Termine und Preise für Intels Coffee-Lake-CPUs

Anfang Oktober 2017 soll Intels achte Generation der Core-CPUs für den Desktop erscheinen. Nun sind erste Preise aufgetaucht, die nicht so günstig ausfallen, wie bisher erwartet wurde.

Mit seinen neuen Core-CPUs, Codename Coffee Lake, will Intel auch im mittleren Preisbereich AMDs Ryzen-Serie bei Desktop-PCs kontern. Erstmals, so wurde bisher vermutet, will der x86-Erfinder, dann einen Hexacore mit 12 Threads als Core i7-8700K für deutlich unter 500 US-Dollar anbieten. Offizielle Preissenkungen blieben laut Intels Preisliste bisher aus – auch wenn der dort noch immer für 339 US-Dollar gelistete Core i7-7700K inzwischen im Handel deutlich billiger zu haben ist.

Intels achte Core-Generation (Bild: Intel)

Als dessen Quasi-Nachfolger und Preis/Leistungs-Champion wurde der 8700K bisher gehandelt. Die finnische Seite IO-Tech will nun aber aus eigenen Quellen erfahren haben, dass der Prozessor 419 Euro kosten soll. Der Sechskerner Core i5-8600K und der Vierkerner Core i3-8350 K sollen demnach 299 und 199 Euro kosten. Alle drei haben frei einstellbare Multiplikatoren, lassen sich also leicht übertakten. IO-Tech nennt auch den zuvor schon auf Reddit kursierenden 5. Oktober als Termin für den Marktstart.

Wenn sich das bewahrheitet, wäre der 8600K mit sechs physikalischen Kernen der eigentliche Preisbrecher, ihm fehlt aber Hyperthreading, was der 8700K mit dann 12 Threads bietet. Da die Takte bei den i5 meist geringer als bei den i7 der gleichen Serie liegen, dürfte noch etwas mehr Leistung verloren gehen. Das alles relativiert sich aber, da die Coffee Lakes nach bisherigem Stand neue Mainboards mit dem Chipsatz Z370 benötigen – einzig den bisherigen DDR4-Speicher kann man wohl weiterverwenden.

Eine Lücke von über 100 US-Dollar in den Großhandelspreisen – zu denen in den USA noch die örtlich verschiedenen Steuern kommen – zwischen zwei CPUs der Mittelklasse wäre für Intel ungewöhnlich. Vielleicht hält sich das Unternehmen hier noch die Option offen, einen weiteren Prozessor nachzulegen oder doch mit Preissenkungen zu reagieren. Das hängt, wie im Prozessorgeschäft üblich, von den unabhängigen Benchmarks und AMDs Reaktion ab.

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Themenseiten: AMD, Intel, Prozessoren

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