Google veröffentlicht letzte Developer Preview von Android O

Die Developer Preview 4 stuft das Unternehmen als Release Candidate ein. Entwickler sollen damit die letzten Anpassungen an ihre Apps vornehmen. Die neue Vorabversion enthält ausschließlich Fehlerkorrekturen und Optimierungen.

Google hat die letzte von vier angekündigten Vorabversionen von Android O veröffentlicht. Geräte, die bereits für das Android-Betaprogramm registriert sind, erhalten die Developer Preview 4 in den kommenden Tagen automatisch Over-the-Air. Interessierte Besitzer von Nexus 5X, 6P, Nexus Player, Pixel C sowie Pixel und Pixel XL können sich aber auch weiterhin auf der Android-Beta-Website für das Programm registrieren.

Android O (Bild: Google)In einem Blogeintrag bezeichnet Dave Burke, Vice President of Engineering bei Google, die neue Testversion auch als Release Candidate, mit dem nun die letzten Tests abgeschlossen werden sollen. Es seien die letzten Fehlerkorrekturen und Optimierungen enthalten. Das System an sich entspreche der finalen Version. Die finalen Programmierschnittstellen (API Level 26) hatte Google bereits mit der Developer Preview 3 freigegeben.

„Die heutigen System-Images der Developer Preview 4 sind eine hervorragende Möglichkeit, Ihre aktuellen Apps mit der fast fertigen Version von Android O zu testen“, schreibt Burke im Android Developers Blog. „Mit den Tests können Sie sicherstellen, dass Ihre App das gewünschte Erlebnis bietet, wenn Nutzer auf die offizielle Android-O-Plattform umsteigen.“

Zu den Neuerungen von Android O zählt die Programmiersprache Kotlin, die nun ein fester Bestandteil von Android Studio 3.0 ist. Laut Googles Stephanie Cuthbertson ist Kotlin vollständig kompatibel zur Android-Runtime und vollständig interoperabel mit vorhandenem Programmcode. Der Kotlin-Support soll zudem ab sofort für den produktiven Einsatz geeignet sein.

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Neu ist auch die Sicherheitsfunktion Play Protect, die allerdings auch unter der aktuellen Android-Version zur Verfügung steht. Sie soll Nutzer besser vor möglichen Gefahren schützen. Dabei setzt Google auf künstliche Intelligenz und Daten, die es jeden Tag aus mehr als 50 Milliarden gescannten Apps gewinnt. „Play Protect schaut nach Apps, die möglicherweise auf Ihrem Gerät aus der Reihe tanzen, um Sie und andere Android-Nutzer zu schützen“, heißt es dazu in einem Blogeintrag.

Darüber hinaus enthält Android O zahlreiche Optimierungen. Google zufolge sollen Smartphones künftig in der Hälfte der Zeit booten, was durch umfangreiche Änderungen in der Android-Runtime erreicht wird.

Eine neue Autofill-Funktion schlägt bei Downloads von Apps auf einem neuen Gerät automatisch die passenden Anmeldedaten vor. Damit will Google die Einrichtung neuer Geräte erleichtern. Eine intelligente Textauswahl soll zudem Copy-and-paste-Vorgänge beschleunigen. Ein Doppelklick auf einen Satz wählt automatisch den gesamten Satz aus. Ein Tipp auf eine Adresse wiederum markiert diese vollständig. Per Machine Learning kann Android O Adressen als solche erkennen und per Google Maps passende Vorschläge anzeigen.

Die finale Version von Android O alias Android 8 soll im dritten Quartal beziehungsweise „im Lauf des Sommers“ erscheinen, wie Burke nun mitteilt. Welche Namen der Nachfolger von Android 7 Nougat tragen wird, ist bisher nicht bekannt. Als wahrscheinlich gilt jedoch, dass Google zusammen mit der Final von Android O auch neue Smartphones vorstellen wird.

Sie werden dann in absehbarer Zeit, neben wenigen neuen Flaggschiffmodellen anderer Hersteller, die einzigen Geräte mit Android O sein. Mit den ersten Updates für vorhandene Smartphones und Tablets ist wohl erst gegen Jahresende oder sogar Anfang 2018 zu rechnen. Wahrscheinlich wird sich Android O ähnlich langsam verbreiten wie Android Nougat, das Anfang Juli über einen Marktanteil von 11,5 Prozent verfügte. Dafür benötigte das noch aktuelle Release zehn Monate.

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[mit Material von Jason Cipriani, ZDNet.com]

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