GoPro Hero6 Black mit 4K60 und 240 fps in Full-HD

Ein neuer Prozessor macht´s möglich: GoPros neue Actioncam ist deutlich schneller geworden. Auch in der höchsten UHD-Auflösung arbeitet noch ein Bildstabilisator, was bisher nur wenige der kleinen Kameras beherrschen.

In San Francisco hat GoPro die neue Actioncam Hero6 Black vorgestellt. Darin findet sich erstmals der zusammen mit einem nicht genannten Partner entwickelte Bildprozessor GP1. Er soll gegenüber dem Chip im Vorgängermodell Hero5 doppelt so schnell geworden sein. Dadurch kann die Hero6 nun 4K60-Videos aufnehmen, also bei 3840 x 2160 Pixeln Auflösung und 60 Bildern pro Sekunde. Das ist das Maximale abseits von HDR-Formate, was UHD-Fernseher darstellen können. Höherer Dynamikumfang ist bei Actioncams bisher kein Thema.

GoPro Hero6 2017 (Bild: GoPro)

Der GP1 sorgt auch für eine weitere wichtige Neuerung, nämlich die digitale Bildstabilisierung bei allen verfügbaren Auflösungen. Das bot nicht einmal die Kamera 4K+, die YI Technologies Anfang 2017 vorstellte. Sie schafft es nur bei 30 fps Bilder zu entruckeln. Den neuen Prozessor verwendet GoPro in seinem neuen Flaggschiff auch, um bei der Aufnahme einen per Crop realisierten Zoom zu realisieren. Dieser arbeitet nach Darstellung des Unternehmens ohne große Interpolation und soll nur die physikalisch existierenden Pixel nutzen, die Videos könnten also noch relativ scharf bleiben. Bei Full-HD-Videos sind durch die fixe CPU 240 Bilder pro Sekunde möglich, was sich für spätere Zeitlupenbearbeitungen anbietet.

Aufgezeichnet wird wie gehabt auf möglichst schnellen Micro-SD-Karten, und zwar neben H.264 nun auch mit H.265, was auch als HEVC bekannt ist. Je nach weiteren Bearbeitungsmöglichkeiten kann der Anwender sich den Codec aussuchen. Standbilder lassen sich mit bis zu 12 Megapixeln im RAW-Format speichern, und zwar bei bis zu 30 Aufnahmen pro Sekunde, das beherrschte aber auch schon die Hero5.

Von dieser hat die Hero6 auch den Formfaktor mit vorspringendem Fixfokus-Objektiv und Touchscreen auf der Rückseite und die Anschlüsse geerbt. Die Montagepunkte für Halterungen blieben ebenfalls unverändert, sodass sich Zubehör weiterverwenden lässt. Technisch unverändert ist auch das Gehäuse, das bis 10 Metern Tauchtiefe wasserdicht und staubfest ist. Über das bei GoPro übliche  Zusatzgehäuse für rund 70 Euro sind auch 50 Meter fürs Gerätetauchen möglich. Weitere kleine Unterschiede zwischen Hero5 und Hero6 zeigt eine Vergleichstabelle bei GoPro.

Verfügbar sein soll die Hero6 ab November 2017, und zwar auch in Europa. Erste Versender nehmen bereits Vorbestellungen für rund 570 Euro an. Das Vorgängermodell ist derzeit bereits deutlich unter 400 Euro erhältlich.

Themenseiten: Actionkamera, Digitalkamera, GoPro, Video

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