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Deutsche Unternehmen nicht auf Katastrophe im Rechenzentrum vorbereitet

Dietmar Müller
|
12. Oktober 2004
Für den Ausfall ihres Rechenzentrums sind viele deutsche Unternehmen nach wie vor nicht optimal gerüstet, lautet die Quintessenz der diesjährigen Disaster Recovery-Studie im Auftrag von Veritas Software.

69 Prozent der befragten deutschen IT-Entscheider haben keinen integrierten Plan für Disaster Recovery und Business Continuity einsatzbereit in der Schublade liegen, obwohl eine Unterbrechung des IT-Betriebs für 95 Prozent ernsthafte wirtschaftliche Folgen hätte. Auch werden die Pläne zu selten getestet und überprüft, um nach einem Störfall den Normalbetrieb schnell wieder aufnehmen zu können. Erfreulich ist der wachsende Stellenwert der Notfallpläne im Unternehmen, wie die stärkere Involvierung der Vorstandsebene zeigt.

95 Prozent der befragten IT-Manager in Deutschland gaben an, dass sie ohne Disaster Recovery-Plan Katastrophen und Ausfällen schlicht ausgeliefert wären. Als die beiden größten Bedrohungen wurden mit 82 und 78 Prozent Hard- und Software-Fehler sowie Naturkatastrophen genannt, gefolgt von Viren und Hacker-Angriffen mit 69 Prozent sowie Krieg und Terrorismus mit 60 Prozent. Nicht alle Bedrohungen kommen von außen: Ausfälle aufgrund unabsichtlichem oder bösartigem Verhalten von Mitarbeitern stuften 46 Prozent der Befragten als bedrohlich ein.

Dass diese Bedrohungen keine graue Theorie sind, zeigt sich darin, dass 45 Prozent der befragten deutschen Unternehmen ihren Notfallplan in den vergangenen zwölf Monaten in die Praxis umsetzen mussten. Der häufigste Grund waren mit 26 Prozent Hardware- oder Software-Störungen, gefolgt von Viren und Hacker-Angriffen (17 Prozent). 14 Prozent nannten Naturkatastrophen wie Brand oder Hochwasser als Ursache. Mit 7 Prozent war unabsichtliches oder bösartiges Verhalten von Mitarbeitern ein weiterer Auslöser.

Obwohl das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines Notfallplans in deutschen Unternehmen vorhanden ist, sind die Ergebnisse für Test und Überprüfung im Vergleich zum Vorjahr stagnierend oder leicht rückläufig. Monatliche Tests finden immer noch bei 12 Prozent der Befragten statt, während die monatliche Überprüfung von 10 Prozent auf 8 Prozent sank. Ein jährlicher Test erfolgt unverändert bei 36 Prozent der Befragten, während die jährliche Überprüfung von 35 Prozent auf 33 Prozent abnahm. Laut der Disaster Recovery-Studie 2003 überarbeiten 23 Prozent der Befragten den Plan seltener als einmal im Jahr oder überhaupt nicht – 2004 stieg diese Zahl auf 40 Prozent.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von Realist
am 13. Oktober 2004, 00:52 Uhr
Dank Terminal-Services wohl immer wichtiger
Dank Konzentration auf Terminal-Services und Thin-Clients wird eine rasche Wiederherstellung immer wichtiger. Ein Ausfall des Systems und es ist keinerlei Arbeit mehr möglich!

Bei konventionellen Clients konnten derweil wenigstens teilweise weitergearbeitet werden.

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