Trotz Kartellstrafe: Google-Mutter übertrifft Gewinnerwartungen im zweiten Quartal

Ohne die Kartellstrafe klettert Googles Gewinn um 29 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar. Nach Abzug des Bußgelds verbleiben 3,524 Milliarden Dollar, was einem Gewinnrückgang von 28 Prozent entspricht. Der Umsatz steigt um 21 Prozent auf 26 Milliarden Dollar.

Die Google-Mutter Alphabet meldet im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang von 28 Prozent. Abzüglich der Rekordkartellstrafe der Europäischen Kommission weist die Bilanz einen Nettoüberschuss nach GAAP von 3,524 Milliarden Dollar oder 5,01 Dollar je Aktie aus. Damit übertrifft das Unternehmen die Erwartungen von Analysten, die 4,49 Dollar je Anteilsschein vorausgesagt hatten.

Google (Bild: Google)Seinen Umsatz steigerte Alphabet um 21 Prozent auf 26 Milliarden Dollar. Abzüglich der Traffic Acquisition Costs, die Google an seine Partner abführt, lagen die Einnahmen bei 20,92 Milliarden Dollar und somit ebenfalls über der Prognose von 20,87 Milliarden Dollar.

Trotz des positiven Ergebnisses sank der Kurs der Google-Aktie im nachbörslichen Handel um 2,94 Prozent auf 969 Dollar. Den gestrigen Handelstag schloss das Papier mit einem Plus von 0,45 Prozent ab. Zwischenzeitlich kostete eine Google-Aktie gestern sogar mehr als 1000 Dollar – nur knapp weniger als der Höchstpreis von 1008,61 Dollar der vergangenen 52 Wochen.

Ohne die Kartellstrafe hätte Google seinen operativen Gewinn um 15 Prozent auf 6,87 Milliarden Dollar gesteigert. Der Nettogewinn hätte sich auf 6,3 Milliarden Dollar erhöht, was einem Plus von 29 Prozent entsprochen hätte.

Zum Konzernumsatz steuerte Google 25,76 Milliarden Dollar bei. Allerdings schrumpften die Costs-per-Click, also Googles Einnahmen für jeden Klick auf eine Werbeanzeige, um 26 Prozent. 22,7 Milliarden Dollar von Googles Umsatz entfielen auf Werbung, 3,09 Milliarden Dollar auf andere Bereiche wie das Cloud-Geschäft.

Google-CEO Sundar Pichai betonte bei einer Telefonkonferenz mit Analysten das Wachstum der Cloudsparte sowie des Geschäftsbereichs für maschinelles Lernen. „Unsere Fähigkeit, das beste Machine Learning schnell in unsere Produkte zu integrieren hat uns in diesem Quartal in die Lage versetzt, alle Arten von neuen intelligenten Funktion einzuführen, um Kommentare zu moderieren, sowie Smart Replies in Gmail und verbesserte Übersetzungen. Wir haben auch neue Machine-Learning-Funktionen in Google Maps, Youtube, Gmail und Google Fotos integriert.“

Auch die Nachfrage nach Googles Hardwareprodukten wie Home und die Pixel-Smartphones habe sich positiv entwickelt, so Pichai weiter. Bis Ende des Jahres sollen elf Daydream-fähige Geräte erhältlich sein.

Nest, Waymo, Google Fiber und andere Geschäftsbereiche, die Alphabet als „Other Bets“ bezeichnet, erwirtschafteten 248 Millionen Dollar (plus 34 Prozent). Die Konzernbilanz belasteten sie mit einem Fehlbetrag von 772 Millionen Dollar, 10 Prozent weniger als vor einem Jahr. Laut Google-CFO Ruth Porat waren Nest, Fiber und Verily für den größten Teil des Umsatzes der Other Bets verantwortlich.

Im laufenden dritten Quartal rechnen Analysten nun mit einem Profit (non-GAAP) von 8,43 Dollar je Aktie bei Einnahmen von 26,7 Milliarden Dollar. Die Bilanz wies im vergangenen Jahr 9,06 Dollar je Aktie Gewinn und 22,45 Milliarden Dollar Umsatz aus.

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[mit Material von Natalie Gagliordi, ZDNet.com]

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