Früherer Microsoft-Manager wird CEO der Cloud Foundry Foundation

Sam Ramiji soll als neutraler Chef das schnelle Wachstum des Projekts verwalten: Etwa die Platin-Mitglieder EMC, HP, IBM, Intel, Pivotal, SAP und VMware stellen bedeutende Ressourcen für das Opern-Source-PaaS ab. Kritik daran kommt von Red Hat.

Sam Ramiji ist der erste CEO der neuen Cloud Foundry Foundation. Bekannt wurde er vor allem vor einigen Jahren als erster Director of Platform Technology Strategy für Microsofts Open Source Software Labs. Zuvor hatte er bei BEA Systems eine Hinwendung zu quelloffener Software geleitet.

Sam Ramiji (Bild: Cloud Foundry Foundation)Sam Ramiji (Bild: Cloud Foundry Foundation)

Die Ende letzten Jahres gegründete Cloud Foundry Foundation ist ein Industriekonsortium, das die Weiterentwicklung der von Pivotal geschaffenen Cloud Foundry leitet – einer in Ruby und Go geschriebenen Platform-as-a-Service (PaaS). Zu ihren Platinmitgliedern zählen EMC, HP, IBM, Intel, Pivotal, SAP und VMware. Ihre Verwaltung erfolgt nach dem Open-Governance-Prinzip.

Zugleich mit Ramijis Ernennung wurde ein erster, neunköpfiger Verwaltungsrat zusammengestellt. In ihm sitzen Bart Copeland (ActiveState), John Roese (EMC), Bill Hilf (HP), Christopher Ferris (IBM), Nicholas Weaver (Intel), Rob Mee (Pivotal), Sanjay Patil (SAP), Marco Hochstrasser (Swisscom) und Ajay Patel (VMware).

Die Linux Foundation nennt Cloud Foundry „das schnellste Open-Source-Projekt der Geschichte“. Ramijis Ernennung zum CEO dürfte es zusätzlich beschleunigen, „da Firmen nach Open Source suchen, um schneller in die Cloud zu wechseln.“

„Das Wachstum des Projekts Cloud Foundry ist wirklich phänomenal“, sagte Jim Zemlin, Executive Director der Linux Foundation. „Wenn ein quelloffenes Projekt ein solches Wachstum erfährt, ist es entscheidend, einen neutralen Chef zu haben, der dem Projekt und seiner Community hilft, diesen Schwung zu nutzen. Sams Erfahrung im Bereich Applikationsentwicklung und mit Open-Source-Communities prädestinieren ihn, dieses Projekt in die Zukunft zu führen.“

Der neue CEO der Stiftung kommentierte: „Cloud Foundry ist schnell zu dem Weg geworden, um Applikationen auf der Cloud aufzusetzen. Große Firmen sowohl auf Angebots- wie auch Nachfrageseite des Cloud-Markts stellen bedeutende Ressourcen für das ab, was wir tun. Sie tun das, weil sie wissen, dass sie sich auf Cloud Foundry als ihre Cloud-Plattform verlassen können.“

Die Cloud Foundry rivalisiert aber nicht nur mit proprietären PaaS-Systemen, von Red Hat kommt auch eine quelloffene Alternative namens OpenShift. Ihr Director of Product Management, Joe Fernandes, gehört zu den größten Kritikern der Cloud Foundry. OpenShift sei einfach besser, unter anderem, weil sich Red Hat Enterprise Linux besser als Ubuntu als Grundlage eigne, schrieb er kürzlich. Docker und Google Kubernetes seien überlegene Container-Techniken. Vor allem lasse aber das Open-Core-Modell der Cloud Foundry „die Tür offen für eine Fragmentierung der Branche, proprietäre Ergänzungen einzelner Anbieter und dadurch letztlich Bindung an einen einzelnen Anbieter.

[mit Material von Steven J. Vaughan-Nichols, ZDNet.com]

Themenseiten: Business-Software, Cloud Foundry Foundation, Cloud-Computing, IT-Jobs, Microsoft, Open Source, Rechenzentrum, Red Hat

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