Samsung will 2018 Smartphone mit Faltdisplay anbieten

Seit Jahren wird geforscht, jetzt bekennt sich der erste Hersteller dazu, tatsächlich ein Gerät mit einem faltbaren Display auf den Markt bringen zu wollen. Samsung will den Vorreiter spielen, in welcher Modellreihe ist aber noch unklar.

Bereits 2018 will Samsung ein mobiles Gerät mit einem faltbaren Bildschirm verkaufen. Dies sagte der CEO von Samsung Mobile, Koh Dong-jin, am 12. September 2017 auf einer Pressekonferenz in Korea, von welcher der Korea Herald berichtet.  Demnach hat Samsung klar definierte Roadmaps für seine Smartphones der Serien Galaxy S und Note.

(Bild: Samsung / USPTO)

In diese Roadmaps will Samsung Koh zufolge faltbare Displays aufnehmen, wenn diese marktreif sind. Derzeit, so der Manager, gäbe es noch einige technische Hürden, die aber überwindbar seien: „Wir werden ein faltbares Gerät dann auf den Markt bringen, wenn wir ganz bereit dazu sind, und unser Ziel ist es, das im nächsten Jahr zu tun“ sagte Koh. Damit hat sich zum ersten Mal ein Unternehmen auf einen überschaubaren Zeitraum für den Marktstart solcher Displays festgelegt.

In Entwicklung befinden sich solche Anzeigen schon seit über zehn Jahren, auch zahlreiche Patente gibt es. Samsung erhielt 2017 gleich mehrere dieser Schutzrechte zugesprochen, die unter anderem die Displaytechnik selbst wie auch da Design eines Geräts beschreiben. Bei Letzterem zeigt sich deutlich, dass eine Möglichkeit der Formfaktor eines Taschenbuchs ist: Ein Smartphone könnte bei gleicher Grundfläche im zugeklappten Zustand bei Nutzung die doppelte Schirmfläche bieten. Auch Apple hat bereits mehrere entsprechende Patente erhalten.

Bisher hat Samsung in seinen Smartphones nur biegsame OLED-Displays verbaut. Bald sollen sich die Bildschirme auch falten lassen (Bild: Samsung).Bisher hat Samsung in seinen Smartphones nur biegsame OLED-Displays verbaut. Bald sollen sich die Bildschirme auch falten lassen (Bild: Samsung).

Diese beiden Unternehmen konkurrieren nicht nur bei den Endgeräten, sondern auch bei den Basistechnologien. Samsung gilt unter den Herstellern von Mobildisplays als Technologieführer, und bietet bereits seit drei Jahren OLED-Bildschirme in seiner S-Serie an. Apple konnte erst jetzt mit dem iPhone X gleichziehen, und auch dafür soll das Display von Samsung geliefert werden. Da OLEDs keine zusätzliche Beleuchtung brauchen und sehr dünn sind, gelten sie als Grundlage für flexible Displays. Sie sind aber vergleichsweise teuer und schwerer herzustellen.

Dem Korea Herald zufolge kommen vor allem die S-Smartphones und ein neues Note für das Faltdisplay in Frage. Ob es dabei bleibt, ist noch nicht abzusehen. Durch den größeren Formfaktor wäre auch ein Tablet für die Technik interessant. Die Note-Serie, auf die sich der Bericht bezieht, ist gerade in Korea sehr beliebt, dort erscheint das neue Gerät in einigen Tagen. Bisher wurden in Korea 650.000 Note 8 vorbestellt.

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