Intel und Foxconn demonstrieren Gesichtserkennung mit Edge-Computing-Plattform

Die 5G-basierte Plattform für Multi-Access Edge Computing (MEC) soll schnelles und einfaches Bezahlen ermöglichen. Im Einzelhandel erlaubt sie personalisierte Angebote. Angedacht sind auch Lösungen für den Zugang zu Wohnungen und Geschäftsräumen.

Gesichtserkennung soll eine große Rolle auf einer 5G-basierten Edge-Computing-Plattform spielen, die gemeinsam von Intel und Foxconn entwickelt wird. Sie soll schnelles, einfaches und sicheres Bezahlen ermöglichen, personalisierte Angebote im Einzelhandel sowie sichere Lösungen für den Zugang zu Wohnungen und Geschäftsräumen.

„Die Technologien lassen sich auf eine breite Palette von Szenarios anwenden wie eine smarteren Einkaufserfahrung in Warenhäusern, intelligentere Sicherheit für Zuhause und Unternehmen, smarte medizinische Dienstleistungen und mehr“, erklärte auf einer Pressekonferenz in Taipeh Lu Fang-Ming, Präsident der Business Group von Hon Hai, das am Markt als Foxconn auftritt.

Laut Intel können Zahlungen in 0,03 Sekunden authentifiziert werden (Bild: Intel).Laut Intel können Zahlungen in 0,03 Sekunden authentifiziert werden (Bild: Intel).

Die Grundlage bildet eine Plattform für Multi-Access Edge Computing (MEC). Sie entsteht in Zusammenarbeit von Foxconn und Intel und setzt auf 5G-Konnektivität. Im Juni letzten Jahres hatten die beiden Unternehmen die gemeinsame Entwicklung einer dafür geeigneten Netzwerk-Infrastruktur vereinbart. Foxconn produziert auch die Sensoren für die Gesichtserkennung, während der taiwanische Mobilfunkanbieter APT für die 5G-Konnektivität sorgt.

Die Taipei Times beschreibt MEC als eine cloudbasierte Netzwerkarchitektur am äußeren Rand des Netzwerks, auch als Edge bezeichnet. Dank 5G soll dabei der Zugang zum Netzwerk in Echtzeit, mit hoher Bandbreite und geringer Latenz erfolgen. Die MEC-Plattform soll sich dabei auch als Lösung zur Bewältigung der Datenflut in einer 5G-Umgebung bewähren, da sie die Auslastung im Kern des Netzwerks verringert und die Datenverarbeitung näher an den Nutzern durchführt.

Gesichtserkennung ist eine der auf dieser Plattform ausführbaren Anwendungen. Lu erwähnte den Einsatz von Gesichtserkennung in zwei Foxconn-Werken, mit der bereits seit eineinhalb Jahren die Eingangskontrolle erfolgt. Das soll sich bei über 200.000 Mitarbeitern bewährt haben, die nicht mehr Arbeitsbeginn und Arbeitsende registrieren müssen.

Mitarbeiter im Einzelhandel sollen dank Gesichtserkennung künftig sofort über das frühere Kaufverhalten von Kunden informiert sein und entsprechend reagieren können. Gespräche mit taiwanischen Händlern laufen bereits über einen Einsatz in drei bis sechs Monaten.

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Intel wiederum demonstrierte das Bezahlen mit Gesichtserkennung durch die Kombination von MEC, fortgeschrittener Erkennungstechnik und künstlicher Intelligenz. Das soll erlauben, die Zahlung innerhalb von 0,03 Sekunden zu authentifizieren. „Das verringert das Risiko von Kreditkartenbetrug und dem Verlust persönlicher Daten“, argumentiert Intel. „Mit der Einführung von Gesichtserkennung für die Authentifizierung von Zahlungen ist in einer Reihe von Branchen zu rechnen, ohne dass Bargeld oder Kreditkarten erforderlich sind.“

[mit Material von Corinne Reichert, ZDNet.com]

Themenseiten: 5G, Authentifizierung, Biometrie, Foxconn, Intel, Netzwerk

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