Aus für Touch ID: 2018 sollen alle iPhones Face ID erhalten

Laut KGI-Securities-Analyst Ming-Chi Kuo will Apple seinen Vorsprung in der Gesichtserkennung mit 3D-Sensoren ausreizen. Der iPhone-Hersteller könnte mit dieser Technik einen Vorsprung von 18 bis 30 Monaten herausgeholt haben. Auch das iPad Pro sei im nächsten Jahr mit Face ID zu erwarten.

Apple wird wahrscheinlich alle künftigen iPhones mit Face ID ausstatten und gleichzeitig auf die Authentifizierung mit dem Fingerabdrucksensor Touch ID verzichten. Das erklärte Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities, der Apples Produktplanung dank seiner guten Kontakte zu den asiatischen Auftragsherstellern immer wieder zutreffend vorhergesagt hat. Er erwartet darüber hinaus, dass auch das iPad Pro im nächsten Jahr die Gesichtserkennung Face ID erhält.

Das iPhone X lässt sich per Face ID mit dem Gesicht entsperren (Bild: Apple).

Kuo geht davon aus, dass Apple konsequent seinen Vorsprung in der Gesichtserkennung mit 3D-Sensoren nutzt. Er sieht hier die Zukunft biometrischer Technik und billigt dem iPhone-Hersteller in dieser Hinsicht einen Vorsprung von 18 bis 30 Monaten zu. Schon zuvor wies er darauf hin, dass Face ID bereits die Nachfrage nach 3D-Sensoren auch vonseiten der Android-Hersteller stark erhöht habe.

Noch im letzten Monat ging der Analyst jedoch davon aus, auch Apple werde modifizierte Fingerabdruckleser erneut zum Einsatz bringen. Wie Samsung soll auch Apple versucht haben, einen Fingerabdruckscanner im Display zu integrieren und damit dessen nachteilige Platzierung auf der Rückseite von Smartphones zu vermeiden. Bislang waren jedoch offenbar alle Bemühungen gescheitert, einen verlässlich funktionierenden Scanner unter Display-Glas zur Marktreife zu bringen.

Das könnte sich schon bald ändern, denn inzwischen sollen bereits mehrere Hersteller um Aufträge für solche Fingerabdruckscanner konkurrieren. So könnte in der zweiten Jahreshälfte 2018 die nächste Ausgabe von Samsung Galaxy Note mit einem Fingerabdruckscanner auf den Markt kommen, der sich auf der Vorderseite unter dem Display befindet.

Jetzt sieht der KGI-Analyst in Apples 3D-Erkennung ein „entscheidendes Verkaufsargument“ für alle neuen iPhone-Modelle im Jahr 2018. Das schreibt er in einer neuen Investorenmitteilung, aus der 9to5Mac zitiert. Auch wenn Apple noch Herstellungsprobleme bei den 3D-Sensoren zu überwinden habe, könnten ihm die TrueDepth-Kamera und Face ID helfen, „Vorteile zu ziehen aus seinem klaren Vorsprung in der Entwicklung und Produktion von 3D-Sensoren für Smartphones“.

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Laut Apple ist die Gesichtserkennung mit Face ID um den Faktor 20 sicherer als Touch ID, das bei bisherigen Modellen die Geräte-Entsperrung per Fingerabdruck ermöglicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Person aus der Bevölkerung ein mit Face ID gesichertes iPhone X entsperren könnte, gibt Apple mit 1 zu einer Million an, während sie bei Touch ID nur 1 zu 50.000 betrage. Dazu trägt die TrueDepth-Kamera bei, die über 30.000 Infrarot-Punkte projiziert und liest, um eine Tiefenkarte des Gesichts zu erstellen. Face ID registriert auch die Aufmerksamkeit des Nutzers und erkennt, ob dessen Augen geöffnet und auf das Gerät gerichtet sind.

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Themenseiten: Apple, Authentifizierung, Kamera, Smartphone, iPhone

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