Gigabyte stellt Raspberry-Pi-Rivalen mit austauschbarem RAM und Massenspeicher vor

Der Kleinstcomputer des taiwanischen Unternehmens kommt mit einer Celeron-CPU vom Typ N3350. Sie unterstützt bis zu 8 GByte DDR3-RAM. Außerdem steht ein Anschluss für eine mSATA-SSD zur Verfügung.

Der taiwanische Mainboard-Hersteller Gigabyte hat einen Einplatinenrechner ähnlich dem Raspberry Pi vorgestellt. Im Gegensatz zum britischen Kleinstcomputer ermöglicht der Gigabyte GA-SBCAP3350 jedoch ein Upgrade bestimmter Hardwarekomponenten. Der Arbeitsspeicher und auch der interne Massenspeicher lassen sich individuell konfigurieren und austauschen.

Ab Werk kommt der Kleinstrechner mit einer 1,6 GHz schnellen Dual-Core-CPU von Intel vom Typ Celeron N3350. Über einen DDR3L-SO-DIMM-Slot können dem Prozessor bis zu 8 GByte RAM zur Seite gestellt werden. Solid State Drives lassen sich wiederum über einen mSATA-Slot einbinden.

Gigabyte GA-SBCAP3350 (Bild: Gigabyte)Das Mini-Mainboard bietet zudem zwei SATA-Anschlüsse, zwei Gigabit-LAN-Anschlüsse, zwei USB-3.0-Ports und einen kombinierten 3,5-mm-Klinkenanschluss für Lautsprecher und Mikrofon. Intern stehen vier weitere USB-2.0-Ports und zwei RS232-Ports zur Verfügung. Ein externer Monitor lässt sich per HDMI mit einer Auflösung von bis zu 3840 mal 2160 Bildpunkten ansteuern.

Um die entstehende Abwärme abzuleiten ist die Unterseite der Platine mit einer Aluminium-Platte versehen, die als Kühlkörper dient. Sie ist zudem mit vorgefertigten Bohrungen zur Befestigung der Platine versehen.

Allerdings ist der Gigabyte GA-SBCAP3350 größer als der aktuelle Raspberry Pi 3 Model B. Er misst nach Herstellerangaben 14,6 mal 10,2 Zentimeter, während sich der Raspberry Pi mit 12,2 mal 7,6 Zentimetern begnügt.

Gigabyte GA-SBCAP3350 (Bild: Gigabyte)Als Betriebssystem wird Windows 10 64-Bit unterstützt. Den Einsatz von Linux schließt Gigabyte nicht aus, es bietet aber selber keine Treiber dafür an. Stattdessen verweist das Unternehmen auf die Websites der Hersteller der verwendeten Komponenten. Zu Preisen und Verfügbarkeit hat sich Gigabyte noch nicht geäußert.

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[mit Material von Liam Tung, ZDNet.com]

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Themenseiten: Gigabyte, Hardware, Prozessoren, Raspberry

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3 Kommentare zu Gigabyte stellt Raspberry-Pi-Rivalen mit austauschbarem RAM und Massenspeicher vor

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  • Am 26. Juli 2017 um 9:03 von Trial&Error

    Konkurrent zum RPi?

    In wie weit ist das jetzt ein Konkurrent des Raspberry Py`s? Ist nicht das Ziel des RPi für wenig Geld eine Plattform zum lernen von Linux und Hardwarenaher Programmierung bereitzustellen?

    Naja, auch unter Windows kann man Programmieren lernen aber fehlen da nicht irgend wie die GPIOs für den Anschluss weiterer Komponenten? Also alles was man zum basteln braucht?

    Dan den zwei GBIT Ports ist er sicherlich asl NAS, Router oder Firewall interessant und damit eventeull ein Konkurrent zum NUC, … aber nicht zum RPi.

    • Am 26. Juli 2017 um 15:36 von Klaus

      Ja, und am Ende kostet er dann womöglich so viel wie ein ausgewachsenes Mainboard. Halt, Stop: es ist ja eines?
      Lächerlich das mit einer RasPi zu vergleichen. Die bietet eine GPIO Schnittstelle, ist kleiner UND sie verbraucht kaum Energie.
      Allein die Tatsache, dass da ein Kühlkörper nötig ist, zeigt, wie stromhungrig und unpraktisch im Vergleich zur RasPi dieses Gigabyte Teil ist: 4-6 Watt nur für die CPU scheint mir etwas hoch verglichen mit einer RasPi.
      Na ja: unf dann NUR Windows 10 Treiber? Ein No Go!

  • Am 26. Juli 2017 um 16:53 von Koam

    @Trial&Error

    Es ist auch anders als im Text behauptet kein Einplatinen-Rechner, da der RAM als zusätzliche Platine kommt.

    Die Erwähnung des Raspi ist hier recht klar entweder unüberlegt weiterverwendete PR oder Click-Bait.

    Allerdings beim Raspi geht es nicht darum Linux zu lernen sondern allgemein Software (neben HW natürlich, wie du sagtest), aber ja, das zentrale Ziel vom Raspi war es eine günstige IT- und Elektronik-Lernplatform zu produzieren.

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