Bericht: Apple arbeitet an Augmented-Reality-Headset für Marktstart im Jahr 2019

Es soll über ein eigenes Display sowie einen eigenen Chip und ein neues Betriebssystem verfügen. Letzteres basiert angeblich auf iOS und hört auf den Codenamen Reality OS. Der Zeitplan für die Entwicklung des Headsets kann sich laut Bloomberg allerdings noch verzögern.

Apple plant angeblich den Einstieg in den Markt für Augmented Reality. Wie Bloomberg berichtet, wird das Unternehmen aus Cupertino allerdings erst im Jahr 2019 ein eigenes Headset vorstellen. Die Apple nahestehenden Quellen gehen zudem davon aus, dass die Auslieferung des Geräts erst Anfang 2020 startet.

Apple-Store in München (Bild: Andre Borbe / silicon.de)Ähnlich wie die für Windows 10 geplanten Mixed-Reality-Headsets diverser Hersteller soll auch Apple auf eine Standalone-Lösung setzen, die ohne Smartphone oder PC auskommt. Stattdessen soll die AR-Brille über ein eigenes Display verfügen und von einem neuen Chip und auch einem neuen Betriebssystem angetrieben werden. Da der Zeitrahmen für die Entwicklung eines solchen Produkts eng gesteckt sei, seien Verzögerungen nicht ausgeschlossen, heißt es weiter in dem Bericht.

Das Betriebssystem werde unter dem Codenamen „rOS“ entwickelt, was für „Reality Operating System“ stehe. Es basiere auf dem iPhone- und iPad-Betriebssystem iOS. Unter anderem sei Geoff Stahl, ein ehemaliger Software-Manager für Spiele und Grafik bei Apple, für die Entwicklung von rOS verantwortlich. Die Bedienung des Betriebssystems erfolge wahrscheinlich über ein Touch-Panel, den Sprachassistenten Siri und Kopfgesten. Auch eine Anbindung an den App Store sei wahrscheinlich.

Während Virtual Reality eine vollständig künstliche Welt schafft, in der sich ein Nutzer per Headset bewegen kann, erweitert Augment Reality die Umgebung des Nutzers um virtuelle Elemente. Apple-CEO Tim gibt Augmented Reality den Vorzug. Im September 2016 sagte er dem Fernsehsender ABC: „Es gibt Virtual Reality und es gibt Augmented Reality – beide sind unglaublich interessant. Meiner Meinung nach ist Augmented Reality aber interessanter, wahrscheinlich sogar mit großem Abstand.“ In der Fernsehshow Good Morning America bekräftigte er jüngst diese Position: „Einfach gesagt, wir glauben, dass Augmented Reality unseren Umgang mit Technologie für immer ändern wird.“

Schon im Januar war vermutet worden, Apple engagiere sich im Bereich Augmented Reality. Der Blogger und Tech-Evangelist Robert Scoble berichtete zu dem Zeitpunkt, der iPhone-Hersteller habe das im baden-württembergischen Oberkochen ansässige Unternehmen Carl Zeiss als Partner gewonnen. Seine Vermutung begründete er mit einem Facebook-Eintrag eines nicht näher genannten Carl-Zeiss-Mitarbeiters sowie dem Fehlen jeglicher AR-Produkte auf dem Stand von Carl Zeiss auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas – obwohl das Unternehmen in einem für Augmented Reality reservierten Bereich ausstellte. Allerdings ging Scoble von einer Markteinführung 2017 oder spätestens 2018 aus.

Bloomberg will indes nun erfahren haben, dass sich bei Apple inzwischen mehrere Hundert Mitarbeiter mit dem Thema Augmented Reality befassen. Das erste Produkt des Teams sei die Werkzeugsammlung ARKit, die es Entwicklern erlaube, Augmented-Reality-Apps für iPhone und iPad zu erstellen. Das sei alles nur ein Zwischenschritt, um mit vorhandenen Produkten erste Erfahrungen zu sammeln.

Apple stufe außerdem aktuelle AR-Produkte als noch nicht marktreif ein. In einem Interview habe Cook kürzlich erklärt, dass alles, was man in absehbarer Zeit im Markt sehen werde, nicht geeignet sei, Nutzer zufriedenzustellen. Bereits im vergangenen Monat habe Apples Chef-Designer Jony Ive zudem betont, dass Apple bestimmte Ideen habe, man aber noch auf die richtigen Technologien warte, um diese Ideen umzusetzen.

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[mit Material von Lori Grunin, News.com]

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