iPhone X: Qualcomm-Modem erreicht höhere LTE-Geschwindigkeit als Intel-Modem

Cellular Insights testet mit Messgeräten des Münchner Anbieters Rohde & Schwarz. Der Unterschied liegt vor allem bei schwachen Signalen bei durchschnittlich 67 Prozent. Hierzulande ist nur die Variante des iPhone X mit Intel-Modem erhältlich.

Apples neues Flaggschiff-Smartphone iPhone X erreicht je nach verwendeten Komponenten unterschiedliche LTE-Geschwindigkeiten. Das berichtet das PC Magazine unter Berufung auf Tests von Cellular Insights. Demnach bietet Qualcomms Snapdragon-X16-Modem eine bessere LTE-Performance als das Intel-Modem XMM7480.

iPhone X (Bild: Apple)Der Test bezieht sich allerdings nur auf das in den USA weit verbreitete LTE-Band 4, das wiederum in Europa beziehungsweise Deutschland nicht angeboten wird. Dabei kamen Messgeräte mit vier Vivaldi-Antennen zum Einsatz. Unterschiedliche Entfernungen zu einem Mobilfunkmast wurden durch die Dämpfung des Funksignals simuliert.

Zur Auswahl standen die iPhone-X-Modelle A1865, in dem der Qualcomm-Chip steckt und das in den USA, Australien, China und Indien verkauft wird, und A1901, das von nahezu allen anderen Mobilfunkprovidern weltweit angeboten wird, darunter auch T-Mobile. Beide Geräte erreichten demnach bei einer Signalstärke von -85 dBm zu Beginn des Tests eine Übertragungsgeschwindigkeit von 195 Mbit/s.

Beim Intel-Modem sank die Geschwindigkeit bei -87 dBm bereits auf 169 MBit/s. Das Qualcomm-Modem erreichte diesen Wert erst nach einer Dämpfung des Signals auf -93 dBm.

Auffällig seien die Unterschiede vor allem bei geringen Signalstärken, heißt es weiter in dem Bericht. Bei Werten unterhalb von -120 dBm sei die Intel-Lösung durchschnittlich 67 Prozent langsamer als das Qualcomm-Modem. Gegen Ende der Messungen näherten sich beide iPhone-X-Varianten jedoch wieder an. Das Intel-Modem brach die Internetverbindung bei -129 dBm ab, das Qualcomm-Modem bei -130 dBm.

Bei dem Test kamen professionelle Messgeräte des Münchner Anbieters Rohde & Schwarz zum Einsatz. Zudem weist das PC Magazine darauf hin, dass Apple auch beim iPhone 8 und 8 Plus unterschiedliche Varianten mit Chips von Qualcomm beziehungsweise Intel vertreibt, die jedoch nicht getestet wurden.

Apple setzt seit dem iPhone 7 auch auf Modem-Chips von Intel. Mit Qualcomm streitet sich der iPhone-Hersteller zudem derzeit über Patente und Lizenzzahlungen – ein Ende der Auseinandersetzung ist nicht in Sicht. Unter anderem soll Apple dem US-Chiphersteller verboten haben, öffentlich darauf hinzuweisen, dass iPhones mit seinen Chips leistungsfähiger seien als Geräte mit Intel-Chips.

HIGHLIGHT

Cloud-Provider-Wahl ist Vertrauenssache

Inzwischen gibt es auch in Deutschland zahlreiche lokalisierte Angebote und Rechenzentren, auf die Anwenderunternehmen bei Cloud-Angeboten zurückgreifen können. Die Ergebnisse einer umfassenden Umfrage zeigen, auf welche Aspekte sie dabei besonders Wert legen.

Tipp: Wie gut kennen Sie das iPhone? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Themenseiten: Apple, Intel, LTE, Qualcomm, Smartphone, iPhone

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu iPhone X: Qualcomm-Modem erreicht höhere LTE-Geschwindigkeit als Intel-Modem

Kommentar hinzufügen
  • Am 5. Dezember 2017 um 8:51 von berthu

    …Bei Werten unterhalb von -120 dBm sei die Qualcomm-Lösung durchschnittlich 67 Prozent langsamer als das Intel-Modem…
    Ist da was verkehrt? Gegensatz zum Titel? sollte eigentlich ’schneller‘ heißen

    • Am 6. Dezember 2017 um 7:50 von Stefan Beiersmann

      Sie haben natürlich recht, Intel ist langsamer als Qualcomm. Vielen Dank für Ihren Hinweis.

  • Am 5. Dezember 2017 um 16:02 von Winfried

    Im Text steht,ziemlich zum Ende,
    das Intel-Modem sei schneller als das von Qualcomm.
    Wie denn nun?

    • Am 6. Dezember 2017 um 7:49 von Stefan Beiersmann

      Da wurden leider einmal „Intel“ und „Qualcomm“. Vielen Dank für Ihren Hinweis.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *