Microsoft gibt Ausblick auf weitere Neuerungen von Windows 10

Auf der TechEd Europe in Barcelona demonstrierte Corporate Vice President Joe Belfiore Build 9865 des kommenden Desktop-Betriebssystems. Dieses bietet neben neuen Mehrfingergesten auch verbesserte Multimonitor-Unterstützung. Windows 7 SP1 oder höher werden sich auf Windows 10 upgraden lassen.

Microsoft hat auf der heute gestarteten TechEd Europe in Barcelona einige Funktionen vorgestellt, mit denen Nutzer der nächsten Test-Builds von Windows 10 rechnen können. Corporate Vice President Joe Belfiore demonstrierte diese dem Keynote-Publikum anhand von Build 9865 der kommenden Desktop-Betriebssystems. Dieser ist noch etwas weiter fortgeschritten als die vergangene Wochen für Nutzer der Enterprise Technical Preview verfügbar gemachte Version 9860.

Die Microsoft-Manager Terry Myerson (links) und Joe Belfiore bei der Vorstellung von Windows 10 (Bild: Microsoft)

In Barcelona zeigte Belfiore unter anderem, wie sich mehrere Anwendugen nebeneinander auf mehreren Monitoren anordnen lassen. (Mit Build 9860 erhielten Tester erst die Möglichkeit, Apps über mehrere Bildschirme hinweg zu verschieben.) Er demonstrierte auch einige neue Trackpad-Gesten, die Windows 10 mitbringen wird. Diese Mehrfingergesten erinnern stark an jene, die Apple auf Macs einsetzt, wie The Verge anmerkt.

Noch ist unklar, wann Microsoft das zweite Update für die Enterprise Technical Preview von Windows 10 bereitstellen wird, die innnerhalb von zehn Tagen schon mehr als eine Million Mal heruntergeladen wurde. Eine Consumer Preview des neuen OS wird für Januar 2015 erwartet.

Auf der TechEd Europe kündigte Belfiore zudem an, dass Nutzer von Windows 7 Service Pack 1 oder höher ein Upgrade auf Windows 10 durchführen werden können. Allerdings nannte er keine Einzelheiten dazu, welche Daten übernommen werden – etwa Einstellungen, Anwendungen oder persönliche Dateien -, wenn sich Anwender dafür entscheiden, das neue Windows über die vorherige Version zu installieren. Beim Wechsel von Windows-8.1-Test-Builds zur finalen Fassung mussten Nutzer ihre Apps erneut installieren, beim Umstieg von Windows 8 auf 8.1 blieben hingegen die Apps, Einstellungen und Daten erhalten.

Belfiore machte keine Angaben dazu, ob Anwender von Windows 7, 8 oder 8.1 ihr System kostenlos oder zu einem reduzierten Preis auf Windows 10 aktualisieren können werden. Die meisten übrigen Funktionen, die er dem Publikum in Barcelona präsentierte, hatte Microsoft schon zuvor vorgestellt. So bestätigte Belfiore, dass für die Anmeldung kein Microsoft-Account benötigt wird. Nutzer können stattdessen Azure Active Directory zum Single-Sign-on verwenden. Dieses und einige andere Features waren Thema eines Eintrags im Microsoft-Blog gewesen, den das Unternehmen jedoch kurz nach Veröffentlichung wieder zurückgezogen hatte.

Tester sollen mit den kommenden Builds von Windows 10 bis Ende 2014 oder Anfang 2015 auch Zugriff auf die im September angekündigte Funktion Continuum erhalten, die noch nicht Bestandteil der Enterprise Technical Preview ist. Sie richtet sich an Nutzer von 2-in-1-Geräten, die mit oder ohne Tastatur betrieben werden können. Wird die Tastatur entfernt, erscheint in der Taskleiste eine Zurück-Schaltfläche, die Anwendern die Navigation erleichtern soll.

[mit Material von Mary Jo Foley, ZDNet.com]

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