Samsung bringt eUFS mit 850 MByte/s ins Auto

Basierend auf einem aktualisierten JEDEC-Standard hat Samsung neue Flash-Bausteine entwickelt. Sie bringen nicht nur mehr Leistung als Embedded-MMCs, sondern auch Protokolle zur Fehlerkorrektur, was beim autonomen Fahren Sicherheit verspricht.

In Größen von 64 und 128 GByte hat Samsung zwei neue Flash-Chips auf Basis des Standards UFS 2.1 vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Norm für „Universal Flash Storage“, das in der Embedded-Variante schon in mobilen Geräten wie Smartphones eingesetzt wird. Samsung hat nun erste Bausteine für Automotive-Anwendungen entwickelt.

Samsung bringt eUFS-Speicher mit 850 MByte/s (Bild: Samsung).Samsung bringt eUFS-Speicher mit 850 MByte/s (Bild: Samsung).

Gegenüber den bisher meist verbreiteten Lösungen einer eMMC, die auf eine Lesegeschwindigkeit von rund 250 MByte/s kommt, kann Samsungs eUFS bis zu 850 MByte/s erreichen. Auch die Zugriffszeiten ähneln denen moderner PC-SSDs, nach Herstellerangaben lassen sich bis zu 45.000 IOPS bei verteiltem Lesen erreichen.

Das höhere Tempo ist auch bei den Infotainment- und Assistenzsystemen von Autos immer wichtiger, weil verschiedene Teile der digitalen Systeme inzwischen oft zentral verwaltet werden. So konkurrieren beispielsweise Navigationssysteme und Audio-Player um den Speicher. Dazu kommt noch die Fahrerunterstützung (ADAS), insbesondere bei immer weiter entwickelten Stufen des autonomen Fahrens. Fahrzeughersteller müssen beim Design der Elektronik auch an zukünftige Funktionen denken, so erweitert beispielsweise Tesla bei gleich bleibender Hardware die Autonomiestufen seiner Autos kontinuierlich.

Viel wichtiger als bei Smartphones und Tablets ist die Zuverlässigkeit, die sich beim neuen eUFS nicht nur im erweiterten Temperaturbereich von üblicherweise -40 bis +125 Grad Celsius liegt. Angaben dazu liegen für die neuen Samsung-Chips aber noch nicht vor. Sie sollen aber einen Temperatursensor direkt im Sensor besitzen, der – wie schon bei PC-SSDs – die Geschwindigkeiten beim Überschreiten von Höchstgrenzen beschränkt.

Auch die Datenübertragungen sollen besonders robust sein. I/O-Fehler lassen sich auf Hardwareebene über das Protokoll MIPI Unipro korrigieren, ohne dass die Software dafür eingreifen müsste. Preise und Verfügbarkeiten der neuen Bausteine hat Samsung noch nicht bekannt gegeben.

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Themenseiten: Automotive, Flash, Samsung, Samsung, Samsung-SSD-Special

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