Apple Pencil soll auf künftigen iPhones funktionieren

Patentanmeldungen zeigen Apples Intention, den Eingabestift Apple Pencil künftig auch auf dem iPhone einzusetzen. Damit könnten zum Beispiel Textstellen markiert oder handschriftliche Anmerkungen gemacht werden. Bisher funktioniert der Apple Pencil nur auf einigen iPad-Modellen.

Apple hat in den USA mehrere Patentanmeldungen eingereicht, die eine Verwendung des Eingabestifts Apple Pencil auch auf dem iPhone beschreiben. Der Stift wird bisher nur auf den Pro-Modellen des iPads eingesetzt. Das Eingabegerät könnte künftig auch auf dem kleineren Display der iPhones zum Einsatz kommen, wenn die Pläne aus den Patentschriften realisiert werden.

Zwei neue Patentanmeldungen in den USA zeigen nach einem Bericht der Website Patently Apple die Vorstellungen des Unternehmens vom Einsatz des Apple Pencils auf dem iPhone. Die Einreichungen erfolgten bereits im Februar 2016, doch das US-Patent- und Markenamt veröffentlichte sie erst jetzt. In anderen Patentschriften wurde stets nur das iPad oder ein Tablet allgemein in Verbindung mit den Eingabestiften genannt.

Unter iOS 11 kann der Apple Pencil bei den mitgelieferten Apps zum Bearbeiten und zum Markieren von Dokumenten und Grafiken verwendet werden. So könnte er auch auf dem kleinen Display des iPhones sinnvoll genutzt werden.

Apple Pencil (Bild: Apple)Apple Pencil (Bild: Apple)

Oftmals zeigen Patentanmeldungen nicht klar auf, ob das jeweilige Unternehmen die beschriebene Technik auch wirklich in die Tat umsetzen will. Vielmehr handelt es sich oft auch um Versuche, der Konkurrenz einen Lösungsweg zu verbauen. In vorliegenden Fall hat Apple-Chef Tim Cook jedoch vor einem Jahr selbst einen Hinweis auf einen möglichen Stift-Einsatz beim iPhone gegeben. 2016 sagte Cook: „Sie müssten sehen, was mit dem Apple Pencil auf einem iPad oder einem iPhone erstellt werden kann – es ist unglaublich”. Die Aussage scheint zu bestätigen – sofern es kein Versprecher war – dass Cook einen iPhone-Prototyp mit Apple-Stift gesehen oder ausprobiert hat.

Steve Jobs wollte keinen Stift für das iPhone

2007 hatte der mittlerweile verstorbene Apple-Chef Steve Jobs sich noch vehement gegen einen Stift für das iPhone ausgesprochen. Erst Jahre nach seinem Tod im Jahr 2011 stellte Apple den Apple Pencil für das iPad Pro vor. Der aktive Eingabestift kann zum Zeichnen, Schreiben und Malen genutzt werden und arbeitet druckempfindlich und neigungswinkelabhängig. So entsteht ein Schreib- und Zeichengefühl ähnlich wie auf Papier. Im Stift ist ein nicht austauschbarer Akku eingebaut, der vollständig geladen eine Nutzungszeit von etwa 12 Stunden erlaubt. Geladen wird der Stift über die Lightning-Schnittstelle, wobei eine Schnellladefunktion innerhalb von 15 Sekunden eine halbstündliche Nutzung ermöglicht.

Andere Hersteller wie Samsung nutzen auf einigen ihrer Smartphones seit langem Eingabestifte. Beim Galaxy Note 8 und dem Note 7 wird der sogenannte S-Pen für Notizen aber auch für die Bedienung des Geräts verwendet.

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1 Kommentar zu Apple Pencil soll auf künftigen iPhones funktionieren

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  • Am 26. August 2017 um 10:11 von Antiappler

    Das wird doch bestimmt nicht nur „unglaublich“ sein, was der Stift auf einem iPhone oder iPad kann. Das wird doch auch sicher lebenswichtig sein und zu den Dingen gehören, ohne die der Mensch nicht mehr leben kann. ;-)))
    Auf seine lebenswichtige Apple Watch kann Cook laut seiner damaligen Aussage ja auch nicht mehr verzichten und deshalb sehe ich jeden Tag unglaublich viele Leute mit solch einer Apple Watch, die das ebenfalls so sehen. ;-)))
    Was soll denn der Apple Stift noch besser können, als Stifte die jetzt schon länger auf dem Markt sind, so dass man unbedingt das Zeug von Apple kaufen muss?
    Ist einfach mal wieder eine typische Aussage von Cook. Unglaublich wäre gewesen, wenn man den Akku wechseln könnte oder mit Solarzelle. Da könnte Apple doch endlich mal wieder Innovation zeigen.
    Aber für mich erstaunlich, wie viele Dinge Cook anders sieht als Jobs und es auch durchsetzt, dass die Kunden sie auch erhalten. Wenn man z.B. bedenkt, wie viele „große“ iPhones es mittlerweile gibt und in Zukunft auch einen Stift.

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