Vodafone will per Glasfaser 13,7 Millionen Gigabit-Anschlüsse legen

Insgesamt plant das Unternehmen für alle neuen Gigabit-Anschlüsse zwei Milliarden Euro zu investieren. Ein besonderes Angebot richtet sich an Nutzer in ländlichen Regionen.

Gewerbegebiete, ländliche Region, vor allem aber bestehende Kabelkunden: Vodafone plant einen großflächigen Breitbandausbau. Dabei ist eine neuartige Partnerschaft mit Gemeinden vorgesehen, den Anfang bei den Privatkunden machen aber nur zwei Bundesländer: Bayern und Sachsen.

Vodafone: Gigabit-Ausbau (Grafik: Vodafone)
In den kommenden vier Jahren will Vodafone in Deutschland 13,7 Millionen Anschlüsse mit einer Geschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde versorgen. Insgesamt plant das Unternehmen für alle neuen Gigabit-Anschlüsse zwei Milliarden Euro zu investieren. Davon sollen vor allem Nutzer profitieren, die bereits über das Fernsehkabel Zugang zum Vodafone-Netz haben, daneben sind aber noch zwei weitere Initiativen geplant.

Wie auch die Telekom, die ihre Kupferinfrastruktur per DSL ausbaut, will Vodafone bestehende Leitungen weiter nutzen. Das TV-Kabel bietet dafür aber höhere Bandbreiten: Bei der Telekom ist derzeit auch per Vectoring bei 200 MBit/s Schluss, Vodafone erreicht bei etlichen Anschlüssen bereits 500 MBit/s. Die Koaxstrippen bleiben also die letzte Meile, die nötigen Verteilpunkte auf den Straßen will der Provider aber zügig an sein Glasfasernetz anschließen. Bei 12,6 Millionen Haushalten soll das möglich sein. Vodafone stellt bereits seit längerem sein Kabelnetz auf den Standard DOCSIS 3.1 um, der auf dem TV-Kabel bis zu 10 GBit/s erreichen kann.

Angebot für Nutzer in ländlichen Gebieten

Von solchen Geschwindigkeiten können viele Deutsche auf dem Lande bisher nur träumen. Ihnen macht Vodafone ein ungewöhnliches Angebot, das sich mit dem Förderprämien des Bundes für Glasfaserausbau kombinieren lassen soll. Unter dem Namen „GigaGemeinde“ will Vodafone die, so wörtlich, „lokale Infrastruktur“ langfristig mieten, die Glasfasern an das eigene Netz anschließen und danach das Gemeindenetz betreiben. Insbesondere die Kosten für die Strecke zum Vodafone-Backbone will das Unternehmen selbst tragen. Die Gemeinden sollen durch die Miete der lokalen Leitungen Einnahmen generieren können. Eine Million Haushalte will der Provider so erreichen. Zu welchen Kosten sich die Nutzer dann an Vodafone binden müssen, und wie lange, gab das Unternehmen noch nicht bekannt.

Der dritte Baustein der Gigabit-Initiative heißt „GigaGewerbe“ und soll vor allem für Gewerbegebiete interessant werden. Diese finden sich häufig in ländlichen Regionen etwas abseits kleinerer Gemeinden und sind bisweilen sehr schlecht ans Internet angeboten. Auf Anfrage will Vodafone hier den Ausbau vornehmen, Preise dafür nannte das Unternehmen auch hier noch nicht. Für bis zu 100.000 Firmen aus rund 2.000 Gewerbegebieten soll dieser Glasfaseranschluss möglich sein.

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