Schwache Nachfrage nach neuem iPhone setzt Zulieferer unter Druck

Analysten und Quellen aus Taiwan zufolge liegen die Vorbestellungen von iPhone 8 unter denen der Vorgängermodelle. Das sorgt an den asiatischen Börsen bereits für Kurseinbrüche.

Um bis zu 40 Prozent soll Apple seine Lieferanforderungen bei Herstellern von Komponenten und den Fertigungsstätten für die kompletten Geräte rund um die neuen iPhones reduziert haben. Dies berichten sowohl Bloomberg wie auch Digitimes unter Berufung auf eigene Quellen. Die Wirtschaftsagentur zitiert dazu einen Analysten von Rosenblatt Securities, der bereits in der vergangenen Woche auf eine mögliche schwache Nachfrage hingewiesen hatte.

iPhone-Modelle 2017 (Screenshot: ZDNet.de)

Bloomberg bezieht sich in seinen Berichten auf das iPhone 8, gemeint sein dürfte aber auch das Plus-Modell. Der taiwanische Branchendienst Digitimes meldet ähnliche Umstände zur Produktion des iPhone X. Dort sollen die aktuellen Anforderungen von Apple um 40 Prozent gegenüber den ursprünglichen Bestellungen reduziert worden sein. Selbst mit dem verbleibenden 60 Prozent Produktionsvolumen sollen die Zulieferer aber Probleme haben. Schon länger gibt es Gerüchte, dass das iPhone X auch nach dem Marktstart Ende Oktober anhaltend knapp sein soll. Und auch der bereits am 22. September erfolgte Verkaufsbeginn von iPhone 8 / Plus verlief nicht so spektakulär wie bei früheren Apple-Handys.

Die vermutete schwache Nachfrage nach den neuen Modellen hat für Apples direkte Partner Konsequenzen. So ist Bloomberg zufolge die Aktie von Hon Hai Precision Industry, welche einen Teil der iPhones zusammenbauen, schon seit der Ankündigung der Geräte um 10 Prozent gefallen. Auch das taiwanische Unternehmen Pegatron sowie LG Innotek aus Südkorea haben bis zu 12 Prozent an Wert verloren.

Von vielen Marktbeobachtern und auch Bloomberg wird Apples Aufspaltung der Produktlinie als ein Grund für die schwachen Vorbestellungen angesehen. Demnach könnten gerade Apples loyalste Fans, die sofort nach Marktstart ein neues iPhone haben müssen, jetzt kein Modell 8 kaufen, weil sie auf das iPhone X warten. Für Apple könnte das nochmals problematischer werden, wenn das Unternehmen gerade zum Weihnachtsgeschäft nicht genügend iPhone X liefern kann. Das Jubiläums-iPhone kann ab dem 27. Oktober vorbestellt werden. Ab dem 3. November soll es dann in den Geschäften erhältlich sein.

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Neueste Kommentare 

9 Kommentare zu Schwache Nachfrage nach neuem iPhone setzt Zulieferer unter Druck

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  • Am 26. September 2017 um 15:16 von Antiappler

    Wundert mich das? Nein.
    Warum sollten die Leute „alten Wein in neuen Schläuchen“ für so viel Geld kaufen, wenn in einiger Zeit so ein schönes Gerät wie das iPhone X zu kaufen ist?
    Gefällt mir wirklich sehr gut, da kann ich ja nur froh sein, dass da das „falsche“ Symbol auf der Rückseite ist, sonst hätte ich tatsächlich schwach werden können, um das Gerät zu kaufen. ;-)

  • Am 26. September 2017 um 15:27 von M@tze

    Keine große Überraschung, meiner Meinung nach. Welchen triftigen Grund gibt es denn, um von einem 6S/6S+/7/7+ zu einem 8/8+ zu wechseln? Rein von der Optik macht das keinen Unterschied, iOS 11 bekommen alle und hardwaretechnisch sind nicht gerade die „Haben will!“ Features dazugekommen. Ich denke auch nicht, dass sich das X wie geschnitten Brot verkauft (von den erwarteten Lieferengpässen mal abgesehen). Der Preis ist heftig, selbst für Leute die sich die Geräte aller 2 Jahre „subventioniert“ kaufen (und damit auch nicht weniger zahlen). Ich hätte eventuell gewechselt, wenn das normale 8er nicht wieder künstlich kastriert worden wäre (2GB RAM und keine Dual Kamera). Dann mal auf nächstes Jahr warten…

    • Am 26. September 2017 um 16:55 von Klaus, der Opferbereite

      Denk an die 5S
      s und 6er Nutzer, und denk daran, dass ein Firmensmartphone eben nicht zwingend das iPhone X sein wird. Und wenn man dann bedenkt, dass einigen Nutzern es egal ist, ob ihr Gerät ein neues Design bekommt, kommen schon einige zusammen. Und wenn 200€ entscheidend sind, man aber die neueste Generation mit maximalem Support haben will, dann landet man beim 8er.
      Vom iPhone 7 werden die wenigsten Userr wechseln, auch vom iPhone 6s dürften es nicht viele sein. Aber man erinnere sich, dass allein das iPhone 6 in etwa 180 Millionen mal verkauft wurde. Wenn davon ein Drittel auf das 8er wechselt, und das iPhone X in etwa die Zahlen des 7er erreicht, dürfte das dennoch neue Rekordzahlen geben.
      Und€: da das iPhone X komplett im nächsten Quartal an den Start geht, dürfte das auch Rekordeinnahmrn ergeben. Und wer das iPhone X dann letztenendes nicht nimmt, der landet doch wieder beim 8er.
      Ich selber werde im Frühjahr entscheiden, welches es wird. Mein 6er ist noch flott genug, als dass es ausgemustert wird, aber ich hab schon zwei, die es gerne erben würden, also will ich mal nicht so sein. Ich werde mich opfern.:-)

    • Am 27. September 2017 um 0:48 von Antiappler

      Das Du bemängelst, dass es keine Dual Kamera hat, kann ich ja noch nachvollziehen, aber das mit den 2 GB RAM verstehe ich jetzt nicht.
      Es wird doch von vielen Leuten immer extra betont, dass iOS nicht so „vollgestopft“ (Garbage Collection) ist, und deshalb wenig RAM braucht, im Gegensatz zu den Androiden.
      Und zumindest nach meinen, zwar recht kurzen Eindrücken, kann ich das auch so bestätigen.
      Scheint wohl bei längerem und intensiven Gebrauch wohl nicht der Fall zu sein???

      • Am 28. September 2017 um 9:59 von M@tze

        Nein, das hast Du falsch verstanden. Man hat mit den 2 GB RAM momentan keinerlei Probleme, iOS handelt das wirklich gut. Aber da die Geräte so eine lange Lebenszeit (durch den langen iOS Support) haben, kann ich nicht davon ausgehen, dass die 2 GB auch in 3 Jahren noch ausreichend sind. Und wenn schon seit letztem Jahr iPhones mit 3 GB RAM angeboten werden, wäre es sicher kein Problem für Apple gewesen, dieses Jahr auch dem kleineren Modell 3 GB zu spendieren. Das sind ja nur Cent Beträge. Mein iPad Air hat noch 1 GB RAM, da merkt man immer mal wieder dass das mittlerweile zu wenig ist, wenn man mehrere Tabs in Safari offen hat. Die werden dann öfters mal nachgeladen, wenn man hin und her wechselt. Kein Drama, aber ab und zu nervig.

  • Am 26. September 2017 um 21:07 von Kataclaysm

    Tja. Ist halt auch nur ein Smartphone so ein iPhone. Konnte den hype nie so recht nachvollziehen. Daher wundert es nicht, dass die Modeerscheinung langsam zu Ende geht. Andere bauen eben auch sehr gute wenn nicht sogar bessere Geräte. Oftmals sogar für weniger Geld.

    • Am 27. September 2017 um 7:17 von Antiappler

      @Kataclaysm
      Genau so ist es.
      Und die letzten beiden Sätze habe ich hier selbst oft genug geschrieben.

      • Am 28. September 2017 um 10:22 von Klaus der Ungläubige

        Ja, selbst geschrieben, und mich macht das deswegen sehr nachdenklich … ;-)

    • Am 28. September 2017 um 9:53 von M@tze

      „Andere bauen eben auch sehr gute wenn nicht sogar bessere Geräte. Oftmals sogar für weniger Geld.“ Aber leider mit dem falschen Betriebssystem… :)

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