iPhone 8 Plus kostet in der Herstellung weniger als 300 Dollar

Gegenüber dem iPhone 7 Plus steigen die Kosten um 17,78 Dollar. Dafür sind vor allem die drahtlose Ladefunktion und der größere interne Speicher verantwortlich. Den Verkaufspreis des iPhone 8 Plus erhöht Apple lediglich um 30 Dollar.

IHS Markit hat die Komponenten des iPhone 8 Plus analysiert und deren wahrscheinliche Einkaufspreise errechnet. Die Materialkosten schätzen die Marktforscher auf 288,08 Dollar, was die Kosten aller früheren iPhone-Generationen übertrifft. Rechnet man Fertigungskosten von 7,36 Dollar hinzu, zahlt Apple für die Herstellung des iPhone 8 Plus insgesamt 295,44 Dollar.

iPhone 8 Plus (Bild: Apple)Gegenüber dem iPhone 7 Plus ergeben sich damit zusätzliche Kosten in Höhe von 17,78 Dollar. Beim iPhone 8 soll der Aufschlag bei 9,57 Dollar liegen. Dessen Herstellkosten belaufen sich der Analyse zufolge auf 247,51 Dollar. Die Mehrkosten führen dazu, dass der Einstandspreise des iPhone 8 50 Dollar über dem des iPhone 7 liegt. Zudem ist das iPhone 8 Plus 30 Dollar teurer als das iPhone 7 Plus bei seinem Marktstart.

Allerdings weisen die Marktforscher darauf hin, dass die Herstellung des iPhone 8 Plus nicht nur wegen seiner neuen Funktionen teurer geworden ist. Auch die Komponentenpreise seien zuletzt langsamer gesunken als in den Vorjahren. Anhand des Teardowns seien vor allem der größere NAND-Flash-Speicher und die Komponenten für die drahtlose Ladefunktion für den Kostenanstieg verantwortlich.

Die teuerste Einzelkomponente bleibt das Display mit 52,50 Dollar. Für das Gehäuse, die Rückseite aus Gorilla-Glas, Stecker, die unbestückte Leiterplatte sowie die Gehäusetasten veranschlagen die Marktforscher 50,95 Dollar. Die Kameras sollen die Kalkulation indes mit 32,50 Dollar belasten, Flash- und DRAM-Speicher mit 31,20 Dollar.

Für den A11-Bionic-Prozessor soll Apple 27,50 Dollar ausgeben. Wenig Einfluss auf die Gesamtkosten haben indes Komponenten wie WLAN- und Bluetooth-Modul oder der 2691 mAh große Akku. Sie belasten das Budget mit 7,35 beziehungsweise 4,45 Dollar. Für das gesamte Zubehör wie Ladegerät, Kopfhörer- und USB-Adapter soll Apple weitere 11,55 Dollar ausgeben.

Dass sich vor allem die Investition in die neue Kameratechnik gelohnt hat, zeigt der Kameratest DxOMark. Hier erzielte das iPhone 8 Plus mit 94 Punkten einen neuen Rekord. Auch das iPhone 8 ließ mit 92 Punkten die Konkurrenz hinter sich – darunter sogar Smartphones mit Dual-Kamera wie das Google Pixel.

In den Berechnungen von IHS Markit sind weder Marketing- noch Entwicklungskosten enthalten. Auch Kosten, die das Mobilbetriebssystem iOS inklusive der von Apple vorinstallierten Apps betreffen, wurden nicht berücksichtigt. Trotzdem ist davon auszugehen, dass sich Apple auch mit iPhone 8 und 8 Plus den größten Teil der in der Smartphonebranche erzielten Gewinne sichern wird.

Tipp: Wie gut kennen Sie das iPhone? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

ANZEIGE

Indoor Digitalisierung: Innenräume einfach digitalisieren

Digitale Gebäude- und Rettungspläne, per Smartphone zum Gate navigieren, Häuser und Wohnungen per 3-D-Rundgang auf dem Tablet besichtigen oder 360-Grad-Einblicke in Hotelzimmer erhaschen: Mit der Indoor Digitalisierung bietet die Deutsche Telekom die großflächige Visualisierung von Innenräumen und eine präzise Navigation aus einer Hand – „gehostet in Germany“.

Themenseiten: Apple, IHS, Smartphone, iPhone

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu iPhone 8 Plus kostet in der Herstellung weniger als 300 Dollar

Kommentar hinzufügen
  • Am 27. September 2017 um 11:16 von Fillip

    das ist doch gut so.
    Es sind noch Kosten für Entwicklung, Marketing, Transport, Verkauf.
    derjenige der teueres Iphone kauft, will das Gerät sehr schätzen

    • Am 27. September 2017 um 13:46 von Antiappler

      „Es sind noch Kosten für Entwicklung, Marketing, Transport, Verkauf.“

      Und die Kosten dafür sind mit Sicherheit gewaltig. Nicht dass Apple am Ende noch Miese dabei macht, und dafür die Preise für Zubehör anheben muss.

    • Am 27. September 2017 um 14:41 von Hi, hi...

      …die Entwicklungskosten dürften sich in einem sehr, sehr eng gesetzten Rahmen bewegen. Wie iFixit ja festgestellt hat, sind extrem viele Komponenten mit deenen des iPhone 7 identisch. Marketing – ok, da lässt sich Apple nicht lumpen, wäre es notwendig? Den Transport haben übrigens alle Hersteller und der Verkauf…nun ja, irgendwie müssen die Kosten für die stationären Apple-Stores ja wieder rein kommen. Ich persönlich war übrigens in noch keinem dieser offiziellen Stores. Bekomme ich Rabatt?

  • Am 27. September 2017 um 13:49 von Mac-Harry

    Super. Auch gut für mein Invest in Apple Aktien. Good news :-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *