Paradise Papers: Apple nutzt Steuerschlupflöcher auf der Kanalinsel Jersey

Sie sollen als Ersatz dienen für das in Irland inzwischen abgeschaffte Modell "Double Irish". Aus den Paradise Papers soll auch hervorgehen, dass Apple gezielt nach Standorten mit Steuerbefreiungen gesucht hat. In einer Stellungnahme betont Apple, dass es weltweit stets alle Steuern bezahlt.

Apple hat offenbar aktiv nach Steuerschlupflöchern innerhalb der Europäischen Union gesucht. Das geht aus den sogenannten Paradise Papers hervor, die unter anderem der Süddeutschen Zeitung vorliegen. Demnach verlagerte Apple bereits 2014 zwei Tochterfirmen von Irland auf die Kanalinsel Jersey. In Irland soll der iPhone-Hersteller zudem eine neue europäische Niederlassung gegründet haben.

Apple-Store in München (Bild: Andre Borbe / silicon.de)Auslöser für die Neuorganisation war der Süddeutschen Zeitung zufolge eine Änderung des irischen Steuerrechts, die Anfang 2015 in Kraft trat. Sie schaffte das als „Double Irish“ bezeichnete Modell ab, das es ausländischen Unternehmen erlaubte, mithilfe von zwei irischen Niederlassungen ihre Steuerlast zu minimieren. Eine dieser Töchter durfte früher nämlich von einem Drittland aus geführt werden, wodurch die Gewinne des Unternehmens in diesem Land und nicht in Irland versteuert werden mussten.

In den USA muss Apple 35 Prozent auf seine Gewinne an den dortigen Fiskus abführen. Aus den Unterlagen soll auch hervorgehen, dass Apple inzwischen in Steueroasen außerhalb der USA Gewinne in Höhe von 128 Milliarden Dollar geparkt hat, um sie nicht in seinem Heimatland versteuern zu müssen.

Die Süddeutsche Zeitung zitiert zudem aus einer E-Mail von Apple, die offenbar an die auf den Bermudas ansässige Anwaltskanzlei Appleby gerichtet war, aus deren Fundus wiederum die Paradise Papers stammen sollen. Apple soll demnach gezielt nach Standorten gesucht haben, in denen es Geschäfte abwickeln kann, „ohne besteuert zu werden“. Für die Steuerbefreiung forderte es zudem eine amtliche Bestätigung. Weitere Kriterien für die Standortwahl waren anscheinend Regelungen für die Offenlegung von Geschäftsberichten und die Stärke einer Opposition, die eine Änderung der Steuergesetze herbeiführen könnte. Die Süddeutsche Zeitung folgert daraus, dass Apple ein Land ohne „Transparenz, Steuern und nervige Opposition“ für seine Firmensitze suchte.

Tatsächlich stellte die EU-Kommission 2016 fest, dass Irland Apple unrechtmäßige Steuervorteile gewährt hat, die Brüssel als unerlaubte Subvention wertet. Der Aufforderung, 13 Milliarden Dollar von Apple nachzufordern, ist das Land bisher allerdings nicht nachgekommen. Seit Anfang Oktober beschäftigt sich der Gerichtshof der Europäischen Union mit dem Fall.

Apple weist in einer aktuellen und detaillierten Stellungnahme indes alle Vorwürfe zurück. Jedes Unternehmen habe die Verantwortung, seine Steuern zu zahlen und Apple zahle in jedem Land der Welt „jeden Dollar, den es schuldet“. Die 2015 durchgeführten Änderungen der Firmenstruktur hätten zudem nicht das Ziel gehabt, die Steuerlast außerhalb der USA zu reduzieren. Auf im Ausland erwirtschaftete Gewinne zahle man effektiv 21 Prozent Steuern in den USA. Zudem sei man der größte Zahler von Unternehmenssteuern weltweit.

Tatsächlich sind Steuermodelle wie „Double Irish“ grundsätzlich vollkommen legal. Auch andere Unternehmen unterhalten Niederlassungen in verschiedenen Ländern, mit dem Ziel, insgesamt möglichst wenig Steuern zu bezahlen. Einzelne EU-Staaten wie Irland, Luxemburg und die Niederlande begünstigen dies, indem sie Firmen besonders niedrige Unternehmenssteuersätze bieten. Weit verbreitet ist auch der Trick, dass ein lokales Tochterunternehmen geistiges Eigentum von einem anderen Tochterunternehmen im Ausland lizenziert. Die dabei entstehenden Kosten fressen die lokal erwirtschafteten Gewinne auf und erlauben dadurch deren Versteuerung in einem Drittland – das eine Steueroase wie die Bermudas oder Jersey sein kann.

Bemühungen, Steuerschlupflöcher zu schließen, haben bisher wenig Erfolg gezeigt. Selbst innerhalb der EU ist dies in absehbarer Zeit eher unwahrscheinlich, da Beschlüsse zu Steuerfragen stets einstimmig gefasst werden müssen. Es müssten also auch die EU-Steueroasen für deren Abschaffung stimmen.

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[mit Material von Chris Duckett, ZDNet.com]

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Themenseiten: Apple, Börse, Politik, Quartalszahlen, iPhone

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28 Kommentare zu Paradise Papers: Apple nutzt Steuerschlupflöcher auf der Kanalinsel Jersey

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  • Am 7. November 2017 um 14:32 von C

    Und wieder zeigt der faule Apfel seine hässliche, tatsächliche Fratze. Da helfen auch keine Beteuerungen mehr. Die Wahrheit tut weh – und 0,00% sind 0,00%.

    Und Irland hat noch 5 Jahre „Übergangs-Frist“ eingeräumt.

    Wird Zeit, hier gründlich & hart aufzuräumen & MRD Nachforderungen (mit Zinsen) zu stellen. Auch bei den anderen Unternehmen, die dieses Steuer-Spar-Modell genutzt haben.

    Aktuell ist der arbeitende Mittelstand der Dumme. Wenn der auf die Barrikaden geht…dann werden sich die Verantwortlichen nicht mehr schützen können. Das gilt auch für die (korrupte) Politik, die hier – trotz Kenntnis – noch nicht durchgreift. Das Fass ist voll und läuft über…

    Der User/Käufer kann auch diese Hersteller auf Dauer meiden, das wäre die konsequente Haltung dazu (siehe z. B. Brent Spar).

    • Am 8. November 2017 um 9:53 von M@tze

      Dein Beitrag führt völlig an der Realität vorbei. Jede Firma (und auch jede Privatperson) versucht so wenig Steuern wie möglich zu zahlen, um ihren Gewinn zu maximieren. Ob man jetzt als kleine Firma seine Gewinne klein rechnet, indem man die Ausgaben und Verluste künstlich pusht oder ein paar Aufträge „schwarz“ erledigt oder eine große Firma solche Möglichkeiten wie oben nutzt ist dabei unerheblich. Das ist Kapitalismus…

      Ob ich das Ganze jetzt für moralisch verwerflich halte, ist dabei völlig unerheblich. Ja, ich finde das zum kotzen und moralisch daneben, aber solange die Politik nicht die Gesetze entsprechend anpasst, soll man auch nicht jammern und auf die Anderen zeigen. Wenn es der Regierung nicht passt, soll sie die Gesetze anpassen! Ich nehme damit nicht Apple im Besonderen in Schutz oder so, das gilt allgemein. Wenn jemand gegen das Gesetz verstößt und unrechtmäßig (!) Steuern hinterzieht, gehört er hart bestraft. Solange er seine Steuern im Rahmen der Gesetze „optimiert“, ist das (leider) völlig legal. Aber unsere tollen Politiker und Prominente (Claudia Roth, Alice Schwarzer, Hoeness, …) machen es ja vor, wie man mit seiner Steuerschuld umgehen muss. Die haben eben andere Möglichkeiten als Du und ich…

      • Am 8. November 2017 um 14:19 von C

        Nein, mein Beitrag ist die Realität!

        In Irland ist der reguläre Steuer-Satz für Firmen 12,5%.
        Diesen zahlt Apple nicht, sondern zahlte bislang – einer Sonder-Vereinbarung entsprechend – 0,0001%.
        Diese Sonder-Vereinbarung ist der EU-Kommission nach eine „illegale Beihilfe“. Illegal – kannst im Duden nachsehen was das bedeutet.
        Vor allem, weil dort zwischen Firmen-Sitz & Sitz der Geschäfts-Leitung unterschieden wurde. Was für ein Schwachsinn! Die Geschäfts-Leitung kann die irische Firma auch vom Mond aus steuern!!!
        Die Apple-Firma hatte ihren Firmen-Sitz in Irland – also muss Irland diese (nach Irischen Gesetzen) ganz normal besteuern, wie alle anderen irischen Firmen auch. Keine Ausnahme, keine Sonder-Vereinbarung!

        Meine Firma zahlt in der BRD ca. 35% (KSt & GWSt). Das soll Apple auch hier auf die hier erwirtschafteten Gewinne zahlen. Tun sie aber nicht, weil sie die Verrechnungs-Preise manipulieren. Und der Deutsche Fiskus schaut nur zu…
        Wenn Ich meinen FA-Beamten mit der Trennung zwischen Firmen-Sitz und Firmen-Leitung komme, hat der nicht mal ein müdes Lächeln…für solchen Unsinn & Spitzfindigkeiten.
        Das sind zwei Skandale:
        1. Unerlaubte Beihilfen / Wettbewerbs-Vorteile
        2. Ein Fiskus der die Machenschaften kennt aber nichts unternimmt

        • Am 9. November 2017 um 10:32 von M@tze

          Nochmal für Dich zum mitschreiben,ich zitiere Dich mal:

          – der Deutsche Fiskus schaut nur zu
          – Sonder-Vereinbarung
          – Ein Fiskus der die Machenschaften kennt aber nichts unternimmt
          – Die von Irischen Finanz-Minister gewährten Sonder-Vereinbarungen
          – Das können sich nur spitzfindige StB ausdenken
          – auch hier versagt diese Politik schon seit längerem

          Nichts anderes habe ich geschrieben, da steht nur was von Saat / Politik / Finanzamt. So leid es mir tut, Apple Amazon Google und Co brechen oder umgehen in diesem Fall keine Gesetze. Sie zwingen auch keinen Staat wie Irland dazu Ihnen Sonderrechte zu gewähren. Diese Sonderregelungen werden ihnen angeboten bzw. die ganzen Schlupflöcher sind von der Politik gemacht und werden stillschweigend geduldet. Eine Firma wird immer versuchen, die Steuerlast so weit wie möglich zu senken. Ethik und Moral interessieren da (leider) nicht. DAS ist (leider) die Realität! Nicht Dein Wunschdenken von „jede Firma zahlt freiwillig den höchstmöglichen Steuersatz“. MIR gefällt das auch nicht und ich verteidige das auch nicht, aber ich bin so realistisch, dass ich sehe dass Du auf die Falschen einschlägst. Wer macht denn die Gesetze? Wer zieht denn Irland nicht zur Verantwortung? Unsere Politiker…

          Mir wäre auch lieber, jeder beteiligte sich mit gleichem Anteil am Steuertopf und wir hätten dafür keine Finanzierungsluecken bei Schulen und Kindergärten.

          Ich hoffe auch sehr, Du kaufst nichts von der Molkerei Müller (Müllermilch!) oder anderen Vereinen? Nur mal als Beispiel, es gibt da genug andere Firmen, die auch nicht besser sind. Theo Mueller hat nach der Wende mit Steuergeldunterstützung Milchhöfe in den neuen Ländern billig aufgekauft und später wieder dicht gemacht bzw. verschachert. 2003 hat er sich aus Schwaben in die Schweiz zurückgezogen, um seinen neun Kindern die mehreren hundert Millionen (!) Erbschaftssteuer zu ersparen. Klar doch, vom Staat und Steuergeldern profitieren, aber ja nichts hergeben… Der gesellschaftliche Aufschrei war bei weitem nicht so groß, wie Deine Schimpftiraden hier. Hat der Staat sein Geld zurückverlangt? Nein! Ist das legal? Ja! Ist das moralisch? Verdammt nochmal, nein!

          • Am 9. November 2017 um 11:40 von C

            Du zitierst leider nur selektiv.

            Apple ist beim irischen Finanz-Minister angetreten – und hat nach „Vergünstigungen“ nachgefragt.

            Apple hat in Irland erklärt, dass die irische Apple-Firma in Irland nicht besteuert werden dürfte, weil die Firmen-Leitung in den USA ist (demgemäß in den USA versteuert werden müsste). Gleichzeitig hat Apple in den USA dem IRS erklärt, es handelt sich um eine irische Firma, der US-Fiskus hätte kein Steuer-Anrecht!
            Wie erklärst Du bzw. Apple diesen von Apple geschaffenen Widerspruch?

            Apple sucht aktiv Länder mit 0-Steursatz, Garantien des Landes mit 0-Steuer-Satz und fehlender Opposition, die diese 0-Steuer-Satz Regelungen nicht ändern soll.
            Wie erklärst Du dann die Apple-Bekundungen, man zahlt in jedem Staat jeden geforderten Steuer-Obulus, wo man doch aktiv nach 0-Steuer-Ländern sucht?

            Apple erklärt in Deutschland fingierte, hohe Verrechnungs-Preise (anstatt den EK-Preis aus Asien incl. Transportkosten nach EU). Und der Fiskus kennt diese – und setzt nicht die richtigen an.

            Apple erklärt in Deutschland hohe Lizenz-Zahlungen angeblich aus den USA, wo Apple niemals die Lizenz-Zahlungen hinleitet, sondern diese in 0%-Steuer-Ländern (also Kanal-Insel Jersey, Bermuda, British Virgin Islands, etc.) dann parkt.

            Apple – you know. Deine geliebte Firma begeht vorsätzlichen Rechtsbruch. Siehe auch die zdnet.de Meldung zur Dual-Kamera. Siehe auch Rechtstreit mit Imagination. Siehe auch Rechtsstreit mit Uni Wisconsin.
            Siehe auch Patent-Verletzung der VESA. Siehe auch Verurteilung zu den E-Books (verurteilter Kartell-Verbrecher). Siehe auch Übernahme des iPod Designs von Kane Kramer. Und und und…

            Apple ist hier der agierende, kein anderes Rechts-Subjekt.
            Versuch also nicht, Täter & Opfer zu verdrehen!
            Apple geht über die rote Linien hinaus. Das ist der Rechts-Bruch, den Ich anprangere. Und genau aus diesem Grund sollte man Produkte dieser Firma meiden!

          • Am 9. November 2017 um 12:54 von Klaus der Steuerzahler

            Nein, das ist nicht richtig: „Eine Firma wird immer versuchen, die Steuerlast so weit wie möglich zu senken.“

            Auch C und andere Chefkritiker werden immer versuchen ihre Steuerlast so weit wie möglich zu senken. Weil es ihr gutes Recht ist.

            Keiner* zahlt mehr Steuern als er muss.

            *Es gab in der Tat einige sehr Reiche, die meinten, dass ihre persönliche Steuerlast zu gering war, und sie wären bereit höhere Steuern zu entrichten. Der Staat hat sich dafür nicht interessiert.

          • Am 9. November 2017 um 12:59 von Klaus der Förster

            @C Ja, und? Das ist verboten?

            „Apple ist beim irischen Finanz-Minister angetreten – und hat nach „Vergünstigungen“ nachgefragt.“

            Schließlich haben sie in einer Infrastrukturschwachen Region bereits in den 80ern Arbeitsplätze geschaffen (ja, das haben sie in der Tat!), und jeder (!) Konzern fragt als erstes nach, welche Vergünstigungen es gibt.
            Ich hoffe für Dich, dass Du keinen Daimler, BMW oder VW fährst, denn die schleusen ihre Umsätze AUS STEUERGRÜNDEN über die Niederlande.

            Dass Du Apple kritisierst, ist ja legitim, dass Du aber IMMER NUR Apple kritisierst, und die anderen dann eben locker und allzu gerne ausblendest, das ist dann eine verlogene Kritik.

            Apple tut nichts Anders als Google, als Microsoft, als Daimler, BMW, Volkswagen, als Müller, als … und wenn Du nicht gerade der heilige Josef bist, wirst Du bei Deiner Steuererklärung vielleicht auch nicht 100% penibel sein.

            Wie so oft, bist Du extrem Anti-Apple-fixiert, und siehst den Wald vor Bäumen nicht.

          • Am 10. November 2017 um 9:57 von M@tze

            Wie Klaus schon richtig sagte:

            „und hat nach „Vergünstigungen“ nachgefragt.“. Sie haben nachgefragt, die irische Regierung muss doch nichts gewähren, was sie nicht wollen oder nach irischem Recht nicht in Ordnung ist.

            Um Klaus hier auch nochmal zu zitieren:

            „Dass Du Apple kritisierst, ist ja legitim, dass Du aber IMMER NUR Apple kritisierst, und die anderen dann eben locker und allzu gerne ausblendest, das ist dann eine verlogene Kritik.“

            Wenn Du generell so konsequent mit Firmen bist, die in Deinem Sinne moralisch verwerflich agieren, nehme ich an, dass Du im Wald wohnst und Deine Beiträge hier mit der Holztrommel übermittelst?! Weil Produkte von Amazon, Google, MS, Samsung, Huawei (und anderen chinesischen Firmen), … wirst Du ja dann auch alle nicht verwenden? Das Bett ist aus Stroh, weil die Matratzenmafia will man ja auch nicht unterstützen usw. usw. …

            Wenn ich in meiner Steuererklärung bei Fahrten zum Arbeitsplatz mehr Kilometer ansetzen würde – würde ich betrügen und das wäre strafbar. Wenn ich aber bei Werbungskosten einen Pauschalbetrag ansetze (der sogar schon vom Steuerprogramm so vorgegeben und vom Finanzamt immer akzeptiert wird), auch wenn ich diesen gar nicht in Anspruch genommen habe – dann ist das im Rahmen des Gesetzes und völlig in Ordnung. Wenn Du das trotzdem nicht tust, wovon ich fest ausgehe, ist das doch auch ok.

          • Am 10. November 2017 um 14:45 von C

            Damit die Apfel-Freunde es verstehen:

            Fingierte, überhöhte Verrechnungs-Preise beim Deutschen Fiskus angeben IST eine Steuer-Straftat.

            Lizenz-Zahlungen innerhalb der EU (soweit es sich tatsächlich um EU-Gebiet handelt, also nicht Kanal-Inseln Jersey) sind OK, wenn die Besteuerung im Empfänger-Land auch tatsächlich dort erfolgt. Was sie aber im Apfel-Fall nicht tat!

            In Irland eine Firma anzumelden – dort zu behaupten es darf der Irische Fiskus nicht besteuern weil der US-Fiskus besteuern muss bei gleichzeitiger Argumentation vor dem US-Fiskus, dass eine irische Firma nicht in den USA besteuert werden darf ist eine Steuer-Straf-Tat in IRLAND.

            Die Irische Vereinbarung mit Apple ist VERBOTEN (egal welcher irischer Gesetzgebung unterliegend) WEIL ES EINE ILLEGALE BEIHILFE IST. Nach EU-Recht. Fragt die EU-Kommission. Und Frau Verstager hat schon wegen Jersey nachgefragt… Da kann noch mehr kommen.

            ILLEGAL. Das wussten auch die StB von Apple – und damit Apple selbst. Die Handlungen eines Bevollmächtigten stehen den Handlungen des Auftraggebers gleich gegenüber Dritten.
            Und zwar VOR der Vereinbarung mit der Irischen Regierung.

            ILLEGAL. Lest im Duden nach, was das bedeutet liebe Apfel-Fanboys.

            Das vorsätzliche Brechen von anderen Patent-Rechten auch. Siehe die diversen Gerichtsurteile.

            Muss euch schon sehr stinken zu sehen, wie die geliebte Firma als Straf-Täter und verurteilter Patent-Brecher und e-Book Kartell-Verbrecher dasteht. Keine Rückmeldung von euch zu den überführten Delikten. Sagt schon alles aus.

            Schönen Tag noch.

  • Am 7. November 2017 um 19:12 von Mathias

    Ich wusste doch du bist noch nicht einmal des Lesens fähig.
    Lese dir mal ParadisePapers selber durch und fallen dir so einige Namen von großen Internationalen Konzernen und Prominente Personen auf.
    Aber für bimmelt ja da Pawlowsche Glöckchen

    Ich mache jedes Jahr meine Steuererklärung und versuche soviel Steuern wie möglich zu sparen. Das dann natürlich am absoluten Limit des gesetzlich möglichen. Wer das nicht macht, hat einfach zu viel Geld.

    Und ich sehe das so, dass Apple, wie alle anderen international aufgestellten Konzerne das vergleichbar machen, halt aufgrund ihrer Umsätze mit größeren Zahlen. Sie loten die gesetzlichen Grenzen aus und tasten sich daran. Alles legal, ob es Dir passt oder nicht, ist Dein Problem. Dass es ungerecht ist, ist nicht Apples Problem sondern ein Problem der Politiker, die keine entsprechenden Gesetze dagegen verabschieden. Suche die Schuld bei den Verursachern dieser Situation, der Legislative, nicht bei den Nutzern.

    Aber das lernst du einsamer und verbitterter „Großbuchstabe“, wenn du mal selber Steuern zahlen darfst.
    Bis dahin bleibst du am besten bei Dingen, die dich betreffen. Wie z.B., kein Käseblättchen in Briefkästen zu stecken, an denen „Keine Werbung!“ steht, oder ob ich Pommes zu meinem Burger will.

    • Am 8. November 2017 um 14:36 von C

      Nein, es ist illegal. Es geht hier nicht um Gerechtigkeit, sondern um Gleichheit vor dem Gesetz: 12,5% in Irland sind 12,5% und nicht 0,0001%.

      Die (von korrupten) Irischen Finanz-Minister gewährten Sonder-Vereinbarungen widersprechen EU-Regeln.

      Die Irischen Politiker meinen Wohl, die EU sei ein „Selbst-Bedienungsladen“ wo man zwar Vorteile abgreifen kann – die Nachteile aber nicht will. Was ist mit den 85 MRD EUR EU-Beihilfe zur Rettung des Irischen Banken-Systems? Wer hat diese denn finanziert – und warum zahlt Irland diese nicht umgehend zurück, wenn sie doch von Apple keine 13 MRD EUR haben wollen?

      Und – wenn in der Kanal-Insel Jersey keine Firmen-Steuern bezahlt werden müssen (weil Kronbesitz und nicht Teil der EU, also Dritt-Staat) warum sollen dann Zahlungen/Transfers aus der EU auf die Kanal-Insel Jersey steuerfrei bleiben? Im Gegenteil: als Steuer-Oase deklariert müssten hier die Zahlungen aus der EU mit 200% EU-Außen-Steuer belastet werden.
      Mal sehen, wie das den StB von Apple schmeckt, wenn auf einmal Ihr Modell ganz rot wird…dunkelrot!

      Und – welcher Dummkopf erklärt ein Drittland hier zum Teil der EU, wo angeblich EU-Gesetze gelten sollen obwohl die EU keinerlei Hoheit über dieses Dritt-Land hat? Das können sich nur spitzfindige StB ausdenken. So wie die Irische Konstruktion: Firmen-Sitz in Irland – aber Besteuerung im Nirgendwo…

      Fass Dich mal an Deinen Kopf und frage Dich, ob evtl. zwischen Deinen Ohren ein Vakuum herrscht.

      Meine GmbH zahlt in der BRD ca. 35% Steuern auf Gewinne. Und das ist auch bei Apple anzusetzen – mit den realistischen Einkaufspreisen aus Asien. So einfach kann man den tatsächlichen Apfel-Gewinn in der BRD berechnen!
      Und auch hier versagt diese Politik schon seit längerem. Wird Zeit, das gründlich zu ändern! Und zwar jetzt. Gewinne absaugen & nicht versteuern – das war mal.

      Und der Apple-Saubermann-Nimbus ist auch dahin: Steuern auf Null, Null-Steuer-Garantie und keine Opposition die das ändert. Apple % Tim Cook haben ihre hässliche Fratze gezeigt – da kann kein Fanboy-Geheule was ändern. Auch Du nicht. Komm aus Deiner Traumwelt heraus – in die Realität.

    • Am 9. November 2017 um 18:38 von Antiappler

      Sag mal, Mathias, was ist Deine Intention, hier so oft über Leute herzuziehen, die es im Leben nicht so gut getroffen haben. Wie z.B. den Austräger von Werbezetteln, der sich nebenbei noch etwas dazu verdienen muss, weil die schmale Rente nicht reicht, oder der Chef seine Gewinne lieber auf die Cayman Islands bringt, anstatt einen angemessenen Lohn zu zahlen.
      Oder über die Bedienung in einem „Burger“, die dort arbeitet, weil sie wie der Austräger von Werbezetteln dem Staat nicht auf der Tasche liegen wollen, obwohl das ja sehr viel bequemer wäre.
      Außerdem kann schließlich nicht jeder Mensch einen guten Job bei einer Bank haben!
      Du bist einfach nur mit erbärmlichen Vorurteilen behaftet, was sich dementsprechend in Deinen Kommentaren niederschlägt!
      Oder würdest Du den Leuten einen Job in Deiner Firma geben?
      Zumindest nicht den jungen Menschen, die „Pickel“ im Gesicht haben und Klamotten von KiK tragen, wenn man nämlich nach älteren, von Dir geäußerten Kommentaren geht.

  • Am 8. November 2017 um 13:30 von Christian

    Diese Unternehmen finde ich einfach nur ASOZIAL. Sie stellen sich der gesellschaftlichen Verantwortung nicht, profitieren aber gleichzeitig von den jeweiligen Strukturen der Länder, die den Absatz der Produkte erst ermöglichen.

    Die Gesetzgebung ist für jeden Bürger ein Witz.

    • Am 8. November 2017 um 15:13 von C

      Es geht primär um Rechtstreue und nachgelagert um Ethik.
      Die Politik kennt die Umstände – und tut Nichts dagegen.

      Oben zahlt nicht, unten auch nicht. Nur die Mitte.
      Wie lange noch?

      • Am 9. November 2017 um 13:01 von Klaus der Grausame

        Sei doch froh. Ich vermute, Du bist eher ‚unten‘, daher solltest Du doch nicht so laut meckern. Zumindest, wenn ich Deine Kommentare mit Euro gegenrechnen würde, käme ein Wert ganz weit unten heraus.

        • Am 10. November 2017 um 14:48 von C

          Du hast keine Ahnung – und davon aber sehr viel!

          Deine Anzahl der Kommentare hier deutet nur auf einen bezahlten Jubel-Perser. Substanz- und inhaltslos. Viel Nebel um Nichts.

          Ich hingegen äußere mich nur, wenn es erforderlich erscheint.
          Insbesondere muss Ich nicht jeden Artikel kommentieren.

          • Am 11. November 2017 um 13:16 von Kein Klaus

            Du äußerst dich, wenn DU es für erforderlich hältst. Ob es wirklich notwendig ist, kann auf jeden und in jedem Fall angezweifelt werden.

  • Am 9. November 2017 um 3:05 von Antiappler

    Es wird umso abartiger, wenn man sich mal vorstellt, dass auf den mit regulären Steuergeldern bezahlte Straßen LKWs fahren, diese auch abnutzen, deren Ladung für teures Geld verkauft wird, und diese Einnahmen auf irgendwelche Offshore-Konten verschoben werden.

    Der „normale“ Bürger diese Möglichkeiten nicht hat, der eigentlich auch gar nichts zahlen müßte, denn wer hat denn schon wie Apple die Möglichkeit bei einer verdienten Million nur 50 Euro Steuern zu bezahlen.
    Und ganz abartig ist es, wenn Leute solch ein Verhalten auch noch beschönigen!
    Unabhängig davon, wer mehr gefordert hat (Apple, noch weniger Steuern zahlen zu müssen), oder angeboten hat, (örtliche Regierung, noch weniger Steuern zahlen zu dürfen).

    • Am 9. November 2017 um 13:03 von Klaus der Belustigte

      Ja, danke für dieses plastische Modell: „Milliarden von iPhones werden auf deutschen Straßen und LKWs transportiert“, böses Apple.
      Vielleicht solltest Du Dich mal schlau machen, welche Unternehmen durch die Just-in-time Produktion ihre Lager auf die Autobahnen verlegt haben, und da mal meckern.
      Du bist wirklich lustig.

      • Am 10. November 2017 um 11:47 von Antiappler

        Mal wieder nichts verstanden, wie so oft.
        Es geht hier um Apple!!!
        Nur weil ich die anderen Firmen nicht aufzähle, heißt das nicht, dass ich das gut finde oder diese Firmen hier erwähnen muss.

        • Am 10. November 2017 um 12:42 von Hi, hi...

          …darf ich mal fragen, warum eine Aufzählung anderer Firmen hier nicht sinnvoll ist? Wenn es um Google, Samsung, Microsoft usw. geht, wird doch Apple auch allzu oft ins Spiel gebracht!
          Das wirkt von Deiner/eurer Seite nicht wirklich objektiv.

          • Am 10. November 2017 um 14:55 von Antiappler

            Ist jetzt nur meine persönliche Meinung, aber ich finde, dass die Auflistung all dieser Firmen den Rahmen sprengen würden, weil diese Liste nämlich seeehr lang werden würde.
            Außerdem sind doch den interessierten Leuten die Namen bekannt und es macht das Gebahren von Apple auch nicht besser. Und wenn ICH jetzt eine bestimmte Firma vergessen hätte zu erwähnen, wäre das doch ganz bestimmt der nächste Grund von „Klaus dem Apple-Beweihräucherer“, auch darüber „lustige“ Anmerkungen abzugeben.
            Da der Typ hier gefühlte 80% aller Kommentare schreibt, wollte ich den Lesern wenigstens einen Kommentar ersparen.;-)

      • Am 10. November 2017 um 15:09 von C

        Mal wieder nichts verstanden, @Klaus der XXX?

        Es geht hier darum, dass die Firma Apple das in der BRD versteuern soll, was sie hier als Gewinn gemacht hat – nach Deutschen Steuer-Sätzen.
        Das ist ganz einfach zu rechnen:
        – Verkaufserlöse in der BRD
        – minus Waren-EK-Preise aus Asien (incl. Transportkosten zur BRD)
        – minus lokale Verwaltungs-/Verkaufs-Kosten
        = zu versteuernder GEWINN

        Auf Patente braucht man keine Zahlungen ansetzen, dar der Patent-Inhaber ja der Patent-Nutzer ist. Egal wie viele Schein-Firmen dazwischen geschaltet wurden in verschiedenen Ländern. Der Entwickler ist der Nutzer, damit keine Patent-Zahlungen nötig.

        Auf den sich ergebenden Betrag 35% Steuern berechnen – und sofort einziehen. Wenn das andere EU-Staaten auch machen, bleibt da nicht mehr so viel beim Apfel hängen wie aktuell…

        Und – es gibt da noch den (kostenlosen) Hinweis auf eine unzulässige Steuer-Vermeidungs-Konstruktion…in der AO:
        §§ 370, 372, 373, 374, 378 – 383.
        Man schaue sich hier auch die Rechtsprechung des BFH an. Ist besser so, BEVOR man unqualifizierte Fanboy-Post´s absetzt.

        In der BRD kann man bis zu 10 Jahre rückwirkend belangt werden. In der EU auch (siehe Beihilfe-Verfahren).

        Aktuell bin Ich in einer FA Betriebs-Prüfung. Die Buchführung (mit eigen aus 1986 entwickeltem Programm) ist einwandfrei.
        Wenn Ich die Apfel-Bilanz & Buchführung prüfen würde, käme da einiges heraus war rechtlich klar illegal ist. Warum das FA FFM hier nicht durchgreift kann Ich mir schon denken…siehe auch VW & Diesel. Klarer Betrug, der bis heute nicht geahndet wurde!

        • Am 12. November 2017 um 11:42 von Klaus der Mitleidige

          Ich glaube, Du hast krinen blassen Schimmer, was Du da behauptest.

          Hass kann nicht nur die Sinne vernebeln.

          • Am 13. November 2017 um 16:25 von Antiappler

            Was soll denn das dämliche Geschreibsel von Hass?
            Und das hast Du wie oft schon geschrieben?
            Speziell in der heutigen Zeit ist ein Kommentar dieser Art total überflüssig!!!

          • Am 13. November 2017 um 20:39 von Klaus der Einfühlsame

            Ist halt so … er verspürt persönlichen Hass auf Apple, warum auch immer. Und dann ist es legitim das auch so zu benennen.
            Bei Dir vermute ich andere Gründe, aber egal.

          • Am 14. November 2017 um 9:32 von Smartdata

            „Spieglein Spieglein an der Wand, wer ist der größte Troll im ganzen Land?“
            „Du, mein lieber Klaus. Nur der Tim, hinter den sieben Valleys bei den sieben Silicons ist ein noch viel Größerer“
            Ich muss da Antiappler völlig recht geben, dass mit dem „Hass“ kommt dir wohl sehr leicht über die Lippen… Da du ja so gern mal den ein oder aderen „Effekt“ beschreibst, so erschreckt es doch, wie wenig dir dein eigenes Verhalten zu denken gibt. Du projezierst also Dein Selenleben auf Foristen. Tragisch

          • Am 14. November 2017 um 10:59 von C

            Du bestätigst nur, dass Du unwissend bist – und Dir auch nicht die Mühe machst, Deine Unwissenheit sachlich & neutral aufzuklären.

            Und Du willst Dich hier als „User“ präsentieren. Komisch nur, dass Du einseitig nur die Apfel-Hersteller-Meinung vertrittst. Als User – wohlgemerkt. Welcher User macht das?

            Ich möchte, dass ALLE vor dem Gesetz gleich sind. In der BRD gelten für Firmen KSt & GWSt mit ca. 35% Steuersatz. Diesen soll der Apfel (und alle anderen Konzerne) auch hier bezahlen. Nicht mehr, nicht weniger – und zwar auf die echten Gewinne und nicht die heruntergerechneten, fingierten!
            (Stichwort: Verrechnungspreise)

            50 Km/h in der Ortschaft gelten für ALLE KFZ-Fahrer. Egal ob Ober-Bürgermeister, Polizei-Präsident oder einfacher Angestellter. Aber – auch dieses Beispiel wird Dich intellektuell überfordern. Geh und lies die platzierten, bezahlten tollen iPhone X Werbe-Berichte auf den Mac-Foren. Ist besser für Dein Seelenheil…hier findest Du leider kritische User die WERBE-BLAH-BLAH als solches erkennen & benennen.

            Ein noch: etwas Bilanz-, Rechnungswesen- und Steuer-Kunde wäre für Dich ebenso hilfreich um überhaupt zu erkennen, wovon Ich rede…so „plärrst“ Du nur substanzlos herum. Und damit gegen Fakten & Tatsachen. Wie üblich. Auch macht die Anzahl Deiner Posts die Qualität des Inhalts nicht besser.

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