Mars Attacks!
Mein erster Gedanke beim Lesen dieser Meldung galt Mel Gibson und seinen Film-Kindern, die sich in "Signs" selbstgebastelte Hüte aus Aluminium aufsetzten, weil sie hoffen, dass dann die Außerirdischen ihre Gedanken nicht lesen können. Auf den zweiten Blick ist es aber weder abwegig noch Science Fiction, was Bernhard Fechner von der Fernuniversität Hagen entwickelt hat: Hardware für den Schutz von Computertechnik vor Fehlern durch "Beschuss" aus dem All.Worum geht es? Bei Computern werden die Leiterbahnen und die Transistoren auf den Chips immer schmaler. Inzwischen sind sie oft nur noch einige Atome stark. In Forschungsprojekten kommen die Entwickler bereits mit sieben Atomen aus. Zwar werden die Bauteile dadurch immer kleiner, aber eben auch immer empfindlicher. Treffen nämlich elektrisch geladene Partikel darauf - vor allem Neutronen aus dem Weltall -, kann ein Bit umkippen, können Bauteile beschädigt werden oder kann Alltagselektronik, etwa in Fahrzeugen und Flugzeugen, versagen. Zur Verdeutlichung: In Kiel wurden auf einem Quadratzentimeter pro Stunde durchschnittlich 6300 Neutroneneinschläge gemessen, der Spitzenwert weltweit liegt bei 14.400 Treffern.
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