Face ID: Apple investiert 390 Millionen Dollar in US-Laser-Chip-Hersteller Finisar

Das Geld unterstützt Finisar im Bereich Forschung und Entwicklung. Es fließt zudem in den Aufbau einer neuen Fabrik im US-Bundesstaat Texas. Finisar fertigt dort künftig spezielle Laserdioden, die Apple für Face ID und die TrueDepth-Kamera des iPhone X benötigt.

Apple hat 390 Millionen Dollar in das Unternehmen Finisar investiert. Der in Kalifornien ansässige Hersteller von optischen Kommunikationskomponenten beliefert Apple mit speziellen Laserdioden für die Face ID genannte Gesichtserkennung des iPhone X. Mit dem Geld soll Finisar seine Forschung und Produktion in diesem Bereich ausbauen.

Das Geld stammt aus dem von Apple im Mai eingerichteten Fonds zur Förderung „fortschrittlicher Arbeitsplätze in der Fertigung“ innerhalb der USA. Finisar wird das Kapital für die Einrichtung einer neuen Fabrik in Sherman im US-Bundesstaat Texas nutzen. Dort will das Unternehmen rund 500 neue Arbeitsplätze schaffen.

Apple hat 390 Millionen Dollar in die Ausweitung der Produktion von Finisar investiert (Bild: Apple).Apple hat 390 Millionen Dollar in die Ausweitung der Produktion von Finisar investiert (Bild: Apple).

Finisar gilt als Spezialist für Vertical-Cavity Surface-Emitting Laser (VCSEL). Dabei handelt es sich um eine Laserdiode, bei der das Licht senkrecht zur Ebene des Halbleiterchips abgegeben wird. Sie kommen unter anderem in Lichtwellenleitern zum Einsatz.

Apple nutzt sie jedoch für die Gesichtserkennung Face ID, den Portraitmodus der TrueDepth-Kamera und die Animoji-Funktion des iPhone X. Auch die Annäherungssensoren von Apples drahtlosen Kopfhörern AirPods basieren auf dieser Technik.

„VCSELs treiben einige der fortschrittlichsten Technologien an, die wir jemals entwickelt haben, und wir sind gespannt auf die Zusammenarbeit mit Finisar in den kommenden Jahren, um die Grenzen der VCSEL-Technologie und der Anwendungen, die sie ermöglichen, zu erweitern“, wird Apple-COO Jeff Williams in einer Pressemitteilung zitiert.

Apple geht davon aus, dass sein Bedarf an VCSEL-Komponenten deutlich zunehmen wird. Im vierten Quartal 2017 will der iPhone-Hersteller zehnmal mehr VCSEL-Wafer kaufen als zuvor weltweit in einem ähnlichen Zeitraum hergestellt wurden. Diesen Bedarf soll die neue Fabrik in Texas decken. Sie entsteht in einem schon vor längerer Zeit geschlossenen 65.000 Quadratmeter großen Gebäudekomplex. Die Umbauarbeiten haben nach Unternehmensangaben bereits begonnen. Erste Produkte soll die Fabrik in der zweiten Hälfte 2018 ausliefern – also rechtzeitig für die im Herbst 2018 erwartete neue iPhone-Generation.

Darüber hinaus teilte Apple mit, dass alle VCSELs, die es künftig von Finisar bezieht, in Texas hergestellt werden. Zudem werde Finisar für die von Apple gekauften Produkte ausschließlich erneuerbare Energien einsetzen.

Finisar ist bereits der zweite Lieferant, den Apple bei der Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA unterstützt. Im Mai gingen 200 Millionen Dollar an Corning, den Hersteller von Gorilla Glas, mit dem Apple unter anderem die Displays seiner Mobilgeräte schützt.

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[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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