Google verbessert Malware-Schutz in Chrome

Der Browser erkennt nun von Erweiterungen vorgenommene Änderungen der Einstellungen. Chrome Cleanup verfügt zudem über eine eigene Erkennungs-Engine für Schadsoftware. Sie stammt vom slowakischen Sicherheitsanbieter Eset.

Google hat die Windows-Version seines Browsers um drei neue Funktionen erweitert. Sie sollen die Erkennung und Entfernung von Schadsoftware verbessern. Google will vor allem verhindern, dass Malware und gefährliche Erweiterungen Suchergebnisse verändern oder Nutzer unfreiwillig zu schädlichen Websites weiterleiten. Unterstützung erhält Google dabei vom slowakischen Sicherheitsanbieter Eset.

Chrome (Bild: Google)Da Google nicht verhindern kann, dass gefährliche Erweiterungen installiert werden, kann Chrome nun einschreiten, falls eine Erweiterung Einstellungen des Browsers wie die voreingestellte Suchmaschine ändert. In dem Fall weist Chrome auf die Änderung hin und bietet an, die ursprüngliche Einstellung wiederherzustellen.

Darüber hinaus wurde die Funktion zum Zurücksetzen des Browsers auf die Werkseinstellungen nach einer Malware-Infektion überarbeitet. Sie zeigt nun eine Warnung an, sobald Chrome eine unerwünschte Software entdeckt, und bietet auch Unterstützung bei deren Entfernung. Bisher gab es dafür nur das separate Chrome Cleanup Tool. Google zufolge wurde auch die Warnmeldungen neu gestaltet, um besser erkennen zu können, welche Software entfernt wird.

Die dritte Neuerung ist eine Malware Detection Engine, die nun fester Bestandteil von Chrome Cleanup ist. Sie stammt von Eset und arbeitet mit Chromes Sandbox zusammen.

Allerdings ist die Reichweite der Malware-Erkennung beschränkt. Sie nimmt nur Software ins Visier und entfernt sie, die Googles Richtlinie für unerwünschte Software verletzt. Sie deckt zwar eine Vielzahl von Gefahren ab, von verdeckten Installationen bis hin zu Spyware, ein Ersatz für eine Antivirensoftware unter Windows ist Chrome Cleanup jedoch nicht. Chrome ist aber nun in der Lage, mehr unerwünschte Software vom Rechner fernzuhalten als zuvor.

[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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