Apple dominiert das Weihnachtsgeschäft mit 44 Prozent Marktanteil

Samsung legt bei Smartphones und Tablets um 5 Prozent auf 26 Prozent zu. Mit nur einstelligen Prozentzahlen folgen Huawei, Xiaomi, Motorola, LG, Oppo und Vivo. Der Trend zu größeren Smartphones (5 bis 6,9 Zoll) hält unvermindert an.

Wenn es um das Verschenken von Smartphones und Tablets geht, dominiert Apple den Markt noch immer eindeutig. Wie im letzten Jahr sorgten Apples Mobilgeräte in der Woche vor Weihnachten für 44 Prozent aller Aktivierungen, meldet die Mobile-Analytics-Firma Flurry.

Während Samsung ansonsten der klare Marktführer bei den weltweiten Smartphoneverkäufen ist, blieb es vor den Feiertagen mit 26 Prozent der aktivierten Geräte weit zurück. Der koreanische Hersteller konnte aber im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent spürbar zulegen. 2016 hielten ihn offenbar die Nachwirkungen des Note-7-Desasters zurück, das ihn zu einem weltweiten Rückruf zwang. In diesem Jahr hingegen kam ihm die erfolgreiche Einführung des neuen Flaggschiffs Galaxy S8 zugute.

Nach Apple und Samsung wird es einstellig (Bild: Flurry)Apple und Samsung dominieren das Weihnachtsgeschäft (Bild: Flurry).

Erstmals machte auch Vivo auf sich aufmerksam, beflügelt durch sein Wachstum in China und Indien. Google hingegen bleibt mit der eigenen Hardware weiterhin unter dem Radar. Die Veröffentlichung von Pixel 2 sorgte zwar für große Aufmerksamkeit, aber das setzte sich offenbar nicht in nennenswertes Kaufinteresse um.

Flurry schließt auf die Zahl der Aktivierungen über die erfolgten Downloads beliebter Apps wie Instagram und Facebook für verschiedene Geräte und Mobilbetriebssysteme. Das 2005 gegründete und später von Yahoo übernommene Unternehmen ist auf Mobile Analytics und Werbung spezialisiert. Mit Yahoo ging es inzwischen in Oath auf, einer Tochter von Verizon Communications. Flurry gibt an, dass seine Analytik in über einer Million Apps zum Einsatz kommt und es damit Einsicht in weltweit über 2 Milliarden Geräte erhält.

Ältere und erschwinglichere iPhone-Modelle tragen zu den Apple-Aktivierungen bei (Bild: Flurry)Ältere und erschwinglichere iPhone-Modelle tragen zu den Apple-Aktivierungen bei (Bild: Flurry).

Aufgeschlüsselt wurden die Aktivierungen vor den Feiertagen auch hinsichtlich von Apples verschiedenen iPhone-Modellen. Die aktuellen Flaggschiffe iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X sorgten demnach für fast ein Drittel aller neuen iPhone-Aktivierungen. Aber auch Apples ältere und weniger kostspielige Modelle trugen deutlich zu ihnen bei – insbesondere in Regionen außerhalb der USA. Besonders fiel dabei das iPhone 6 auf, das Apple in vielen Ländern als sein erschwinglichstes Smartphone anbietet.

Der jahrelange Trend zu immer größeren Smartphones hielt weiter an. Die Phablet-Kategorie (5 bis 6,9 Zoll) kommt inzwischen auf einen dominierenden Anteil von 53 Prozent, während es 2016 noch 37 Prozent und 2015 lediglich 27 Prozent waren. Diese Entwicklung geht klar zu Lasten kleiner und mittlerer Smartphones – und lässt zugleich die Marktanteile von Tablets schrumpfen.

Smartphones mit größeren Displays setzen sich durch (Bild: Flurry)Smartphones mit größeren Displays setzen sich durch (Bild: Flurry).

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Themenseiten: Apple, Marktforschung, Samsung, Smartphone, Tablet, iPhone

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5 Kommentare zu Apple dominiert das Weihnachtsgeschäft mit 44 Prozent Marktanteil

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  • Am 28. Dezember 2017 um 20:29 von smartdata

    Da das 6 und 6plus gar nicht mehr verkauft wird, sind es entweder Lagerbestände bei den Händlern oder Gebrauchte oder einfache Neuinstallationen nach Reset. Daher ist die ganze Aktivierungsaussage für die Katz. Hier wird ja nicht nach „neuen“ die aktiviert wurden und „wieder“ aktivierten unterschieden. Die Zahl sagt also nur aus, auf welchem Gerät, welche App installiert wurde. Daraus lässt sich sicher nicht Schlussfolgern was da unterm Weihnachtsbaum lag.

    • Am 28. Dezember 2017 um 22:31 von Klaus der Statistiker

      Nicht ganz. Jedes iPhone 8 und iPhone X ist (sehr wahrscheinlich) neu. Bei den älteren Geräten kann man das nicht mit Sicherheit sagen.

      Nur ein einfaches, theoretisches Beispiel: wenn 100% der bestehenden User ein iPhone 6 oder 6 Plus besitzen würden, und nun allesamt sich entscheiden würden auf iPhone X zu wechseln.

      Dann würden zwar 100% der bestehenden Besitzer ein iPhone X zu Weihnachten aktivieren. Aber wenn alle ihre iPhone 6 und 6 Plus in der Familie weiterreichen, werden diese ja ebenfalls zu Weihnachten aktiviert.

      In der oben gezeigten Statistik würde das dann folgendermaßen aussehen: iPhone 6 und 6 Plus zusammen 50%, und iPhone X würde 50% erhalten. Obwohl 100% der neu gekauften Geräte iPhone X waren.

      Die oben gezeigte Statistik ‚benachteiligt‘ also grundsätzlich die jeweils neueste Generation von gekauften Geräten. Wie stark, das steht in den Sternen.

      Man sollte die Aussagekraft nicht überbewerten.

      • Am 30. Dezember 2017 um 12:46 von smartdata

        Eben, sagte ich ja. Die Aussagekraft in Bezug auf einen „Marktanteil“ ist gleich Null (Danke Hr.Kling für den Hinweis zum 6er, was im Ergebnis aber die Zahlen nicht validiert). Wobei es nicht grundsätzlich die Neukäufe benachteiligt, nur in dem von Dir angenommen Zählszenario, wir wissen aber nicht wie der Download gewertet wird. Bei Apple ist die Verfügbarkeit (ich meine hier nur die Anzeige „meiner“ Apps) an Apps an meine Apple ID gebunden und bei Android an mein Google-Konto. Nun kann ich auf iPhone, iPad und iPod Touch mit der selben ID die gleichen Apps laden. Bei Android mit dem gleichen Google Konto. Sind das dann nun drei oder nur eine „Neuistallation“ der App? Was wenn man bei Android bspw. sein neues G8 als G7 wiederherstellt (was man ja gerne macht, damit alle Apps und Hintergründe, Screens etc. so sind wie vorher)? Egal wie man es zählt, es lässt jedenfalls keinen Rückschluss darauf ob das Gerät ein Neukauf, ein „weitergegebenes“ oder sonst was ist. Bei einem Systemupgrade werden bspw. ja nur die Informationen über die App (Kauf oder Free,Spielstände, Chatverläufe, etc) in der Cloud (sofern man die automatischen Sicherungen an hat) gespeichert, die App selbst muss ja immer wieder aus dem Store geladen werden – wie wird dies in der Aussage „Marktanteil“ abgebildet/berücksichtigt?

        Nehmen wir einmal an, die Nachricht würde Lauten: Laut Flurry lagen doppelt so viele iPhone 6 wie iPhone 8 unterm Weihnachtsbaum. Das iPhone 6er Serie hat einen Apple-Marktanteil von 39,1% und das iPhone 8 nur 16,8%. Das iPhone X kommt gar nur auf einen Apple-Marktanteil von 14,7%.
        -Dies würde eine gewisse Aussage implizieren (iPhone 8 verkauft sich schlecht) und zurecht würde man das so nicht akzeptieren wollen.
        Was will man also mit den 44% zu 26% (top device activations) implizieren/Aussagen?
        @Klaus, wir sind uns, denke ich, einig, dass derartige Zahlenspielchen lediglich zum Marketing taugen.

        • Am 1. Januar 2018 um 17:26 von Klaus der Realo

          Ja, die Welt geht nicht unter, wenn man mal einer Meinung ist. :-D

    • Am 28. Dezember 2017 um 22:34 von Bernd Kling

      Apple vermarktet ältere iPhone-Modelle unterschiedlich und macht das iPhone 6 in bestimmten Regionen verfügbar, um dort mit einem erschwinglicheren Modell mehr Verkäufe zu erzielen. Das merkt Flurry auch dazu an:

      The prominence of the iPhone 6 is particularly interesting, as Apple only relaunched that model to resellers in select international markets in the spring of 2017. It’s apparent that the consumer concern for cost is still significant, as the iPhone 6 is often marketed as the most affordable option in the regions where it is available.

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