Apple meldet fast 17 Milliarden Dollar App-Umsatz von chinesischen Entwicklern

Sie verteilen sich auf 1,8 Millionen Entwickler in China. Das Land ist damit für fast ein Viertel aller von App-Store-Entwicklern generierten Umsätze verantwortlich. Apple-CEO Tim Cook mahnt zudem mehr Menschlichkeit in der Technik an.

Apple-CEO Tim Cook bei einer Rede auf einer Konferenz der Cybersecurity Administration of China (CAC) Zahlen zur Entwickler-Community in China genannt. Demnach haben Entwickler in der Volksrepublik seit dem Start des App Store vor neun Jahren 17 Milliarden Dollar eingenommen. Insgesamt sollen in China 1,8 Millionen Entwickler für Apples Plattformen arbeiten, wie CNBC berichtet.

Apple-CEO Tim Cook (Bild: Joan E. Solsman/CNET)Apple-CEO Tim Cook (Bild: Joan E. Solsman/CNET)Anfang des Jahres hatte Apple gemeldet, die Einnahmen der Entwickler hätten weltweit inzwischen die Marke von 70 Milliarden US-Dollar überschritten. Das bedeutet, dass fast ein Viertel aller im App Store generierten Umsätze auf Entwickler aus China zurückzuführen ist. Der Anteil Chinas an Apples Gesamtumsatz von 52,58 Milliarden Dollar im vierten Quartal (bis 30. September) belief sich auf rund 18,6 Prozent.

Darüber hinaus äußerte sich Cook auch zum Thema Artificial Intelligence. „Es wurde schon viel zu den möglichen Nachteilen von AI gesagt, aber ich mache mir keine Sorgen um Maschinen, die wie Menschen denken“, zitiert Bloomberg den Apple-Chef. „Ich mache mir Sorgen um Menschen, die wie Maschinen denken. Wir alle müssen daran arbeiten, die Technik mit Menschlichkeit zu versehen, mit unseren Werten.“ Die Technik der Zukunft müsse offen und kreativ sein. Es müsse aber auch Sicherheitsvorkehrungen geben, um Nutzer und deren Privatsphäre zu schützen.

China ist ein sehr wichtiger Markt für Apple – der drittgrößte hinter Amerika und Europa. 9,8 Milliarden Euro spülte das Land im vierten Quartal in Apples Kasse, 12 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Apple wird aber auch für seine Nähe zu chinesischen Behörden kritisiert. So nimmt das Unternehmen immer wieder auf deren Anforderung bestimmte Apps aus seinem Programm. Zuletzt traf es verschiedene Messaging-Apps, darunter auch Skype. Die offizielle Stellungnahme des Unternehmens lautete: „Das Ministerium für öffentliche Sicherheit hat uns darüber informiert, dass mehrere Voice-over-Internet-Protocol-Apps nicht den lokalen Gesetzen entsprechen. Deswegen wurden diese Apps aus dem App Store in China entfernt.“

Tatsächlich geht Google deutlicher auf Distanz zur chinesischen Regierung. Das hat allerdings zur Folge, dass Google bestimmte Produkte und Dienste gar nicht in China anbietet, um behördliche Auflagen nicht erfüllen zu müssen. Beispielsweise ist auf in China verkauften Android-Smartphones der Play Store nicht installiert. Befürworter von Apples Geschäftspolitik weisen in dem Zusammenhang darauf hin, dass chinesische Nutzer immer wieder über den Apple App Store Zugriff auf Apps erhalten, die geeignet sind, Zensurbeschränkungen zu überwinden – eine Möglichkeit, die entfallen würde, sollte Apple Googles Beispiel folgen.

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Themenseiten: App, Apple, China, Künstliche Intelligenz

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