HPE OneView: Mit Software die Servicebereitstellung beschleunigen

HPE bietet einige Softwaremanagement-Lösungen, mit denen sich ProLiant-Server, aber auch andere HPE-Komponenten schneller bereitstellen und optimal überwachen lassen. Einige der Lösungen sind bereits im iLO 5-Chip verbaut, die HPE mit den neuen ProLiant Gen10-Servern ausliefert.

Unternehmen, die auf HPE-Server setzen, profitieren von den Software-Lösungen, die HPE zur Verfügung stellt. Diese Lösungen beschleunigen die Bereitstellung und sorgen für einen stabilen und sicheren Betrieb. In komplexen Umgebungen spielen Lösungen eine wichtige Rolle, welche die Umgebung einfach verwaltbar machen und automatische Konfigurationen ermöglichen. Mit intelligenter Software und Vorlagen für die Bereitstellung können Server wesentlich schneller und vor allem einheitlicher bereitgestellt werden. Dazu kommen Funktionen, die HPE direkt in den neuen iLO 5-Chipsatz integriert hat. Auch mit diesen Funktionen können Server überwacht, installiert und verwaltet werden.

OneView 4 (Screenshot: ZDNet.de)

Mit HPE OneView den Überblick behalten

Mit HPE OneView erhalten Unternehmen eine zentrale Verwaltungs- und Überwachungslösung für ihr Netzwerk und alle integrierten Komponenten. Der Vorteil von HPE OneView besteht zunächst darin, dass die Lösung die Server im Netzwerk zentral steuern und überwachen kann und gleichzeitig noch die Speicher- und Netzwerkkomponenten. Viele Aufgaben lassen sich komplett automatisieren. Sobald die Geräte also in Betrieb sind, kann mit HPE OneView die Umgebung zentral überwacht und gesteuert werden. Dabei ist es auch hilfreich, dass OneView mit anderen Produkten zusammenarbeitet.

Wenn die verschiedenen Komponenten im Netzwerk durch jeweils unterschiedliche Tools verwaltet und überwacht werden müssen, erhöht sich deutlich die Komplexität und damit auch die Arbeitszeit, die Administratoren mit der Verwaltung und Überwachung verbringen. In kleinen und mittleren Unternehmen sind solche Aufgaben nur schwer zu meistern. Daher ist es mehr als sinnvoll, ein Produkt zu verwenden, das möglichst alle Komponenten zentral steuer und überwachen kann.

Mit HPE OneView erleichtern Unternehmen aber nicht nur die Arbeit von Administratoren oder automatisieren Aufgaben zur Bereitstellung oder Überwachung. HPE OneView hilft dabei Fehler sehr viel schneller zu entdecken. Durch Bereitstellung über Vorlagen können Server nahezu identisch und automatisch konfiguriert werden. Das schafft einen einheitlichen Standard im Netzwerk. Die Konfiguration erfolgt auf Basis von Empfehlungen, die direkt von HPE stammen. Die Server und anderen Komponenten sind in diesem Fall also nicht nur einheitlich, sondern auch optimal konfiguriert.

In der Oberfläche von OneView wird Administratoren angezeigt, welcher Server Fehler meldet, Benachrichtigungen lassen sich automatisiert verschicken, und auch automatische Fehlerbehebungen lassen sich konfigurieren. Sogar das automatische Versenden von Ersatzteilen lässt sich konfigurieren. Die Daten können zur Fehleranalyse auch an HPE geschickt werden, sodass Techniker das Problem schneller beheben können.

HPE OneView arbeitet außerdem mit VMware vCenter und Microsoft System Center zusammen. Die aktuelle Version unterstützt Windows Server 2016 und System Center 2016 sowie VMware vSphere 6.5. Mit Generation 10 stellt HPE die neue Version OneView 4 zur Verfügung. HPE hat auch das Firmware- und Treiber-Management verbessert und vereinfacht. HPE bietet zusammen mit iLO mittlerweile auch umfangreiche Rollback-Funktionen. Externe Quellen zur Verwaltung lassen sich ebenfalls anbinden. Wer HPE OneView testen will, kann sich die Testversion von der HPE-Webseite herunterladen und bis zu 60 Tage testen.

Verschiedene Modelle und Services für unterschiedliche Anforderungen

HPE OneView steht in verschiedenen Modellen zur Verfügung. Mit der 3-Jahres-Lizenz erhalten Unternehmen auch einen 24×7-Support. Die Lizenzierung hängt von der Anzahl der angebundenen Systemen ab. Unternehmen, die bereits auf Insight Management setzen, können eine Upgrade-Lizenz von HPE OneView erwerben. Auch für Blade-Server steht ein eigenes Modell zur Verfügung. Auch Dienste für die Unterstützung bei der Einrichtung und Verwendung von HPE OneView stellt HPE bereit.

HPE OneView kann von HPE in der Standard-Version kostenlos bezogen werden. Allerdings kann HPE OneView Standard nur zur Überwachung genutzt werden. Im Dashboard lässt sich, neben der Überwachung auch eine Inventarisierung durchführen.

HPE iLO und HPE OneView arbeiten perfekt zusammen

Mit iLO (Integrated Lights-Out) haben Administratoren die Möglichkeit HPE-Server zu überwachen und zu steuern, und zwar komplett ohne Beteiligung des Betriebssystems, auch über das Netzwerk. Der spezielle iLO-Chip arbeitet mit einer Firmware, in der HPE mit jeder Version weitere Funktionen integriert.

Damit die Überwachung und zentrale Steuerungen funktionieren, verfügen HPE-Server über eine Vielzahl an Sensoren, die ihre Informationen an iLO weitergeben. iLO ist also zentraler Bestandteil von HPE-Servern, der generell kostenlos zur Verfügung steht, aber durch die Lizenzierung deutlich erweitert werden kann. iLO meldet Fehler an HPE OneView, und das Überwachungssystem kann entsprechend reagieren.

HPE OneView arbeitet aber nicht nur mit iLO zusammen, sondern auch mit Microsoft System Center Operations Manager. Mit HPE OneView for Microsoft System Center können Administratoren die HPE OneView-Überwachung an System Center anbinden. Die Anbindung von HPE OneView an System Center Operations Manager erfolgt mit dem HPE SCOM Integration Kit. Nach der Anbindung kann SCOM auf Daten von OneView, aber auch aus iLO zugreifen, um Server effektiv zu überwachen.

Durch die Integration von HPE OneView und den dazugehörigen Management Packs in SCOM, lassen sich HPE-Geräte effizient mit SCOM überwachen, auch mit SCOM 2016 (Screenshot: Thomas Joos).Durch die Integration von HPE OneView und den dazugehörigen Management Packs in SCOM, lassen sich HPE-Geräte effizient mit SCOM überwachen, auch mit SCOM 2016 (Screenshot: Thomas Joos).

Durch die Integration von HPE OneView mit System Center, lassen sich viele Funktionen für HPE-Geräte in den verschiedenen System Center-Produkten nutzen. Die Informationen der HPE Synergy-Infrastruktur, HPE ProLiant Server, Storage, Gehäuse, und Virtual Connect lassen sich dadurch zum Beispiel in System Center Operations Manager einbinden.

HPE Integrated Lights Out – Automatisierung mit integriertem Chip

Mit iLO (Integrated Lights-Out) haben Administratoren die Möglichkeit HPE-Server zu überwachen und zu steuern, und zwar komplett ohne Beteiligung des Betriebssystems, auch über das Netzwerk. Der spezielle iLO-Chip arbeitet mit einer Firmware, in der HPE mit jeder Version weitere Funktionen integriert. Damit die Überwachung und zentrale Steuerungen funktionieren, verfügen HPE-Server über eine Vielzahl an Sensoren, die ihre Informationen an iLO weitergeben. iLO ist also zentraler Bestandteil von HPE-Servern, der generell kostenlos zur Verfügung steht, aber durch die Lizenzierung deutlich erweitert werden kann.

Der Vorteil der neuen Gen10-Server von HPE besteht darin, dass sich diese in kleinen wie auch in großen Netzwerken schnell und einfach über das iLO 5-System über das Netzwerk einrichten und installieren lassen. Server der Generation 10 verfügen über die neuen iLO-Chips und bietet daher auch Unterstützung für HPE Integrated Lights-Out 5. Mit HPE Integrated Lights-Out (iLO) können Administratoren ihre HPE-Server im Netzwerk verwalten und auch per Fernwartung auf die Server zugreifen.

Mehr Sicherheit mit iLO 5 (Screenshot: HPE).Mehr Sicherheit mit iLO 5 (Screenshot: HPE).

HPE iLO wird über verschiedene Lizenzen bereitgestellt. Auch hier gibt es mit Gen10 Neuerungen. HPE bietet auch Testversionen an, die über einen längeren Zeitraum verwendet werden können. Im Gegensatz zu vielen anderen Lösungen muss für den Zugriff nicht das Betriebssystem des Servers gestartet sein, denn iLO wird über einen Chip direkt im Server zur Verfügung gestellt.

Neue Lizenz-Struktur für iLO (Screenshot: HPE).Neue Lizenz-Struktur für iLO (Screenshot: HPE).

Der iLO-Chip arbeitet mit einer Firmware, in der HPE mit jeder Version weitere Funktionen integriert. HPE stellt auch eine kostenlose Smartphone-App zur Verfügung, mit der Server auch mit Smartphone und Tablet gesteuert oder ferngewartet werden können. Um die mobile App zu nutzen, ist eine Advanced License von iLO notwendig. Die App steht für iOS-Geräte (iPhone, iPad, iPod) und Android zur Verfügung. Neben der Webanwendung, und der App für Smartphones, lässt sich iLO auch über Command Line Interface (CLI) verwalten. Das ermöglicht das Scripting zur Automatisierung von Servern. HPE Integrated Lights-Out (iLO) bietet eine umfassende Überwachung von HPE-Servern, zum Beispiel auch die Temperatur und den Zustand der Lüfter. In der übersichtlichen Weboberfläche lassen sich auch die Zustände der Netzteile anzeigen sowie Informationen und Status des Prozessors und des Arbeitsspeichers des Servers. Auch Netzwerk, eingebaute Hardware, Speicher, BIOS und UEFI lassen sich steuern und überwachen.

Der neue iLO-Chip in Generation 10-Server wurde komplett neu entwickelt und bietet eine deutliche Leistungsverbesserung. Auch der Speicherplatz wurde vergrößert. Das Management mit iLO ist in der Generation 10 Agentless. Dazu kommt, dass die Weboberfläche neu gestaltet wurde und wesentlich übersichtlicher ist, als in den Vorgängerversionen.

Generell ist die Firmware der iLO-Chips und der anderen Komponenten von HPE selbst programmiert. Der iLO-Chip wurde ebenfalls von HPE selbst entwickelt. Natürlich ist die Firmware zertifiziert. iLO-Chips können die Firmware-Versionen überprüfen. Der Status der Firmware kann in der Weboberfläche von iLO-Chips überprüft werden. Diese Funktion mit der Bezeichnung „Silicon Root of Trust“ stellt sicher, dass die Firmware nicht gehackt wird. Der ilO-Chip überprüft dazu beim Starten des Servers die Integrität der Firmware. Dazu wird ein unveränderbarer Fingerabdruck im iLO-Chip gespeichert.

Mehr Sicherheit in Gen10-Servern (Screenshot: HPE)Mehr Sicherheit in Gen10-Servern (Screenshot: HPE)

HPE Insight Online – Netzwerke mit HPE verbinden

Mit HPE Insight Online können Unternehmen ihr lokales Netzwerk, vor allem die HPE-Produkte mit HPE verbinden. Nach der Verbindung erfolgt eine 24×7-Überwachung der Server durch HPE. Durch diese Online-Überwachung können Administratoren und Verantwortliche im Unternehmen andere Aufgaben wahrnehmen, sind aber gleichzeitig auch sicher, dass die Server fehlerfrei funktionieren. Dadurch lassen sich Ausfallzeiten mehr als halbieren. Fehler werden schneller gefunden und HPE kann Ersatzteile automatisch versenden, wenn das notwendig ist. Kunden von HPE Proactive Care Service und HPE Datacenter Care erhalten darüber hinaus Berichte, über den Zustand der Server und des Netzwerks.

Nutzen Unternehmen parallel HPE OneView, kann die Überwachungslösung bei Problemen direkt HPE kontaktieren. Wenn das notwendig ist, bestellt die Software automatisch die notwendigen Ersatzteile. Die notwendigen Diagnosedaten werden ebenfalls automatisch verschickt. HPE Insight Remote Support bietet darüber hinaus Remote-Support für die unterstützten Server, Speicher, Netzwerkgeräte und Drucker. HPE Support Automation und Insight Remote Support bieten eine automatisierte Remoteüberwachung der IT-Umgebung. Dazu kommen proaktive Benachrichtigungen sowie Unterstützung bei Fehlerbehebungen. Für die Verbindung zu HPE stehen im Grunde vor allem zwei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Die Verbindung zu HPE erfolgt über ein zentral verbundenes lokales Hosting-Gerät (Central Connect). Die anderen Geräte im Netzwerk kommunizieren mit diesem Hosting-Gerät, über das HPE wiederum Kontakt aufnehmen kann, um Verbindungen zum Netzwerk herzustellen. Bei dieser Option ist die Anzahl der ausgehenden Verbindungen auf einen einzigen Host beschränkt. Mit dieser Lösung stehen Insight Remote Support und OneView Remote Support zur Verfügung. Für HPE Synergy ist OneView Remote Support erforderlich. Zusätzlich können einzelne Geräte direkt mit HPE verbunden werden (Direct Connect). Dabei kann es sich vor allem um ProLiant-Server handeln, um BladeSysteme sowie um Speichergeräte (3PAR StoreServ, StoreVirtual, StoreOnce).

Intelligent Provisioning – Server schneller bereitstellen

Mit HPE Intelligent Provisioning können Administratoren Server über einen Assistenten bereitstellen. In den meisten Servern ist Intelligent Provisioning über iLO 5 enthalten. Mit Intelligent Provisioning wird der Server weitgehend automatisiert konfiguriert. Auch das Betriebssystem wird über diesen Weg installiert. Dazu benötigen Administratoren keinerlei Vorwissen zum Thema automatisierter Bereitstellung. Auch sind keine weitere Tools notwendig.

Mit Intelligent Provisioning aus iLO 5 können Server automatisiert bereitgestellt werden (Screenshot: Thomas Joos).Mit Intelligent Provisioning aus iLO 5 können Server automatisiert bereitgestellt werden (Screenshot: Thomas Joos).

Intelligent Provisioning kann Server automatisiert bereitstellen, und bei Außerbetriebnahme auch alle Daten von den lokalen Datenträgern löschen.

RESTful APIs und PowerShell-Skripte

Neben standardisierten Tools bietet iLO 5 auch verschiedene Scripting-Funktionen. Mit der RESTful API können Serverkomponenten mit Branchenstandards remote verwaltet werden. Die Redfisch API unterstützt die Bereitstellung, Konfiguration, Inventarisierung und Überwachung. Parallel dazu stellt HPE auch Scripting-Tools für die PowerShell von Microsoft zur Verfügung. Hierüber lassen verschiedene CMDlets und Skripte integrieren, mit denen sich HPE-Server automatisieren lassen. Auch mit der PowerShell lassen sich Server über das Netzwerk automatisiert verwalten.

Themenseiten: HPE, HPE / Intel Just Right IT, OneView, ProLiant

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