige Thema zu sein.

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