Apple-Chef Tim Cook will den Mac mini wiederbeleben

Seit genau drei Jahren verkauft Apple den Mac mini weitgehend unverändert - es gab seitdem nie ein neues Innenleben. Das könnte sich bald ändern, wie aus einer offiziellen E-Mail von Tim Cook hervorgeht.

In einer Mail an einen Apple-Fan hat Tim Cook ein mögliches Update des Mac mini angekündigt. Dem Nutzer schrieb er: „Wir planen, dass der Mac mini in der Zukunft ein wichtiger Teil unserer Produktpalette sein wird.“ Es sei aber jetzt nicht der Zeitpunkt, so Cook weiter, weitere Details zu nennen. Gegenüber MacRumors hat Apple die Authentizität der E-Mail bestätigt. Wie weiland der verstorbene Apple-Mitbegründer Steve Jobs antwortet auch Cook – oder sein Team – von Zeit zu Zeit direkt auf an ihn gerichtete Mails von Kunden.

Thunderbolt Display und Mac Mini (Bild: Apple)

Die Antwort des sonst stets um Vorabinformationen verlegenen Unternehmens kann als klares Bekenntnis zum kleinsten Mac-Rechner gewertet werden. In der Vergangenheit, wie beispielsweise beim iPod mit Festplatte, hatte Apple veraltete Produkte oft noch jahrelang angeboten, um sie dann überraschend vom Markt zu nehmen. Die Klassiker erzielten dann als Neuware sofort hohe Sammlerpreise, was viele Liebhaber der Marke verärgerte.

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Diese Gefahr schien bisher auch dem Mac mini zu drohen, denn wie wohl kaum ein anderes Apple-Produkt hat der Zwergrechner ein Update dringend nötig. Zuletzt wurde er 2014 aktualisiert, seitdem arbeitet er mit Intels Haswell-CPUs der Serie Core-i-4000. Kurios war damals, dass das 2014er Modell langsamer im Multi-Core-Bereich war als das Vorgängermodell, da es anders als dieses nur mit einer Dual-Core-CPU ausgestattet ist.

Aktuell ist nun aber schon die achte Core-Generation, alias Coffee Lake oder Kaby-Lake-Refresh. Es ist wahrscheinlich, dass die auch für Notebooks vorgesehenen Kaby-Lake-Chips mit bis zu vier Kernen in einem neuen Mac mini Platz finden werden. Sie sind sparsamer und einfacher zu kühlen als die Desktop-Designs Coffee Lake.

Mac mini Teardown (Bild: ifixit.com)In seinem „Teardown“ des Mac mini bemängelte iFixit unter anderem den fest auf der Platine verlöteten RAM (Bild: iFixit).

Nach so langer Zeit ist bei Apple auch ein Redesign des Gehäuses zu erwarten. Gerade der letzte Mac mini kam bei langjährigen Nutzern zuerst nicht besonders gut an, weil der Rechner weniger bastelfreundlich als frühere Versionen war. Insbesondere den fest verlöteten Hauptspeicher kann man bei diesem Modell nicht erweitern. Zudem hatte Apple die Preise erhöht. Noch heute kostet die kleinste Version mit Core i5, 4 GByte RAM und 500-GByte-Festplatte statt einer SSD über 500 Euro, das Luxusmodell mit Terabyte-PCIe-SSD, 16 GByte RAM und Core i7 schlägt mit über 2.000 Euro zu Buche. Größtes Manko auch daran: Der Prozessor besitzt nur zwei Kerne, was in dieser Preisklasse heute völlig antiquiert wirkt.

Wann Apple einen neuen Mac mini vorstellen könnte geht aus den aktuellen Informationen nicht hervor. Neben seinen regelmäßigen Hardware-Updates im Frühling und Herbst ist Apple bei besonderen Produkten auch immer für eine Überraschung gut. Mit einer Ankündigung noch 2017 ist aber eher nicht zu rechnen, denn für die Hersteller und Händler hat das Weihnachtsgeschäft schon längst begonnen.

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