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DVB-T: Das so genannte Überall-Fernsehen im Praxistest

Kai Schmerer
|
1. Juli 2005
November 2002 war Startschuss für das digital-terrestrische TV (DVB-T) in Deutschland. Inzwischen können 43 Millionen Einwohner DVB-T empfangen. ZDNet hat PCI- und USB-Lösungen einem Praxistest unterzogen.

Mit dem 30. Mai 2005 ist auch in Bayern der Startschuss für das digital-terrestrische Fernsehen gefallen. Wie in anderen Bundesländern auch, sind zunächst die großen Zentren mit der neuen Technik ausgestattet worden. Insgesamt können in den Großräumen München und Nürnberg nun 6,3 Millionen Einwohner DVB-T empfangen.

Die digitale Technik ermöglicht eine effizientere Übertragung. Dadurch können mehr Sender pro Kanal übertragen werden. In München beispielsweise sind vor der Umstellung auf DVB-T nur zehn Sender analog ausgestrahlt worden. Mit DVB-T stehen nun 22 Sender zur Verfügung. Eine Programmvielfalt wie bei Satellit oder Kabel erreicht DVB-T allerdings nicht. Ebenso wird das hochauflösende Fernsehen HDTV kaum über DVB-T verbreitet werden, da die Bandbreite hierfür nicht ausreichend ist. Das trifft auch auf das Kabel zu. Wer etwa die Fußball-WM in hochauflösender Technik empfangen will, kann dies nur über eine digitale Satelliten-Technik realisieren.

DVB-T in Deutschland
DVB-T erreicht inzwischen in Deutschland 43 Millionen Einwohner.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von HG
am 2. Juli 2005, 10:22 Uhr
DVB-T
Guten Tag,
leider haben Sie auch in diesem Beitrag über DVB-T nicht darauf hingewiesen, dass VPS Signale nicht übertragen werden, oder habe ich etwas übersehen? Die zeitgerechte Aufzeichnung von verschobenen Sendungen ist somit nicht möglich.
Dies schrieb ich schon einmal, vor vielen Monaten, an dieser Stelle.
HG
 
von Mr. Surrender
am 4. Juli 2005, 18:28 Uhr
AW: DVB-T
Ja, das ist mehr als lächerlich. An VPS habe ich mich zurecht gewöhnt. Dabei wäre gerade im Digitalfernsehen die digitale Signatur einer Sendung doch wohl selbstverständlich, oder?
Auch das digitale Satellitenprogramm kennt kein VPS mehr, wohl aber noch das analoge.
 
von Leo
am 2. Juli 2005, 15:01 Uhr
Empfang
Was noch zu sagen ist, das man im Erdgeschoss doch erheblich Problem mit dem Empfang hat. Jedesmal wenn ein Auto bzw. noch schlimmer wenn ein Linienbus vorbei fährt geht nichts mehr - trotz Zimmerantenne mit Verstärker
 
von dexdex
am 2. Juli 2005, 21:52 Uhr
AW: Empfang
Ja,der Empfang ist sehr sensibel, zumindest was die normalen (Zimmer)stabantennen anbelangt. Ich habe jetzt Erfahrung mit meiner Twinhan usb dvb-t gesammelt. zum glück gibt es jetzt dafür endlich eine gute software von twinhan die alte war einfach nur nicht zu gebrauchen. mit der neuen software bin ich sehr zufrieden ind der empfang ist auch wesentlich besser. Aber man sollte dabei darauf achten, die Zimmerantenne in eine ungestörte Ecke zu stellen. Auf keine Falle neben einen PC der viel "strahlt". Ich hatte einen zweiten PC ca. 1 m neben der Antenne, sobald ich diesen angeschaltet habe, fängt das bild an zu stottern.
 
von Funktechni
am 3. Juli 2005, 10:25 Uhr
Empfangsqualität
Man braucht sich nichts vormachen: Guter Empfang basiert auf gutem Pegel, da ist auch digital kein Allheilmittel; auch bei DVB-T gelten funktechnisch die gleichen Gesetze wie in der analogen Empfangstechnik seit 100 Jahren.

Dennoch ist bei DVB-T die Empfangsqualität einem Datenstream eines DVB_S nicht gleichzusetzen, da hier die Datenrate deutlich höher liegt, bei DVB-T äußern sich zum Beispiel schnell bewegte kontrastreicher Bilder (Fußballspiel auf Rasen) doch in unterscheidlich guten Bildern, wobei die privaten deutlich schlechter abschneiden.

Bei der Bildqualität ist digital nicht unbedingt besser!

 
von HG
am 3. Juli 2005, 11:24 Uhr
AW: Empfangsqualität
Genau so ist es!!! Hoch lebe die Klötzchenbildung und die Bildruckler, ein Feature des digitalen Fernsehens.
DVB-T ermöglicht es aber über eine Frequenz 4 Sender abzustrahlen.
Damit haben wir das, was wir nie brauchten: Werbung satt, reine Verkaufssendungen, Wiederholungen von Filmen aus den Sechzigern, Nachmittagstalkshows mit dem Thema "sollten Alte überhaupt noch sex haben" usw. Wer meint dies sei reine Ironie, der hat recht!
Alle werden gezwungen, pro Gerät/Recorder einen Receiver zu kaufen.
Selbst im berliner Kabelfernsehen habe ich jetzt typische Digitalfehler:-((((
 
von Sigmund von Stetten
am 3. Juli 2005, 23:45 Uhr
DVB-T nur schlechte Erfahrungen
Ich kann nur sagen, dass diese Umstellung unglaublich viel Ärger gebracht hat:
1.für 600.- Euro Empfangsgeräte gekauft, dabei 3x umtauschen müssen,da die gerätr schlichtweg SChrott waren, Radix Twin DTR-9000 mit schlechtem Empfang,ungenügenden Ausgängen mit FBAS signal statt RGB oder S-vhs im videobereich, ganz schlimm. Die bilder sind durchweg bei schnellen Bewegungen verpixelt, egal welcher Receiver, teils komplett Ausfall.Fazit: eine DEUTLICHE Verschlechterung in der Qualität. ganz zu schweigen von den nervigen Zusatzfernbedienungen. Ich möchte nur eine PErson erleben, die mir diesem System hochzufrieden ist.
Hoch lebe die digitale Welt..
 
von Detlef Fischer
am 21. Juli 2005, 16:33 Uhr
AW: DVB-T nur schlechte Erfahrungen
Ich weiß gar nicht was es da für Probleme gibt. Wohne in Neumünster und habe die Antenne (Televes DAT-45)in Richtung Hamburg ausgerichtet. Benutze als Empfänger bei uns im Mietshaus stationär vier Geräte von Technisat (Digipal 2), eines von Topfield (T 1000). Im PC benutze ich die Airstar 2. Alle Geräte funktionieren einwandfrei. Bitfehlermessungen ergaben nur minimale Fehler in der Übertragung. Vielleicht sollte man mal überprüfen woran es liegen könnte. Verstärker, die bis zum Ende aufgedereht sind, können Verzerrungen usw. erzeugen die den Datenstrom negativ beeinflussen, hatte ich übrigens auch bevor die Anlage eingemessen wurde. Natürlich sollten auch die Verteiler und Kaben dem DVB-T Standard entsprechen um Störungen von Aussen abzublocken.Ich bekomme sogar den Hessischen Rundfunk aus Hamburg obwohl der nicht in unsere Richtung abgestrahlt wird.
MFG.
 
von Uwe
am 7. Juli 2005, 07:38 Uhr
DVB-T, VPS und EPG
Bin mit DVB-T prinzipiell sehr zufrieden. Habe die Siemens Gigaset M740 Box.
Aber viele private Sender schicken neuerdings gar keine EPG-Infos mehr. Und wenn nur für max. 3 Tage im vorraus.
VPS müßte implementiert werden !
 
von Michael
am 8. Juli 2005, 14:55 Uhr
Benutzung als "Benutzer"
Dem Verfasser des "Testberichts" ist entgangen, daß sich sowohl die Artec- als auch die Twinhan-Box nur dann benutzen lassen, wenn der Anwender über Administratorrechte verfügt. Mit anderen Worten: Die Hersteller dieser Produkte ignorieren schlicht und einfach die Existenz entsprechender MS-Richtlinien und legen Daten statt im dafür vorgesehenen Benutzerverzeichnis lieber im Programm- oder (wie bei Artec) gar Windows-Verzeichnis ab.

Achso: Die Artec-Box ist der Twinhan derart ähnlich, daß sich einige Revisionen auch mit der Twinhan-Software betreiben lassen. Bei der lassen sich übrigens die Sender in eine gewünschte Reihenfolge bringen.

 
von Thomas
am 19. Juli 2005, 17:44 Uhr
Unausgereifte Produkte
Nachdem ich einen Umtauschmarathon schon von unserer Set-Top-Box hinter mir hatte, habe ich das ganze jetzt nochmal bei ext. USB-Lösungen auf mich genommen. Keines der im Handel erhältichen Produkte hat mich überzeugt. Terratec war mit der T² noch am erträglichsten. Technisat und Twinhan gingen noch am selben Tag zurück. Test auf 3 unterschiedl. Systemen (Notebook/Desktop) und passive/aktive Antennen. Entäuschende Empfangsqualität (2Km vom Sender!) oder Software...
Ich brauche Lösungen und keine neuen Probleme.
 
von S. Brenner
am 13. September 2005, 01:42 Uhr
AW: Unausgereifte Produkte
Diese Erfahrungen kann ich nur voll und ganz bestätigen. Auch ich habe auf drei Rechnern (PC/Laptop) installationsorgien durchgeführt.

Entfernung zum Fernsehturm ca. 3 Km.
1) Artec T1 - Ton aber kein Bild
2) Cinergy T2 - weder Ton noch Bild
3) TwinHan Magic Box - sofort Bild und Ton

Habe mir jetzt dazu noch eine aktive Antenne gekauft und auch die ARD ist jetzt gut zu empfangen.

Bliebe zum Schluß nur die Frage zu klären, warum ausgerechnet die ARD mit dem, mit Abstand, schwächsten Signal ausgestrahlt wird.

 
von w.borvitz
am 3. August 2005, 21:37 Uhr
DVB-T mit dem PC
Meine 2 Versuche mit den Karten Technisat Skystar 2 und Haupage Nova-T für USB sind nach 3 Tagen bzw. nach 24 Stunden Testen mit der Rückgabe der Karten geendet.
Beide Lösungen zeigen die gute Bildqualität, wenn denn die Software mal stabil läuft. Aber Bildeinfrieren und Tonstörungen sind auch bei normalen Empfängern ohne PC der tägliche Genuß.

Der PC war erheblich besser wie die sogenannten "Systemvoraussetzungen", die von den Herstellern angegeben werden. Die Empfangsleistung der Dach-Antenne war auch sehr gut.
Beide Lösungen scheitern an der unausgereiften Software und dem "Bedienkomfort" der Software. Mit der Technisat war ein mehrmaliges Starten während eines 90 Min. Films normal, die haupage bietet eine Software, die weder stabil noch überhaupt sinnvoll bedienbar ist.
Versuche, den PC als Video-Recorder zu nutzen scheitern.
Die Programmierer und Entwickler werden wohl noch einige Jahre brauchen, um die PC und Karten alltags tauglich zu machen.
Ich kann nur jedem abraten!!!!!!

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